Mehr Schub für die Digitalisierung

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Digitalgipfel 2023 Mehr Schub für die Digitalisierung

Wie verändern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz den Alltag? Wo liegen die Risiken, wo die Chancen? Bundeskanzler Scholz tauschte sich beim Digitalgipfel der Bundesregierung in Jena mit Ideengebern von Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus.

3 Min. Lesedauer

Bundeskanzler Olaf Scholz beim Digitalgipfel.

Kanzler Scholz beim Digitalgipfel: Schwerpunktthema war die Künstliche Intelligenz.

Foto: Bundesregierung/Imo

Elterngeld online berechnen und sofort nach der Geburt des Kindes beantragen. Das Auto bequem von zuhause aus am Computer an- oder abmelden und nur die Hälfte der Gebühren zahlen. Der Gang zur Arztpraxis entfällt dank Videosprechstunde und E-Rezept – das sind nur einige Beispiele, wie digitale Lösungen den Alltag einfacher und auch günstiger machen. Die Bundesregierung will erreichen, dass Bürgerinnen und Bürger noch mehr vom digitalen Fortschritt profitieren.

Auf dem Digitalgipfel 2023 in Jena ist die Bundesregierung verschiedenen Fragen auf den Grund gegangen. Zum Beispie wie  Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt unterstützen kann. Wie lassen sich Daten auch in der Verwaltung besser einsetzen? Wie hilft die Digitalisierung, nachhaltiger zu bauen?

Zu möglichen Antworten auf diese Fragen hat sich der Bundeskanzler Olaf Scholz auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Jena  mit Ideengebern von Wirtschaft und Zivilgesellschaft ausgetauscht.

Deutschland wird digitaler

„Wir hatten in den letzten Jahren doch große Herausforderungen, was die digitale Infrastruktur in Deutschland betrifft. Da gibt es jetzt Verbesserungen, aber da gibt es auch unverändert etwas zu tun“, sagte Bundeskanzler Scholz in Jena. Fortschritte zeigen sich zum Beispiel bei der Verfügbarkeit von leistungsfähigen Internetanschlüssen. Bereits heute stehen für fast jeden vierten Haushalt Glasfaseranschlüsse zur Verfügung. Fast 90 Prozent der Fläche Deutschlands sind mit dem 5G-Netz eines Mobilfunknetzbetreibers versorgt – und 97 Prozent mit 4G.

Bundeskanzler Scholz verwies auf die Gesetzesinitiative zur schnelleren Digitalisierung im Gesundheitswesen : „Das wird den Menschen in Deutschland und überall nutzen.“ Mit der Digitalstrategie hat die Bundesregierung eine Gesamtstrategie für alle Bereiche der Digitalisierung aufgesetzt.

„Die Welt befindet sich im Umbruch. Die Herausforderungen für uns alle sind groß – in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, beim Umwelt- und Klimaschutz. In dieser Zeitenwende ist die digitale Transformation ein zentrales Element und Instrument zugleich: Um die Herausforderungen zu meistern, brauchen wir deutlich mehr Schub bei der Digitalisierung“, so Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zum Digitalgipfel.

Ressourcen schonen mit KI

Künstliche Intelligenz gilt als Treiber der Digitalisierung. Mit ihrem Einsatz sind große Chancen verbunden – etwa für die Wirtschaft, die Gesundheitsversorgung oder den Klimaschutz. Besondere Stärken Deutschlands liegen in der Forschung. Es gilt, die Ergebnisse auch in die Anwendung zu bringen. 

„Künstliche Intelligenz ist ein Gamechanger. Sie hat ein gewaltiges Problemlösungs-Potenzial. KI wird uns das Leben enorm erleichtern – auch für Menschen, die nicht tech-affin sind. KI wird helfen Geld, Zeit, Ressourcen und Energie zu sparen“, sagte Bundesdigitalminister Volker Wissing beim Digitalgipfel .

Die Deutsche Bahn nutzt zum Beispiel KI-Anwendungen, um Züge schneller zu warten oder den Schienenverkehr besser zu steuern. Bahnreisende haben so kürzere Wartezeiten und können auf genauere Informationen zurückgreifen. „Das entlastet Mitarbeitende und steigert Qualität des Zugbetriebs“, so Bundesminister Wissing.

Beim Bau von Gebäuden schafft KI neue Möglichkeiten, Ressourcen einzusparen. Mit digitalen Modellen für Bauprojekte können alle Beteiligten schneller und effizienter planen. So sind auch schon früh Aussagen zur Ökobilanz, zum CO2-Fußabdruck und zur späteren Wiederverwertung von Baustoffen möglich.

Risiken beachten – Chancen betonen

Diese und weitere Entwicklungen fördert die Bundesregierung. Mit ihrer nationalen KI-Strategie will sie Deutschland zu einem führenden Standort für die Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien machen und die globale Wettbewerbsfähigkeit sichern. Es ist wichtig, sich mit den Risiken auseinanderzusetzen. Gleichzeitig gilt es, auch die Chancen von KI zu betonen, um Vertrauen in die Technologie zu stärken und von deren Vorteilen zu profitieren. Für diese Balance setzt sich die Bundesregierung ein – damit die Digitalisierung allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt.

Der Digitalgipfel der Bundesregierung 2023 in Jena wird federführend organisiert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr . Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft suchen Lösungen für die digitale Transformation in der Zeitenwende.