Transplantations-Medizin

Die Reformen wirken

Die Zahl der Organspender ist, ebenso wie die der gespendeten Organe, konstant geblieben. Das geht aus dem Bericht zur Transplantationsmedizin hervor, der im Kabinett beschlossen wurde. Darin bilanziert Bundesminister Gröhe auch die Reformmaßnahmen der Regierung.

Styropor-Behälter mit Beschriftung: lebende Organe, im Hintergrund ein Arzt

Organspende: Die Bundesregierung legt den Bericht zur Transplantationsmedizin vor.

Foto: picture alliance / dpa

Die eingeleiteten Reformen sollen das Vertrauen in die Organspende wieder stärken. Als 2012 bekannt wurde, dass einzelne Transplantationszentren bei Organvergaben manipuliert hatten, haben Bundesregierung, Gesetzgeber und die Verantwortlichen Reformen in der Transplantationsmedizin eingeleitet. Die Aufklärung der Fälle wurde angegangen, verschiedene Maßnahmen beschlossen und umgesetzt.

In Deutschland warten derzeit mehr als 10.500 Patienten auf ein Spenderorgan, die meisten auf eine Niere.

Transplantationsregister soll bis 2017 entstehen

Noch in dieser Legislaturperiode soll ein Transplantationsregister aufgebaut werden. Ärzte können dadurch wichtige Informationen leichter austauschen. Der Versuch, durch falsche Angaben die Wartezeiten auf ein Spenderorgan zu verkürzen, ist jetzt strafbar. Ärzten, die Wartelisten so manipulieren, drohen bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe.

Darüber hinaus müssen Transplantationszentren und Krankenhäuser, an denen Organe entnommen werden, einen Transplantationsbeauftragten bestellen. Er hat die Aufgabe, mögliche Spender zu melden und Ärzte und Pflegekräfte zu beraten. Er betreut aber auch Angehörige.

Information zur Organspende gesetzlich vereinbart

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist beauftragt, über Organ- und Gewebespende zu informieren. Mit rund 9 Millionen förderte das Bundesgesundheitsministerium 2013 unter anderem Kampagnen zum Tag der Organspende, die Internetplattform Organpaten oder Flyer.

Die Bundesregierung muss jährlich über den Fortgang der eingeleiteten Reformprozesse, Missstände und Entwicklungen in der Transplantationsmedizin berichten. Das hat der Bundestag im Jahr 2013 beschlossen. Im aktuellen Bericht wird der Zeitraum von Juni 2013 bis Oktober 2014 ausgewertet.

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