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Ausbildungsjahr hat begonnen

Noch viele Stellen unbesetzt

Das neue Ausbildungsjahr hat zwar schon begonnen, trotzdem sind noch viele Lehrstellen frei. Denn auch in diesem Ausbildungsjahr gibt es wieder mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. Damit stehen die Chancen gut für Jugendliche, die kurzfristig noch mit einer Ausbildung beginnen möchten.

Auszubildende in Werkraum

Mehr als 200.000 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt - bewerben lohnt sich also noch.

Foto: imago images/allOver-MEV

Ob im Handwerk, in der Industrie oder im Handel - es gibt mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. Wer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz noch nicht fündig geworden ist, hat daher auch jetzt noch gute Chancen.

Jugendliche, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, können sich an die Berufsberatung wenden. Die Berater vor Ort können Ausbildungsbetriebe nennen, die noch Stellen zu vergeben haben. Die Beratung erfolgt dabei ganz individuell: Gibt es vielleicht geeignete Alternativen zum Berufswunsch, für die sich leichter eine Lehrstelle finden lässt? Oder verbessern sich die Chancen mit einer Bewerbung in einer anderen Region?

Wenn junge Leute für ihre Ausbildung umziehen müssen, sorgt übrigens - wenn nötig - die Berufsausbildungsbeihilfe dafür, dass es nicht am Finanziellen scheitert.

Mehr Plätze als Bewerber

Unternehmen und Behörden haben den Arbeitsagenturen und Jobcentern von Oktober 2018 bis Juli 2019 insgesamt 542.800 Ausbildungsstellen gemeldet.

Etwa 207.200 davon sind derzeit noch unbesetzt. Demgegenüber stehen 133.700 Bewerberinnen und Bewerber, die weiterhin einen Ausbildungsplatz suchen. Das entspricht einem Verhältnis von 65 unversorgten Bewerbern zu 100 unbesetzten Ausbildungsstellen.

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen rechnerisch damit sehr gut. Allerdings gibt es je nach Berufswunsch und Region große Unterschiede.

Berufliche Unterschiede

Vor allem in Hotels und Gaststätten, in Baufirmen sowie in vielen Handwerksbetrieben fehlen Auszubildende. Das gilt beispielsweise im Lebensmittelhandwerk, bei Fleischern und Bäckern und in der Gebäudereinigung. Zudem fehlen junge Berufskraftfahrer, zum Beispiel bei öffentlichen Verkehrsbetrieben.

Im Gegensatz dazu gibt es in anderen Branchen mehr Bewerberinnen und Bewerber als Ausbildungsplätze. Das ist zum Beispiel so bei Büro- und Verwaltungsberufen, aber auch in der Tierpflege, in Medienberufen oder in künstlerisch-kreativen Berufen. Ausbildungen in diesen Bereichen sind sehr begehrt.

Regionale Unterschiede

Unterschiede gibt es aber nicht nur beruflich, sondern auch regional: Die Spannbreite reichte dabei im Juli 2019 zum Beispiel in Thüringen von 41 unversorgten Bewerbern auf 100 unbesetzte Ausbildungsstellen bis hin zu Berlin mit 104 unversorgten Bewerbern auf 100 unbesetzte Stellen.

Bewerben lohnt sich noch

Klar ist: Der Ausbildungsmarkt ist weiter in Bewegung. Für die Jugendlichen, die noch auf der Suche sind, lohnt es sich auf jeden Fall, noch mal zu überlegen, ob vielleicht auch ein anderer Ort oder ein anderes Berufsfeld infrage kommt. Es gibt nämlich viel mehr Ausbildungsberufe, als man vielleicht denkt - derzeit sind es in Deutschland 327.

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