Auswärtige Kulturpolitik

Europa stärken, Freiräume schützen

Sie ist eines der nachhaltigsten und sichtbarsten Instrumente deutscher Außenpolitik: Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Die Bundesregierung hat dazu heute den Bericht für das Jahr 2018 vorgelegt. 

Ein wichtiger Partner in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik: Das Goethe-Institut - hier der Standort im brasilianischen Salvador.

Ein wichtiger Partner in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik: Das Goethe-Institut - hier der Standort im brasilianischen Salvador.

Foto: picture alliance/dpa

Angesichts weltweit schrumpfender Spielräume der Zivilgesellschaft, Nationalismus und Abschottung leistet die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) einen wichtigen Beitrag zu Frieden und Stabilität. Schon im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung deshalb die Relevanz der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik betont und neue Schwerpunkte für sie gesetzt.

Die Bundesregierung möchte durch sie Europa stärken, Freiräume für Künstlerinnen und Künstler oder auch Forschende schützen und Innovationen fördern. Die finanziellen Mittel für die Auswärtige Kulturpolitik beliefen sich 2018 auf 1,877 Milliarden Euro (2017: 1,849 Milliarden Euro). 

Der Deutsche Bundestag hatte die Bundesregierung in seiner Entschließung vom 15. Juni 1994 (Drucksache 12/7890) aufgefordert, jährlich einen Sachstandsbericht zur Auswärtigen Kulturpolitik vorzulegen.

Projektmaßnahmen der Auswärtigen Kulturpolitik

Die Philipp Schwartz-Initiative für gefährdete Forschende wurde 2018 weiter ausgebaut. In Erinnerung an den verstorbenen ehemaligen Direktor der Staatlichen Kunstsammlung Dresden wurde außerdem die Martin-Roth-Initiative für gefährdete Künstlerinnen und Künstler gegründet.

Die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland wurde 2018 dank der Unterstützung des Deutschen Bundestages auf 17 Millionen Euro aufgestockt und konnte 238 Projekte – mehr als je zuvor – unterstützen. Zudem wurde das Programm erstmals für deutsch-französische Kooperationsprojekte geöffnet.

Im Fokus stand 2018 ebenfalls die Zusammenarbeit mit Kreativen in Afrika. So wurde das erfolgreiche Projekt "Music in Africa Connects" fortgesetzt, das die Vernetzung und Öffnung unter anderem auch in Konfliktzonen in Afrika voranbringen will.

Gründung eines deutsch-israelischen Jugendwerks vereinbart

Ein weiterer Schwerpunkt bestand im Bereich des Jugendaustauschs. Hier sind die Jugendbegegnung "Youth for Peace – 100 Jahre Erster Weltkrieg, 100 Botschaften für den Frieden" sowie die Vereinbarung über die Gründung eines deutsch-israelischen Jugendwerks hervorzuheben.

Im Berichtsjahr 2018 waren die Vorarbeiten zur Errichtung der gemeinsamen deutsch-französischen Kulturinstitute vollendet worden, so dass diese am 22. Januar 2019 im Aachener Vertrag einschließlich der vorgesehenen Standorte verankert werden konnten.

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