Christian Heinz, HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
ich habe folgende Anmerkung zu machen, die ich mit meinen Kollegen abgestimmt habe:
 
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung empfiehlt in seinem Bericht: „Das bisher erfolgreiche Erneuerbare-Energien-Gesetz und der ambitionierte Ausbau von Photovoltaik und Windenergie müssen so ausgestaltet werden, dass Bürgerinnen und Bürger weiterhin an der Energiewende teilhaben können und dass diese naturverträglich ausgestaltet ist. Nur so ist eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung gewährleistet.“
 
Allerdings verunsichert der hohe Strompreis in Deutschland angesichts der weit verbreiteten These, erneuerbare Energien seien preisgünstiger als fossile. Es könnte ein Glaubwürdigkeitsproblem entstehen. Zusätzlich wird der schleichende Verbot fossiler Energie den Preis weiter in die Höhe treiben. Die Kommission hat angekündigt, diese Entwicklung in Deutschland zu untersuchen. Der ganze Prozess der Energiewende erscheint bisher unwirtschaftlich und schwächt offenkundig den Wirtschaftsstandort Deutschland. Produktionen werden weiterhin ins Ausland verlagert, das weit weniger Umweltauflagen hat: Deindustrialisierung! Denken Sie nur die Produktion von Medikamenten im Ausland. Angesichts der Pandemie sind das unakzeptable Zustände.
 
Diese Entwicklungen, die der Nachhaltigkeit der Wirtschaft entgegen wirken, müssen untersucht und der Strompreis genau beobachtet werden. Dieser Problemzusammenhang bleibt völlig unklar in Ihren Empfehlungen. Und das sind die Gründe, warum der Ausbau der erneuerbaren Energie oder der Strompreise mit Protesten verbunden ist.
 
Der HKI empfiehlt, ein Modell darüber zu entwickeln, diese negative Entwicklung aufzuhalten. Und das ist auch der Aspekt, der in diesem Bericht mitaufgenommen werden sollte.

 
Mit freundlichen Grüßen
Christian Heinz
 
HKI Industrieverband
Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.