Besserer Schutz an Bahnhöfen

Innere Sicherheit Besserer Schutz an Bahnhöfen

Mehr Sicherheitskräfte, mehr Polizei, eine konsequentere Videoüberwachung: Nach der tödlichen Attacke auf ein Kind am Frankfurter Hauptbahnhof vor sechs Wochen verbessern Bundesregierung und Deutsche Bahn die Sicherheit an Bahnhöfen weiter.

Zwei Beamte der Bundespolizei überwachen einen Bahnsteig.

Mehr Personal und besser erreichbar: Bundesinnenminister Seehofer will die Polizeipräsenz an Bahnhöfen ausbauen.

Foto: picture alliance / dpa / Holger Hollemann

"Wir tun alles für die Sicherheit der Bahnreisenden", erklärt Bundesinneminister Horst Seehofer. Deshalb werde das Bundesinnenministerium die Präsenz der Bundespolizei auf Bahnhöfen deutlich verstärken. Bei einem Spitzentreffen verständigte sich der Bundesinnenminister gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und dem Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Ronald Profalla, auf weitere Maßnahmen.

Für bahnpolizeiliche Aufgaben sind bereits heute 1.300 zusätzliche Dienstposten bis 2021 für die Bundespolizei eingegeplant. Da das Personal erst ausgebildet werden muss, werden bis 2024 weitere Dienstposten eingerichtet und besetzt.

Mehr Bundespolizisten auf Bahnhöfen

Darüber hinaus setzt Seehofer auf eine weitere Verstärkung der Bundespolizei um 11.300 Stellen bis 2025. Die zusätzlichen Polizisten sollen in erster Linie präventive Aufgaben übernehmen - insbesondere in Bahnhöfen. Die Bundespolizei soll zudem künftig zentraler in den Bahnhöfen untergebracht werden, damit sie vor Ort besser erreichbar ist.

Bahn baut Mobile Unterstützungsgruppen auf

Auch die Deutsche Bahn steigert die Präsenz eigener Sicherheitskräfte in Bahnhöfen und Zügen. Dafür sieht sie Investitionen in Höhe von zehn Millionen Euro pro Jahr vor, unter anderem für den Aufbau mobiler Unterstützungsgruppen. Diese speziell ausgebildeten Einsatzkräfte sollen dann - entsprechend der jeweiligen Sicherheitslage - mit technischer Unterstützung schnell, effektiv und gezielt eingesetzt werden.

Mehr Videotechnik zur Gefahrenabwehr

Ergänzend dazu plant die Bundesregierung den Ausbau und die Modernisierung der Videotechnik. Dadurch sollen einerseits die Sicherheit in Bahnhöfen verbessert, andererseits mögliche Täter abgeschreckt werden. Bei der Bundespolizei stehen für den Ausbau der Videoüberwachung bereits bis zum Jahr 2023 Finanzmittel in Höhe von mehr als 70 Millionen Euro bereit.


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