Nachhaltigkeitspolitik

Nachhaltigkeitsgipfel

Lebensbedingungen weltweit verbessern

Wie kann Deutschland anderen Ländern beim Kampf gegen den Klimawandel und für mehr Nachhaltigkeit helfen? Das diskutierten Konferenzteilnehmer in Berlin. Neben politischer Initiative ist auch jeder Einzelne gefragt.

Experten diskutieren auf der Nachhaltigkeitskonferenz in Berlin über internationale Zusammenarbeit für mehr Nachhaltigkeit.

Produktive Gesprächskreise: In 17 Dialogrunden diskutierten die Teilnehmer der Auftaktkonferenz zur bundesweiten Dialogreihe zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Foto: Lene Münch

Deutschland trägt auch weltweit eine Verantwortung für die Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Darüber waren sich die Teilnehmenden des Workshops "Internationale Nachhaltigkeitspolitik/Agenda 2030" einig. Der Workshop fand im Rahmen der Auftaktkonferenz zur Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie in Berlin statt. Auch Maria Flachsbarth, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesentwicklungsministerium und Norbert Gorißen, Unterabteilungsleiter im Bundesumweltministerium, sprachen sich für ein starkes deutsches Engagement aus, um die SDGs international umzusetzen.

Lebensbedingungen verbessern

Die beiden Vertreter der Ministerien sehen Deutschland auf dem richtigen Weg. Mit der InsuResilience Partnerschaft  zum Beispiel versichert Deutschland arme und verwundbare Länder gegen die Folgen des Klimawandels. Ebenfalls engagiert sich die Bundesregierung bei Gesundheitsfragen, fördert den Kampf gegen die Entwaldung und hat mit dem Grünen Knopf ein staatliches Siegel für nachhaltige Textilien  entwickelt.

Es muss aber noch viel mehr getan werden, um die Lebensbedingungen der Menschen weltweit zu verbessern und unseren Planeten lebenswert zu erhalten. Deshalb muss die globale Zusammenarbeit, wie im SDG 17  beschrieben, gestärkt werden. Das Klimaübereinkommen von Paris habe gezeigt, dass Multilateralismus funktioniert, so Flachsbarth.

Jeder Einzelne ist gefragt

Auf der anderen Seite stellen nationale und gegen die Globalisierung gerichtete Bewegungen in Deutschland und in Europa Internationalität jedoch zunehmend in Frage. Gegen diese Entwicklung können nicht nur Regierungen etwas tun. Auch jeder Einzelne kann einen Beitrag dazu leisten; zum Beispiel durch soziales und politisches Engagement und bewusste Kaufentscheidungen für sozial und ökologisch fair gehandelte Produkte.

Erfahrungen teilen

Um in Zukunft gut zu leben, müssen alle an einem Strang ziehen. Die Botschaft der letzten Monate ist, dass wir noch stärker erklären müssen, warum wir uns international so stark engagieren. Damit auf die Frage der Bürger "Warum helft ihr den anderen? Helft doch auch uns!" eine klare Antwort kommt.

Deutschland hat eine gut entwickelte Demokratie, eine starke Wirtschaft und eine auf die Wohlfahrt der Bevölkerung ausgerichtete Politik. Die Bundesrepublik übernimmt daher bei der Umsetzung der SDGs weltweit immer mehr eine Vorreiterrolle und wird dadurch ihrer Verantwortung international gerecht. Die Erfahrungen, darüber waren sich die Teilnehmer einig, müssen wir an andere Länder weitergeben und ihnen beim Aufbau von demokratischen Strukturen helfen.


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