Gemeinschaftswerk und eine Gemeinschaftsaufgabe

Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung Gemeinschaftswerk und eine Gemeinschaftsaufgabe

Staatsministerin Sarah Ryglewski und Ministerpräsident Hendrik Wüst haben am Montag in Berlin den Startschuss für das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit gegeben. Ryglewski sagte zur Eröffnung, das Bewusstsein für das Wohl jetziger und künftiger Generationen sei bei der Bevölkerung vorhanden.

Sarah Ryglewski, Staatsministerin für die Bund-Länder-Koordination, und Hendrik Wüst, nordrhein-westfälischer Ministerpräsident, starten das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit.

Start für die offene Plattform Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit, initiiert von Bund und Ländern.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Anlässlich der Freischaltung der Webplattform zur Nachhaltigkeit am Montag erinnerte Staatsministerin Sarah Ryglewski am Montag daran, dass das Gemeinschaftswerk auf eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zurückgehe. Sie bedankte sich deshalb bei Ministerpräsident Hendrik Wüst als Vertreter der Ministerpräsidentenkonferenz für die gute Zusammenarbeit. Ryglewski erklärte, dass das Gemeinschaftswerk für die deutschlandweite Zusammenarbeit unterschiedlicher Initiativen stehe. Sie alle verfolgen das gleiche Ziel: eine nachhaltige Entwicklung fördern.

Das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit basiert auf einer neuen offenen Web-Plattform. Es geht darum, die vielen bereits existierenden Nachhaltigkeitsaktivitäten sichtbar zu machen, zu vernetzen und neue Aktivitäten anzustoßen. Es soll beitragen einen gesellschaftlichen Schwung für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele zu erzeugen. Die Plattform wird vom Rat für Nachhaltige Entwicklung betrieben.

Städte wichtig für nachhaltige Entwicklung

Die Staatsministerin hob die Rolle der Kommunen für die Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele hervor. „Gerade die Kommunen sind Nachhaltigkeitsexperten in der Fläche – beispielsweise, indem sie nachhaltige Entwicklung zum Fixpunkt von Stadtentwicklungsstrategien machen.“ Ebenfalls lobte Ryglewski die Integration von Nachhaltigkeit in einigen kommunalen Haushalten, um kommunale Aktivitäten stärker auf eine nachhaltige Entwicklung hin auszurichten.

Die Staatsministerin bezeichnete es als folgerichtig, dass ein erster Schwerpunkt für das Gemeinschaftswerk in dem für die Kommunen so wichtigen Bereich Bauen und Wohnen liegen werde. „Denn hier wird in vielen Kommunen schon weitergedacht.“

Staatsministerin ruft zum Mitmachen auf 

Das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit wird in 2023 mit dem Bundesbauministerium einen offenen gesellschaftlichen Innovationsprozess zum Transformationsbereich „Nachhaltiges Bauen und Wohnen“ starten. 

Offene gesellschaftliche Innovationen sind Zusammenkünfte verschiedener Akteure, um innovative Ideen zu entwickeln. Ihr Ziel ist die Nutzung der Innovationskraft der gesamten Gesellschaft. Sie nutzen betriebswirtschaftliche Ansätze zur Lösung gesellschaftlicher Fragen. Dadurch können sie Innovation in Gesellschaft, Politik und öffentlicher Verwaltung generieren. 

An diesem Projekt unter dem Dach des Gemeinschaftswerks können sich alle Initiativen und Einzelpersonen beteiligen, die Teil des Gemeinschaftswerks sind. Dazu wird es ein 48-Stunden-Hackathon geben, um neue Ideen zu entwickeln und diese auch umzusetzen.

Frieden und Nachhaltigkeit

„Ohne Frieden kann es keine nachhaltige Entwicklung geben und ohne nachhaltige Entwicklung keinen Frieden“So steht es in der Präambel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die alle Staaten der Welt vor sieben Jahren angenommen haben. Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, sei dieser Satz aktueller denn je, so Ryglewski. Ein zentraler Punkt der Agenda 2030 ist die internationale Ächtung von Armut und Hunger. Daher unterstützt die Bundesregierung Staaten, „die besonders darunter zu leiden haben, dass Russland ukrainische Getreidelieferungen be- und verhindert hat – beispielsweise mit dem Bündnis für globale Ernährungssicherheit,“ bemerkte Ryglewski. Dieses Bündnis wurde von der deutschen G7-Präsidentschaft zusammen mit der Weltbank ins Leben gerufen.

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