Anschlag verhindert

Festnahme in Leipzig Anschlag verhindert

Der flüchtige Terrorverdächtige von Chemnitz ist gefasst. Nach derzeitigem Kenntnisstand haben die Sicherheitsbehörden einen Anschlag verhindert. Die Bundesregierung dankt den Sicherheitskräften für ihre Arbeit. Der Vorfall sei "Hinweis auf die unverändert hohe Bedrohungslage", so Bundesminister de Maizière.

Polizei sichert am 08.10.2016 ein Wohnhaus in Chemnitz (Sachsen) ab. Wegen eines möglichen Sprengstoffanschlags läuft seit dem Morgen ein Großeinsatz der Polizei in einem Chemnitzer Plattenbauviertel.

Aus Chemnitz geflüchtet, ist der Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr in Leipzig festgenommen worden.

Foto: picture alliance/dpa/Hendrik Schmidt

Regierungssprecherin Ulrike Demmer dankte den Sicherheitskräften für ihre hervorragende und unermüdliche Arbeit. Sie verdienten Anerkennung für die schwere Verantwortung, die sie trügen, sagte Demmer in der Regierungspressekonferenz. Sie würdigte auch den Hinweisgeber: "Unsere Dank und unsere Anerkennung gelten auch dem Mann aus Syrien, der die Polizei über den Aufenthaltsort des Verdächtigen informiert hat und somit entscheidend zur Festnahme beigetragen hat."

Wehrhafter Rechtsstaat

Bundesinnenminister Thomas de Maizière betonte, dass Deutschland unverändert im Zielspektrum des internationalen Terrorismus stehe. "Dass solche Planungen aufgedeckt und die Umsetzung verhindert werden können, ist leider auch ein Hinweis auf die unverändert hohe Bedrohungslage durch den internationalen Terrorismus. Die Vorbereitungen in Chemnitz ähneln nach allem was wir heute wissen, den Vorbereitungen zu den Anschlägen in Paris und Brüssel", so de Maiziere.

Dieser Fall zeige auch, deutsche Sicherheitsbehörden seien sehr wachsam und der Rechtsstaat sei wehrhaft. "Wie so oft war auch hier die gute Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden des Bundes mit der Polizei in Sachsen ein wesentlicher Faktor für den Erfolg", betonte der Minister.