Bestnoten für deutsche Badegewässer

Badegewässerbericht der EU  Bestnoten für deutsche Badegewässer

Wer diesen Sommer in Deutschland Urlaub macht, kann sich über ausgezeichnete Badegewässer freuen. Das zeigt der aktuelle Badegewässerbericht der EU-Kommission und der Europäischen Umweltagentur. Mehr als 90 Prozent der deutschen Badestellen werden darin Spitzenwerte attestiert.  

Drei junge Menschen laufen in einen Badesee, sodass das Wasser hochspritzt. Text: 92,5 Prozent aller Badegewässer in Deutschland haben eine ausgezeichnete Qualität.

Die Wasserqualität deutscher Badegewässer kann sich sehen lassen.

Foto: Getty Images / Bundesregierung

Ob an Seen, an der Küste von Nord- und Ostsee oder an Flüssen: Von fast 2.300 Badegewässern in Deutschland haben 2.120 eine ausgezeichnete Qualität. Das entspricht 92,5 Prozent. 103 Badestellen (4,5 Prozent) haben eine gute, 27 (1,2 Prozent) eine ausreichende Qualität. Nur acht Badestellen (0,3 Prozent) werden als mangelhaft eingestuft. So die Ergebnisse des aktuellen Badegewässerberichts der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur. Darin wurden Messungen der Vorjahressaison ausgewertet. 

Bürgerinnen und Bürger können auf den Internetseiten des Umwelbundesamtes die aktuellen Messergebnisse der Badegewässer vor ihrer Haustür abrufen. 

Deutschland über EU-Durchschnitt

Mit dem Ergebnis liegt Deutschland über dem europäischen Durchschnitt. Doch auch die europaweiten Werte können sich sehen lassen: In der EU haben mehr als 85 Prozent der Badestellen im vergangenen Jahr die höchsten Anforderungen für ausgezeichnete Wasserqualität erfüllt.

In den 28 EU-Mitgliedstaaten - das Vereinigte Königreich war im vergangenen Jahr noch EU-Mitglied - wurde die Wasserqualität von 21.981 Badestellen ausgewertet. Die Anforderungen an die Mindestqualität gemäß den EU-Vorschriften haben über 95 Prozent von ihnen erfüllt. Darüber hinaus wurden 300 überwachte Badestellen in Albanien und der Schweiz in den Bericht einbezogen.

Wasserqualität gemeinsame Errungenschaft

Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt, Meere und Fischerei, sagt: "Saubere Badegewässer werden in der Regel als Geschenk angesehen, aber sie sind tatsächlich eine der gemeinsamen Errungenschaften Europas." Die Qualität der Gewässer sei das Ergebnis harter Arbeit, die zahlreiche Menschen über viele Jahre hinweg geleistet hätten. Gleichzeitig versicherte er, dass auch in Zukunft alle Maßnahmen ergriffen würden, um in diesem Sinne fortzufahren. 

Die Anforderungen an die Qualität für die europäischen Badegewässer sind in der EU-Badegewässerrichtlinie festgelegt. Die Umsetzung der Vorschriften durch die EU-Staaten hat dazu beigetragen, dass sich die Qualität der europäischen Badegewässer in den vergangenen 40 Jahren erheblich verbessert hat. In Deutschland sind die Bundesländer für die Überwachung der Badegewässer zuständig. 

Wegen der Covid-19-Pandemie wird in diesem Jahr empfohlen, sich bei lokalen Behörden und Strandbetreibern über Sicherheitsmaßnahmen an den jeweiligen Badeorten und Stränden zu informieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

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