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Bundesregierung fördert Raumfahrt

Altmaier telefoniert ins All

Live-Schalte vom Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen zur ISS: Bundeswirtschaftsminister Altmaier spricht mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst über die Zukunft der Raumfahrt.

Für ausführliche Gespräche mit "Astro-Alex" war keine Zeit. Rund 20 Minuten war Zeit für den Austausch aus dem All. Um 11:50 Uhr war es soweit. Über die Lautsprecher ertönte: "I am ready" und Alexander Gerst war live von der Internationalen Raumstation verbunden. Vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen aus sprach der Minister mit Gerst über dessen Aufgaben an Bord der ISS.

Mit dem ESA-Astronauten erörterte er unter anderem Gersts bevorstehende Aufgaben als erster deutscher ISS-Kommandant, die Bedeutung der Forschung in der Schwerelosigkeit und über Verknüpfungen mit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf der Erde.

Junge Menschen begeistern

"Ich hoffe, es geht Ihnen gut auf der ISS und Sie können ihre Arbeit voranbringen", sagte Altmaier bei dem Kontakt zur Internationalen Raumstation ISS. Wenn Gerst zurück auf der Erde sei, solle er jungen Menschen von seiner Arbeit berichten, um sie für die Raumfahrt zu begeistern.

"Astro Alex" bekräftigte sein Anliegen, mit den einzigartigen Experimenten im Weltraum die junge Generation anzusprechen und für Wissenschaft zu begeistern. Der Astronaut Gerst erläuterte dem Minister einige der nächsten technologischen Entwicklungen an Bord der ISS. Er sprach auch über das Essen, das nach Gersts früheren Erfahrungen über sechs Monate im All manchmal fad werden kann.

Nach gut 15 Minuten ging die Übertragung zwischen dem Columbus-Kontrollzentrum und der ISS zu Ende und Alexander Gerst verabschiedete sich mit einer persönlichen Botschaft von den Gästen in Oberpfaffenhofen.

Raumfahrt fördern, Arbeitsplätze verdoppeln

Altmaier kündigte an, die Bundesregierung werde die Raumfahrt in Deutschland weiter intensiv fördern. Spätestens Anfang Oktober will der Minister ein Thesenpapier zur Weiterentwicklung der deutschen Luft-und Raumfahrtindustrie vorstellen.

Der Haushalt 2018 stellt gut 80 Millionen Euro zusätzlich für die Raumfahrt bereit. "Wir werden auch in Zukunft mehr Geld für diesen wichtigen Bereich zur Verfügung stellen müssen", erklärte Altmaier.

Er sei überzeugt, dass die Zahl der Arbeitsplätze in dem Bereich bis Ende des nächsten Jahrzehnts verdoppelt werden könne. "Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber es bedeutet, dass wir Hochtechnologiearbeitsplätze in Deutschland erhalten und weiter schaffen." Die künftige Raumfahrtstrategie müsse mit den europäischen Partnern entwickelt werden.

Gerst erläuterte dem Minister einige der nächsten technologischen Entwicklungen an Bord der ISS - und sprach auch über das Essen, das nach Gersts früheren Erfahrungen über sechs Monate im All manchmal fad werden kann.

Altmaier besichtigt Kontrollzentrum

Vom Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen aus betreuen etwa 80 Wissenschaftler und Ingenieure die europäischen Aktivitäten auf der ISS und steuern die Experiment-Einrichtungen des europäischen Columbus-Forschungslabors.

Altmaier informierte sich in Oberpfaffenhofen über weitere Einrichtungen des DLR. Er besuchte das Robotik und Mechatronik Zentrum (RMC), das sich mit der Entwicklung von Robotern befasst. Eine weitere Station war das Earth Observation Center (EOC), das auf dem Gebiet der Satelliten-Fernerkundung forscht.

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