Nachhaltigkeitspolitik

UN-Ziel "Hochwertige Bildung"

Universität Hamburg auf Nachhaltigkeitskurs

Qualitativ hochwertige Bildung ist eine Grundvoraussetzung, damit sich ein nachhaltiges Bewusstsein entwickeln und nachhaltige Projekte angestoßen werden können. Deswegen haben die Vereinten Nationen als viertes von 17 Nachhaltigkeitszielen "Hochwertige Bildung“ formuliert.

Vier Studierende sitzen zusammen im KReis im Freie und unterhalten sich. In der Mitte liegen College-Blöcke und Bücher.

Die Universität Hamburg bietet auch den Master-Studiengang "International Business and Sustainability" an.

Foto: Ute Grabowsky/photothek

Die Universität Hamburg hat sich dazu entschlossen, das Thema Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Studium zu verankern. Langfristiges Ziel ist es, die Universität zu einer "University for a Sustainable Future" ("Universität für eine nachhaltige Zukunft") zu entwickeln und zu gestalten.

Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität

Vor diesem Hintergrund hat sie 2011 das Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität (KNU) gegründet. Dieses dient als wissenschaftliches Netzwerk und ist Innovationslabor sowie Inkubator für neue Konzepte und Methoden mit Nachhaltigkeitsbezug.

Das Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität der Universität Hamburg ist von der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) in 2018 ausgezeichnet worden.

Patinnen und Paten für 17 Ziele

Im Kontext der Agenda 2030 hat die Universität Hamburg ein Patenschaftsprogramm für die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) initiiert. Ziel des Programms ist es, das Thema Nachhaltigkeit an der Universität zu stärken und sich auch wissenschaftlich mit den SDGs zu befassen.

Dazu wird jedem Nachhaltigkeitsziel eine Gruppe aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zugeordnet. Diese verstehen sich als sogenannte Patinnen und Paten. Ihre Aufgabe ist es, das jeweilige SDG, dessen Patenschaft sie übernommen haben, in Forschung und Lehre noch stärker als bisher zu integrieren. Dadurch sollen Schnittstellen zwischen den Zielen sichtbar gemacht und die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert werden.

Landkarten der Nachhaltigkeit

Ein Leuchtturmprojekt sind die "Landkarten der Nachhaltigkeit". Über die interaktive Darstellungsform werden Nachhaltigkeitsbezüge in Forschung, Lehre sowie Verwaltung und Infrastruktur visualisiert.

Die Landkarten veranschaulichen lokale Nachhaltigkeitsziele und bieten einen Überblick der Projektlandschaft an den verschiedenen Fakultäten der Universität. Themen sind beispielsweise der Anteil an Ökostrom am Energiemix, der Frauenanteil bei Professuren und die CO2-Kompensationsabgaben bei Flugreisen. 

Klimaschutz zum Mitnehmen

Wie können wir heute anfangen, klimafreundlichere Entscheidungen zu treffen? Wie lässt sich Klimaschutz im Studienalltag etablieren? Diese und andere Fragen beantwortet das  kostenlose Klimasparbuch des KNU, veröffentlicht in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und der Technischen Universität Hamburg (TUHH).

Das Klimasparbuch zeigt, dass grüner Leben einfach, günstig und vielfältig ist und motiviert zum nachhaltigen Konsum und umweltbewussten Handeln. 

Nachhaltige Ideen säen

Wie man nachhaltiges Handeln in Firmen entwickelt und etabliert, das können Studierende im Master-Studiengang "International Business and Sustainability" an der Universität Hamburg lernen. 

Auch außerhalb von Vorlesungen und Seminaren gibt es zahlreiche Möglichkeiten für die Studierenden zum Austausch über unternehmerische Sozialverantwortung, grünes Marketing und Wertschöpfungsketten. 

Hochschulspezifischer Nachhaltigkeitskodex

Der Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) hat 2011 den sogenannten  Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) für Unternehmen aller Art als freiwilligen Standard beschlossen. Ziel ist der Austausch und die Berichterstattung über Nachhaltige Entwicklung.

Mit Unterstützung des BMBF sowie von rund 50 Hochschulvertreterinnen und -vertretern hat der RNE 2015 den Nachhaltigkeitskodex für Hochschulen angepasst. An der freiwilligen Testversion waren die Universität Hamburg, die Freie Universität Berlin und die Universität Duisburg-Essen federführend beteiligt.

Mit dem Ziel, das Thema Nachhaltigkeit an den Hochschulen zu verankern, hat die Universität Hamburg über die Förderung durch das BMBF 2016 das Verbundprojekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen – berichten (HOCH-N)  ins Leben gerufen. Bereits Ende Oktober 2018 zählte das Netzwerk von HOCH-N, das ebenfalls durch die Deutsche UNESCO-Kommission ausgezeichnet wurde, mehr als 100 deutsche Hochschulen.