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Welternährungskonferenz

Brauchen digitale Lösungen für die Landwirtschaft

Die Digitalisierung der Landwirtschaft hat eine zentrale Rolle im Kampf gegen den weltweiten Hunger und für den Schutz der natürlichen Ressourcen. Das betonte Bundeskanzlerin Merkel auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) in Berlin.

Bundeskanzlerin Merkel hält eine Rede beim Global Forum for Food and Agricutlure

Die Digitalisierung biete Möglichkeiten, nachhaltige Nutzung von Umwelt und Natur und Wirtschaftlichkeit zu vereinen, sagte Merkel.

Foto: Bundesregierung/Denzel

Unter dem Leitthema "Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft" findet im Rahmen der Internationalen Grünen Woche zum 11. Mal das Global Forum for Food and Agriculture statt.

Belange der in der Landwirtschaft arbeitenden Menschen berücksichtigen

Die Bundeskanzlerin nahm zum ersten Mal an diesem Forum teil. In ihrer Rede sagte Merkel, die Digitalisierung biete "fantastische" Möglichkeiten, um eine nachhaltige Nutzung von Umwelt und Natur und Wirtschaftlichkeit zusammenzubringen. Dazu bedürfe es internationaler Zusammenarbeit und eines Rahmens der Rechtssicherheit und Gerechtigkeit, der auch die Belange der in der Landwirtschaft arbeitenden Menschen berücksichtige. Die Konferenz leiste dazu einen wichtigen Beitrag, so Merkel.

Damit in Deutschland alle Potenziale der Digitalisierung genutzt werden könnten, müsse die entsprechende Infrastruktur aufgebaut werden. Schon jetzt nutzten vor allem viele landwirtschaftliche Großbetriebe digitale Möglichkeiten. Deshalb gehe es auch darum, die kleinen und mittleren Betreibe stärker in den Blick zu nehmen.

Vom 17. bis 19. Januar 2019 kommen mehr als 2.000 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie bis zu 70 Agrarministerinnen und Agrarminister aus aller Welt zum Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) - kurz: Welternährungskonferenz - in Berlin zusammen.

Chancen der Digitalisierung erschließen

Digitale Technologien bieten das Potential, den Hunger in der Welt wirksamer zu bekämpfen und dabei nachhaltiger mit begrenzten Ressourcen umzugehen. Darüber hinaus können sie für mehr Tierwohl, eine höhere Qualität von Lebensmitteln und bessere Verbraucherinformationen sorgen.

Aber sie werfen auch Fragen auf, etwa nach dem besseren Zugang der Landwirte zu solchen Technologien sowie nach Datensicherheit und die Verfügbarkeit über die Daten. Die Teilnehmer der Welternährungskonferenz tauschen sich darüber aus und beschließen Handlungsempfehlungen.

Regierungen einigen sich auf Kommuniqué zu Digitalisierung und Landwirtschaft

Zum Ende am Samstag der Welternähungskonferenz einigten sich die Agrarminister aus 74 Ländern auf ein Abschlusskommuniqué. Die Unterzeichner verpflichten sich, bei Landwirtschaft und Digitalisierung sowohl Chancen als auch Risiken im Blick zu behalten. Außerdem rufen sie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) dazu auf, ein Konzept für einen unabhängigen internationalen Digitalrat auszuarbeiten.