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Reichspogromnacht am 9. November 1938

1.400 Synagogen brannten

Viele Menschen verbinden den 9. November heute in erster Linie mit dem Tag des Mauerfalls 1989. Doch an diesem Tag jährt sich ebenfalls das Gedenken an eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte: die Reichspogromnacht am 9. November 1938.

In der Reichspogromnacht 1938 zerstörte Synagoge in Chemnitz.

Terror gegen Juden: In der Reichspogromnacht wurde auch die Alte Synagoge in Chemnitz verwüstet und zerstört.

Foto: picture-alliance/JudaicaSammlungRichter

Am 9. November 1938 brannten 1.400 Synagogen. SA- und SS-Schlägertrupps zertrümmerten jüdische Geschäfte. Tausende Juden wurden misshandelt oder verhaftet. Die Erinnerungen an diesen dunklen Tag deutscher Geschichte rufen auch heute noch Menschen zum Gedenken auf.

Holocaust prägt Deutschland bis heute

Die Pogromnacht vor 80 Jahren war ein weiterer Schritt auf dem Weg zum größten Völkermord der Menschheit, dem Holocaust. Sechs Millionen Juden fielen ihm zum Opfer. Er hat Deutschland für immer in die Verantwortung genommen. Die Geschichte lehrt die Notwendigkeit, sich Antisemitismus entschlossen entgegenzustellen – in Deutschland und überall auf der Welt.

Die Bundesregierung hält das Erinnern an diese Ereignisse wach. Sie fördert national bedeutsame Gedenkstätten, die an die nationalsozialistische Terrorherrschaft und ihre Opfer erinnern. Dazu hat die Bundesregierung im April 2019 das Förderprogramm "Jugend erinnert" gestartet. Ziel ist es, die Gedenkstätten dabei zu unterstützen, mit einer zeitgemäßen Vermittlungsarbeit mehr junge Menschen zu erreichen und so das Gedenken auch in den künftigen Generationen wachzuhalten.

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