Impfstrategie der EU ist ein Erfolg 

Kampf gegen Corona Impfstrategie der EU ist ein Erfolg 

Ein wirksamer Impfstoff ist das beste Mittel gegen das Coronavirus. Weltweit nimmt Europa hier eine Vorreiterrolle ein: Fast 76 Prozent der Erwachsenen in der EU sind vollständig geimpft. Zudem exportierte die EU bereits mehr als eine Milliarde Impfstoffdosen. Und das digitale Covid-Zertifikat der EU setzt einen globalen Standard.

Laboranten bei der Herstellung eines Corona-Impfstoffs im Labor.

Seit Beginn der Pandemie hat sich die EU dafür eingesetzt, die Produktion von Impfstoff zu steigern und ihn weltweit zur Verfügung zu stellen. 

Foto: Thomas Lohnes/AFP via Getty Images

Mit Stand vom 13. Oktober waren 75,7  Prozent der Erwachsenen in der EU vollständig gegen Corona geimpft. Damit ist ein Großteil der Bevölkerung besser vor einer Ansteckung oder einem schweren Verlauf mit Krankenhausaufenthalt geschützt. Nach wie vor gilt die Impfung als beste Waffe gegen das Virus und seine Varianten.

EU ist größter Exporteur von Impfstoffen

Gleichzeitig hat die Europäische Union in den vergangenen zehn Monaten mehr als eine Milliarde Impfstoffdosen exportiert. Damit lieferte sie so viel Impfstoff in die Welt, wie sie für die Menschen in der EU bereitgestellt hat. „In der EU hergestellte Impfstoffe wurden in mehr als 150 Länder auf allen Kontinenten versandt – von Japan bis in die Türkei, vom Vereinigten Königreich bis nach Neuseeland, von Südafrika bis nach Brasilien“, erklärte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen. 

Über die globale Impfstoffbeschaffungseinrichtung COVAX wurden rund 87 Millionen Dosen in Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen geliefert. „Die Europäische Union ist ganz eindeutig der größte Exporteur von Covid-19-Impfstoffen“, so von der Leyen. Sie kündigte zudem an, in den nächsten Monaten zusätzlich zu den Exporten mindestens 500 Millionen Dosen für die am stärksten gefährdeten Länder zu spenden.

Insgesamt hat die EU-Kommission bislang bis zu 4,6 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff gesichert. Verhandlungen über zusätzliche Dosen laufen derzeit. Die Kommission steht außerdem mit der Industrie in Kontakt, um die Kapazitäten zur Herstellung von Impfstoffen auszubauen.

Impfstoffe fair teilen

Die EU hat sich frühzeitig dafür eingesetzt, den gesamten Globus mit sicheren Impfstoffen zu versorgen. Von Beginn an unterstützte sie COVAX. Bis Ende des Jahres sollen über die Initiative 1,8 Milliarden Dosen an 92 Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen gehen. Das sogenannte Team Europa – das heißt die EU, ihre Mitgliedstaaten und die europäischen Finanzinstitutionen – ist einer der größten Geber für COVAX: Es mobilisierte bislang mehr als drei Milliarden Euro.

Darüber hinaus hat die Europäische Kommission einen EU-Mechanismus für die gemeinsame Nutzung des Impfstoffbestandes eingerichtet. Dieser erleichtert es den EU-Mitgliedsstaaten, Corona-Impfstoff an Drittländer bilateral zu spenden. So werden bis zum Jahresende EU-weit 250 Millionen Dosen an Partnerländer gehen.

Deutschland wird in diesem Jahr 70 Millionen Impfdosen geben können und damit deutlich mehr als die ursprünglich vorgesehene Zahl von 30 Millionen.

Digitales Covid-Zertifikat ermöglicht Reisefreiheit

Ein weiterer Erfolg ist das digitale Covid-Zertifikat der EU. Mehr als 591 Millionen Dokumente wurden inzwischen ausgestellt. Das Zertifikat erleichtert Bürgerinnen und Bürgern sicheres Reisen. Außerdem leistet es einen wichtigen Beitrag für die stark betroffene Tourismusbranche in Europa. Das EU-Zertifikat ist derzeit das einzige weltweit funktionierende System dieser Art. Bereits 16 Nicht-EU-Staaten sind daran angeschlossen. 60 Drittländer haben gegenüber der Kommission ihr Interesse bekundet, sich an das EU-System anzuschließen.

Mehr Informationen zum digitalen Covid-Zertifikat der EU lesen Sie bei der  Europäischen Kommission.

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