Neue Beratungsstelle für ausländische Fachkräfte

Berufsanerkennung Neue Beratungsstelle für ausländische Fachkräfte

Fachkräfte aus dem Ausland haben größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie ihre Berufsabschlüsse anerkennen lassen. Unterstützung dabei erhalten sie jetzt auch von der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung. Die Bundesminister Heil und Karliczek haben die Einrichtung in Bonn eröffnet. Worum geht es dabei und was passiert dort?

Das Bild zeigt Bundesministerin Anja Karliczek, Minister Hubertus Heil mit Jana Braun bei der Eroeffnung der Zentralen Servicestelle

Termin zur Eröffnung: Bildungsministerin Anja Karliczek und Arbeitsminister Hubertus Heil lassen sich von Jana Braun die Arbeit in der Servicestelle erklären.

Foto: picture alliance / Flashpic

"Ich freue mich sehr, dass wir mit der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung einen wichtigen Beitrag leisten, um ausländische Fachkräfte so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren", sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bei der Eröffnung der Servicestelle. Denn wer als Arzt, Lehrer oder Pfleger nach Deutschland kommt, muss sich hier seinen Berufsabschluss aus dem Ausland anerkennen lassen. In anderen Berufen ist das nicht unbedingt notwendig, hilft aber bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz.

Suche nach dem passenden Arbeitgeber

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Servicestelle begleiten die ausländischen Fachkräfte während des Anerkennungsverfahrens: Sie unterstützen sie bei beim Zusammenstellen der Unterlagen, informieren über Beratungsangebote und helfen bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Die Angebote richtet sich besonders an Menschen, die sich noch im Ausland befinden. Sie können per Mail, Telefon oder Chat mit den Beraterinnen und Beratern in Kontakt treten.

Servicestelle kommt zum richtigen Zeitpunkt

Laut Bundesbildungsministerin Anja Karliczek kommt die Servicestelle zum richtigen Zeitpunkt: "Exzellente Fachkräfte sind das Rückgrat unserer Wirtschaftskraft. In vielen Branchen werden derzeit Fachkräfte gesucht." Gut ausgebildet, seien sie ein Gewinn für unseren Arbeitsmarkt, so Karliczek. "Aber natürlich müssen wir überprüfen, ob die Qualifikationen der Bewerber auch unseren Anforderungen entsprechen." Am 1. März tritt außerdem das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Mit dem Gesetz will die Bundesregierung dem Mangel an Fachkräften begegnen, der nicht durch einheimische oder europäische Arbeitskräfte aufzufangen ist.

Ihre Arbeit hat die Zentrale Servicestelle bereits am 1. Februar aufgenommen. Sie ist in der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit in Bonn angesiedelt und wird in den ersten vier Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.




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