Ausreichend Wasser in bester Qualität

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Ziele für nachhaltige Entwicklung Ausreichend Wasser in bester Qualität

Die sichere Versorgung mit sauberem Wasser ist für ein Leben in Gesundheit und Würde unerlässlich. Das soll weltweit bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Auch in Deutschland ist der Schutz des Wassers ein zentrales Anliegen.

3 Min. Lesedauer

Sauberes Trinkwasser und eine nachhaltige Versorgung sind für Gesundheit und Ernährung entscheidend. Das ist in Deutschland heute gewährleistet.

Sauberes Trinkwasser und eine nachhaltige Versorgung sind für Gesundheit und Ernährung entscheidend.

Foto: picture alliance / ZB

Alles Leben auf der Erde ist abhängig von Wasser – Wir benötigen es im Haushalt, für die Landwirtschaft und in der Industrie. Doch etwa zwei Milliarden Menschen haben keinen verlässlichen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jeder zweite Mensch weltweit muss ohne angemessene sanitäre Anlagen auskommen.

Das muss sich ändern. Die Vereinten Nationen haben deshalb den Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung als Menschenrecht anerkannt. Deutschland engagiert sich global und im eigenen Land.

Ziel 6 – Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Konkret soll erreicht werden:

  • Alle Menschen sollen einen Zugang zu einwandfreiem und bezahlbarem Trinkwasser haben.
  • Alle Menschen sollen Zugang zu einer angemessenen und gerechten Sanitärversorgung sowie Hygiene erhalten.
  • Die Wasserqualität soll durch Wiederaufbereitung und gefahrlose Wiederverwendung weltweit verbessert werden.
  • Die Effizienz der Wassernutzung soll in allen Sektoren wesentlich gesteigert werden.
  • Auf allen Ebenen soll eine integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen umgesetzt werden.
  • Wasserverbundene Ökosysteme sollen geschützt und wiederhergestellt werden.

Qualität von Grund- und Oberflächengewässern sichern

In Deutschland ist der Zugang zu Sanitärversorgung und zu sauberem Trinkwasser gewährleistet. Dennoch gelangen Schwermetalle und Rückstände von Dünger, Pflanzenschutz- und Arzneimitteln mancherorts in Grund- und Oberflächengewässer. Deshalb muss es aufwändig aufbereitet werden. So wird an einigen Grundwassermessstellen der Schwellenwert für Nitrat überschritten. Das liegt größtenteils an der Landwirtschaft.

Die Bundesregierung hat deshalb das Düngerecht angepasst. Düngemittel sollen effizienter und zielgerichteter eingesetzt werden. Dazu werden Landwirte kontinuierlich beraten und geschult.

Um Gewässer weniger zu belasten, fördert die Bundesregierung darüber hinaus die Entwicklung neuer Konzepte und Technologien. Außerdem schreibt sie die Anforderungen an die Abwasserbehandlung fort. Auch wenn sich der Zustand der Gewässer in Deutschland vielerorts verbessert hat, bleibt viel zu tun, um flächendeckend einen guten Zustand zu erreichen.

Gewässerschutz

In Deutschland herrscht derzeit kein Wassermangel. Doch dürfte sich der Klimawandel nach Prognosen auch hier auswirken. Wasser ist ein kostbares Gut, das nicht verschwendet, sondern geschützt werden muss.

In Deutschland werden erhebliche Anstrengungen im Gewässerschutz unternommen, um die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie für den guten Zustand der Gewässer zu erreichen. Die Wasserrahmenrichtlinie ist ein starkes politisches Instrument in der bundesweiten und europäischen Wasserpolitik.

So werden umfangreiche Informationen über den Zustand unserer Gewässer erhoben und in Beziehung zu den vielfältigen Belastungen gesetzt. Auf dieser Wissensbasis werden Maßnahmen zur Verbesserung des Gewässerzustands abgeleitet und in Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen dokumentiert. Diese Pläne und Programme bilden die Handlungsgrundlage für den Gewässerschutz in Deutschland und der Europäischen Union.

Probleme wie beispielsweise die Verbauung von fließenden Gewässern durch Uferbefestigungen und Stauhaltungen und die Belastung von Grund- und Oberflächengewässern mit Schwermetallen (Quecksilber), Nitrat oder Phosphat sowie mit Rückständen einzelner Pflanzenschutz- und Arzneimittel werden energisch angegangen.

Deutschland engagiert sich global

Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, die Verschmutzung der Umwelt sowie der Klimawandel üben starken Druck aus auf die Wasserressourcen weltweit und die Ökosysteme der Gewässer. In einigen Regionen der Welt besteht daher die Gefahr sozialer und politischer Konflikte. Nicht zuletzt lösen Konflikte um schwindende Wasserressourcen Flucht- und Migrationsbewegungen aus.

Die Bundesregierung arbeitet eng mit den Vereinten Nationen und den betroffenen Staaten zusammen, um das Wassermanagement zu verbessern. Damit weltweit alle Menschen hygienisches Wasser und eine hinreichende sanitäre Versorgung haben, Konflikte und Kriege um diese lebenswichtige Ressource verhindert werden, ist Deutschland in der Entwicklungszusammenarbeit weltweit zweitgrößter Geber im Wassersektor. So sollen mit deutscher Hilfe bis 2030 jährlich weltweit sechs Millionen Menschen Zugang zu Trinkwasserversorgung und vier Millionen Menschen Zugang zu Sanitärversorgung erhalten.