Der Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) unterstützt die Bundesregierung in allen Fragen der nachhaltigen Entwicklung. Seine Mitglieder werden jeweils für drei Jahre von der Bundeskanzlerin ernannt. Diese stehen nach ihrem fachlichen und persönlichen Hintergrund für ökologische, ökonomische, soziale oder globale Themenfelder.

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Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals 2001 von der Bundesregierung berufen.

Foto: RNE

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 11. Dezember 2019 im Bundeskabinett die turnusgemäße Neuberufung von 8 Mitgliedern des RNE bekannt gegeben. Die Ratsmitglieder haben auf der konstituierenden Sitzung des Rates am 17. Januar 2020 aus ihrer Mitte heraus einstimmig Dr. Werner Schnappauf zum neuen Vorsitzenden des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) gewählt.  Der ehemalige bayerische Umweltminister ist seit 2016 Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und löst Marlehn Thieme als bisherige Vorsitzende ab. Prof. Dr. Imme Scholz wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Der RNE ist fachlich unabhängig. Er trägt bei mit Stellungnahmen und konkreten Vorschlägen zu Fragen um die Nachhaltigkeit generell und die Strategie der Bundesregierung im Speziellen. Erstmals wurde der RNE von der Bundesregierung im Jahr 2001 eingesetzt. Ihm werden zum 1. Januar 2020 neun Frauen und 7 Männer des öffentlichen Lebens angehören.

Wichtig für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Der RNE ist ein wichtiger Akteur im gesellschaftlichen Dialog zur Nachhaltigkeit. Er berät die Bundesregierung seit 2001 bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Darin bekennt sich die Bundesregierung zu den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

"Zudem leistet der RNE für nachhaltige Entwicklung unverzichtbare Beiträge, um das gesellschaftliche Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken“, unterstrich die Bundeskanzlerin die Bedeutung des Rates bei der Bekanntgabe der Neubesetzung im Bundeskabinett am 11.Dezember in Berlin. Unternehmen und Institutionen drängt der Rat, ihr wirtschaftliches Handeln nachhaltig zu machen, sich den Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu stellen und deren Chancen zu nutzen.

Jedes Jahr lädt der Rat zu einer Konferenz ein. Die 19. Jahreskonferenz am 4. Juni 2019 in Berlin hat unter dem Motto "Zukunft zur Heimat machen" darüber diskutiert, wie die Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele Teil des Alltags der Menschen aller Schichten und Regionen in Deutschland werden kann. Denn der Klimawandel oder der Rückgang der Artenvielfalt macht allzu deutlich, wie dringend die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zu mehr Nachhaltigkeit ist.

Die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit laden als Teil der Europäischen Woche für Nachhaltigkeit auch dieses Jahr wieder vom 30 Mai bis zum 5. Juni 2020 zum Mitmachen ein.

Der RNE zeichnet sich vor allem durch seine vielfältigen Projekte aus: Er vernetzt Akteure vor Ort durch die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN), verleiht zusammen mit ihnen besonderen Nachhaltigkeitsinitiativen für jeweils ein Jahr das Qualitätslabel "Projekt Nachhaltigkeit".

Außerdem hat er die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit (DAN) ins Leben gerufen, die Teil der Europäischen Nachhaltigkeitswoche sind. Er bringt Oberbürgermeisterinnen  und Oberbürgermeister zum Dialog "Nachhaltige Stadt" zusammen und fördert Projekte zur Alltagskultur mit diversen Ideenwettbewerben aus dem Fonds Nachhaltigkeitskultur. International beteiligt er sich beispielsweise am Globalen Forum der Nachhaltigkeitsräte und ähnlicher Institutionen, das er mitbegründet hat.

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