Träger ist dieses Jahr das Projekt „Integration durch Qualifizierung - Apotheker für die Zukunft“ der Landesapothekerkammer Rheinland Pfalz.

Eine unabhängige Jury aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hat sich für das Projekt entschieden, da es herausragende Beispiele erfolgreicher Integration zeigt.
Die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz bildet, gemeinsam mit dem Träger Medici in Posterum, ausländische Apothekerinnen und Apotheker aus, die in ihrem Heimatland Pharmazie studiert haben oder dort in diesem Beruf gearbeitet haben. Mit drei Säulen führt das Projekt die Teilnehmer zur deutschen Approbation:

1. Integrierter Fach- und Sprachunterricht
2. Arbeit in Apotheken
3. Einzelbetreuung durch einen Tutor (ehrenamtlicher Apotheker)

Alle ehemaligen Kursteilnehmer konnten dank der Projektunterstützung die anspruchsvolle Fachsprachprüfung und pharmazeutische Kenntnisprüfung bestehen. Damit trifft das Projekt den diesjährigen thematischen Schwerpunkt „Mitgestalten“.

Die im Ausland erworbenen Qualifikationen konnten in Deutschland anerkannt und die Approbationen erteilt werden.

Alle Absolventinnen und Absolventen arbeiten mittlerweile erfolgreich in öffentlichen Apotheken und Krankenhaus-Apotheken. Die Beispiele zeigen, dass Neuzugewanderte mit guter Ausbildung hochwertige Arbeitsplätze erreichen können.

Ein Großteil der ehemaligen Kursteilnehmer arbeitet außerhalb der Großstädte und Ballungszentren im ländlichen Raum und sichert dort den langfristigen Bestand von Apotheken und die Patienten-versorgung in strukturschwachen Regionen.

Hintergrund zum Nationalen Integrationspreis
Das Bundeskabinett hat am 24. und 25. Mai 2016 bei seiner Klausur in Meseberg die "Meseberger Erklärung zur Integration" beschlossen und in diesem Rahmen den Nationalen Integrationspreis ins Leben gerufen. Der Preisträger soll als Vorbild für andere dienen, sich ebenfalls zu engagieren. Die 33 vorschlagsberechtigten Institutionen konnten einzelne Personen, Personengruppen, Organisationen oder Kommunen nominieren. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Bundeskanzlerin Merkel verleiht den Nationalen Integrationspreis am 11. November 2019 zum dritten Mal.
Die für drei Jahre (bis 2019) von der Bundeskanzlerin berufene Jury besteht aus der Berliner Integrationsforscherin Naika Foroutan, dem Fußballprofi Sami Khedira, dem Autor Ahmad Mansour, der langjährigen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth sowie dem ehemaligen Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit und ehemaligen Leiter des BAMF, Frank-Jürgen Weise, der zugleich Jury-Vorsitzender ist.