Deutschlands Diensthunde

9 Dinge, die Sie nicht über vierbeinige Staatsdiener wussten

Bei Bundespolizei, Zoll und Bundeswehr leisten auch Hunde ihren Dienst. Ihre Arbeit ist wertvoll - und oft sogar unersetzlich. Dank ihrer feinen Nasen sind die schnellen und wehrhaften Tiere zuverlässige Kollegen auf vier Pfoten. Neun Dinge, die Sie über die tierischen Einsatzkräfte wissen sollten.

Zwei Spürhunde des Zolls sitzen auf illegal eingeführten Tierfellen.

Diensthunde beim Zoll spüren sogar Elfenbein, Korallen, Haifischflossen und Tierfelle auf.

Foto: picture alliance / dpa

1.) 1.022 Hunde versehen aktuell ihren Dienst bei der Bundespolizei, dem Zoll und der Bundeswehr. Von A wie Australian Cattle Dog über L wie Labrador bis W wie Weimaraner sind viele verschiedene Rassen vertreten. Sieben Tiere werden derzeit im Ausland eingesetzt.

2.) Mit ihrer Betreuung, dem Training und Einsatz sind 1.279 Menschen beschäftigt.

3.) Die Ausbildung muss auf Deutsch erfolgen. Denn Deutsch ist laut Verwaltungsverfahrensgesetz Amtssprache - und das gilt auch für Diensthunde.

4.) Hunde können unterschiedlichste Gegenstände aufspüren - zum Beispiel Tabak, Bargeld, Rauschgift, Sprengstoff, Minen oder Kampfmittel.

5.) Der Zoll setzt auch Artenschutzspürhunde ein. Sie können Elfenbein, Horn von Nashörnern oder sogar lebende Tiere finden, die geschmuggelt werden.

6.) Die Hundenase kann auch originelle und ungewöhnliche Verstecke aufspüren: Hohlräume in Autos, in Wein aufgelöstes Kokain oder Marihuana in der Unterhose eines Fluggastes.

7.) Der Zoll prüft, ob Hunde auch Datenträger finden können. Denn bei Durchsuchungen zeigt sich immer wieder, dass die sichergestellten Beweismittel immer seltener aus Papier bestehen.

8.) Die Bundeswehr untersucht den Nutzen von Therapiebegleithunden bei der Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen. Zudem testet sie den Einsatz von Sozialdiensthunden, etwa bei Existenzsorgen, Eheproblemen oder dem Tod von Kameraden.

9.) Ein festes Renteneintrittsalter für Diensthunde gibt es nicht. Jedes Tier wird individuell betrachtet. In der Regel sind die vierbeinigen Kollegen bis zu zehn Jahre im Einsatz.