Neue EU-Kommission

Das Team von Jean-Claude Juncker ist im Amt

Nach der Zustimmung des EU-Parlaments hat der Europäische Rat am 23. Oktober gemäß Artikel 17 des EU-Vertrages die neue EU-Kommission ernannt. Sie und ihr Präsident Juncker traten zum 1. November ihr neues Amt an.

Jean-Claude Juncker am Mikrofon

Der neue Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, und sein Team

Foto: EU/AFP-Services/Jean-Francois Badias

Schwerpunkte der politischen Arbeit der kommenden fünf Jahre sind die Förderung von Wachstum und Beschäftigung, die Schaffung eines vernetzten digitalen Binnenmarktes und eine sichere Energieversorgung für Europa.

Die neue Struktur der Kommission

Sechs Vizepräsidenten und die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik werden jeweils ein Projektteam leiten, das aus mehreren Kommissaren besteht. Sie werden die Arbeit mehrerer Kommissare koordinieren. Der Zuschnitt der Projektteams entspricht den Politischen Leitlinien.

Mitglieder der Kommission

Ressort
Die Kommission
Schwerpunkte
Präsident
Jean-Claude Juncker
(Luxemburg)
Vizepräsidentin und Hohe Vertreterin der Union für Außen-
und Sicherheitspolitik
Federica Mogherini
(Italien)
  • Engere europäische Zusammenarbeit bei der Sicherheits- und Außenpolitik
  • Stärkeres europäisches außenpolitisches Engagement
  • Ausbau der integrierten Verteidigungskapazitäten
Erster Vizepräsident für bessere Rechtsetzung, interinstitutionelle Beziehungen, Rechtsstaatlichkeit und die EU-GrundrechtechartaFrans Timmermans (Niederlande)
  • Bürokratieabbau
  • Einführung eines verpflichtenden Transparenz-Registers für alle EU-Institutionen
Vizepräsidentin für Haushalt und Personal
Kristalina Georgieva (Bulgarien)
  • Effizientere Nutzung der finanziellen und personellen Ressourcen
  • Überprüfung der Notwendigkeit europäischer Agenturen
Vizepräsident für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit
Jyrki Katainen
(Finnland)
  • Umsetzung des Investitionspaketes in Höhe von 300 Milliarden Euro zur Schaffung von Arbeitsplätzen, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Investitionen
Vizepräsident für den Euro und den sozialen Dialog
Valdis Dombrovskis (Lettland)
  • Umsetzung von Strukturreformen zur Eurostabilität
  • Stärkere Kohärenz zwischen wirtschaftlicher und sozialer Dimension
Vizepräsident für die Energieunion
Maros Sefcovic
(Slowakei)
  • Neustrukturierung der Energiepolitik
  • Energieunion
Vizepräsident für den Digitalen Binnenmarkt
Andrus Ansip (Estland)
  • Errichtung eines digitalen Binnenmarktes
  • Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzten
  • Datenschutzpaket
Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Vytenis Andriukaitis (Lettland)
  • Entwicklung eines effizienteren und innovativeren Gesundheitssystems
  • Überprüfung der Zulassungsvorschriften von gentechnisch veränderten Produkten
Kommissar für Migration und Inneres und  Bürgschaft
Dimitris Avramopoulos (Griechenland)
  • Förderung legaler Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte
  • Verhinderung von illegaler Zuwanderung durch den Ausbau der Frontex-Grenzschutzagentur
Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum, Kleine und mittlere Unternehmen und Raumfahrt
Elzbieta Bienkowska
(Polen)
  • Steigerung des Anteils der Industrie am Bruttoinlandsprodukt der EU bis 2020 auf 20 Prozent
  • Schaffung eines besseren Klimas für Investitionen
  • Gezieltes Vorgehen gegen Steuerumgehung und Steuerbetrug
Kommissarin für Verkehr
Violeta Bulc
(Slowenien)
  • Entwicklung eines einheitlichen europäischen Transportsystems
  • Verbesserung der Infrastruktur
Kommissar für Klimaschutz und Energie
Miguel Arias Canete (Spanien)
  • Bessere Energieversorgungssicherheit
  • Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien
Kommissarin für Regionalpolitik
Corina Cretu
(Rumänien)
  • Umsetzung der Kohäsionsreform
  • Stärkere Förderung von digitaler Wirtschaft und Energiesicherheit
Kommissar für europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen
Johannes Hahn
(Österreich)
  • Bestandsaufnahme über politische und wirtschaftliche Stabilität von Nachbarstaaten
  • EU-Erweiterungspolitik
Kommissar für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion
Jonathan Hill
(Vereinigtes Königreich)
  • Entwicklung und Ausbau der Kapitalmarktunion
  • Bankenaufsicht
Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Phil Hogan
(Irland)
  • Ausbau des Subsidiaritätsprinzips bei der gemeinsamen Agrarpolitik
Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung
Vera Jourova
(Tschechien)
  • Aufbau einer europäischen Staatsanwaltschaft bis 2016
Kommissarin für Handel
Cecilia Malmström
(Schweden)
  • Verhandlungen mit der USA über Freihandelsabkommen TTIP
  • Entwicklung von externen Wachstumsquellen
Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung
Neven Mimica
(Kroatien)
  • Stärkung der Partnerschaft mit Afrika
  • Neue Entwicklungsagenda
Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation
Carlos Moedas
(Portugal)
  • Verwaltung und Weiterentwicklung des Programms Horizont 2020
  • Stärkung der Energie- und Klima-Forschung
Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll
Pierre Moscovici (Frankreich)
  • Stärkung der Konvergenz der Finanz- und Wirtschaftspolitik der Euroregion
  • Reformen des Zoll- und Steuersystems
Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport
Tibor Navracsics
(Ungarn)
  • Bessere Integration von Digitalen Medien in der Bildung
  • Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit
Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft
Günther Oettinger (Deutschland)
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU im Digitalsektor
  • Ausbau der Netzinfrastruktur
Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement
Christos Stylianides
(Zypern)
  • Ausbau der humanitären Hilfe, vor allem in Afrika
Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitsmarktmobilität
Marianne Thyssen
(Belgien)
  • Erhöhung der Mobilität von Arbeitskräften
  • Maßnahmen für faire Arbeitsbedingungen
Kommissar für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei
Karmenu Vella
(Malta)
  • Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit
Kommissarin für Wettbewerb
Margrethe Vestager (Dänemark)
  • Abbau von Subventionen
  • Bessere finanzielle Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Förderung von Wettbewerbsfähigkeit
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