Notleidenden eine Perspektive geben

Welttag der humanitären Hilfe Notleidenden eine Perspektive geben

Der Welttag der humanitären Hilfe ist den vielen Helferinnen und Helfern gewidmet, die sich mit großem Engagement und oft unter schwierigen Bedingungen in zahlreichen Ländern für Menschen in Not einsetzen. Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Geldgeber für humanitäre Hilfe. 

Foto zeigt THW-Mitarbeiter in Beirut.

Einsatzkräfte des THW haben in Beirut lokale Kräfte bei der Suche nach Opfern unterstützt. 

Foto: picture alliance/dpa/Maran Naamani

Mehr als 79,5 Millionen Menschen sind derzeit aufgrund der schwierigen Verhältnisse in ihrem Land auf der Flucht oder sind von ihrer Heimat vertrieben worden.

Insbesondere dort, wo es bewaffnete Konflikte gibt und schwache staatliche Strukturen herrschen, ist die Bevölkerung oft nicht ausreichend geschützt. Aber auch Naturgewalten wie Erdbeben, die Folgen des Klimawandels, Dürren, Überschwemmungen oder Pandemien bringen die Menschen in Notlagen.

Deutschland leistet große Unterstützung

Mit der humanitären Hilfe unterstützt die Bundesregierung Menschen, die sich in einer akuten Krisensituation befinden und diese nicht aus eigener Kraft überwinden können.

Ziel ist es, den Notleidenden ein Überleben in Sicherheit zu ermöglichen und ihnen eine Lebensperspektive zu geben. Vor allem in Krisen- und Konfliktgebieten, in denen die Menschen besonders schwer zu erreichen sind, wird dringend humanitäre Hilfe benötigt.

Als weltweit zweitgrößter Geber wird die Bundesregierung in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 2,1 Milliarden Euro an humanitärer Hilfe für Notleidende zur Verfügung stellen.

Hilfsmaßnahmen für Beirut

Die verheerenden Explosionen in Libanons Hauptstadt Beirut Anfang August haben hunderttausende Menschen in eine akute Notlage gebracht.

"Ich bin sehr froh, dass wir sofort helfen konnten", betonte Bundeskanzlerin im Podcast. "Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks halfen vor Ort dabei, Verschüttete zu suchen, die Bundeswehr flog ein medizinisches Erkundungsteam an den Unglücksort und die Korvette Ludwigshafen am Rhein nahm Kurs auf Beirut und stand für Unterstützungsleistungen bereit."

Bei einer internationalen Geberkonferenz konnten kurzfristig etwa 250 Millionen Euro an Unterstützung für den Libanon zusammengetragen werden. Deutschland stellt 20 Millionen Euro zur Verfügung, um die Not der Menschen vor Ort zu lindern.  

Fokus Syrien und Region

Große Not herrscht derzeit vor allem in Syrien und der Region: Dort müssen aktuell etwa elf Millionen Menschen durch die Vereinten Nationen versorgt werden. Daher geht mit rund 40 Prozent der größte Anteil deutscher Hilfsleistungen nach Syrien und in die umliegenden Länder, die Flüchtlinge aufnehmen.

Mit einem unter deutschem Vorsitz im UN-Sicherheitsrat erreichten Kompromiss wurde immerhin ermöglicht, dringend benötigte Hilfslieferungen in den nächsten Monaten noch über einen Grenzübergang nach Nordsyrien zu transportieren.

Grafik zeigt was die Bundesregierung in Sachen humanitäre Hilfe tut (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

Mit der humanitären Hilfe unterstützt die Bundesregierung Menschen, die sich in einer akuten Krisensituation befinden und diese nicht aus eigener Kraft überwinden können.

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Foto: Bundesregierung

Humanitäre Hilfe im Jemen und in Afrika

Auch im Jemen, wo nach Jahren des Bürgerkriegs und internationaler Isolation fast 80 Prozent der Bevölkerung als hilfsbedürftig eingestuft werden und über 20 Millionen Menschen von Hunger bedroht sind, ist Deutschland engagiert.

Allein im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung 38 Millionen Euro in den humanitären Länderfonds für Jemen eingezahlt.

Afrika ist ebenfalls ein Schwerpunkt der deutschen Unterstützung. Vor allem in der Sahelzone, am Horn von Afrika, im Sudan, im Südsudan und im Gebiet der Großen Seen leistet Deutschland humanitäre Hilfe.

Verantwortung im UN-Sicherheitsrat

Damit die Hilfe dort auch ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, sind viele engagierte und mutige Helferinnen und Helfer im Einsatz.

Um zu gewährleisten, dass sie ihren Einsatz auch unter schwierigsten Bedingungen leisten können, setzt sich Deutschland im UN-Sicherheitsrat intensiv dafür ein, dass ihnen der Schutz zukommt, der ihnen nach den Grundsätzen des Völkerrechts zusteht.

Der Welttag der humanitären Hilfe ist ein 2009 von der UN ausgerufener internationaler Aktionstag zur besseren globalen Koordinierung der Nothilfe.