Deutliche Einschnitte in der Wirtschaftsleistung

Frühjahrsprojektion der Bundesregierung Deutliche Einschnitte in der Wirtschaftsleistung

Durch die Corona-Pandemie wird die deutsche Wirtschaft in eine schwere Rezession geführt. Die Bundesregierung rechnet für 2020 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,3 Prozent. Für 2021 erwartet sie dann in der Erholung einen Zuwachs in Höhe von 5,2 Prozent. Erst zu Beginn des Jahres 2022 wird voraussichtlich der Stand von vor der Pandemie erreicht.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bei der Vorstellung der wirtschaftlichen Frühjahrsprognose.

Foto: picture alliance/dpa/AFP/Tobias Schwarz

"Um die wirtschaftlichen Folgen so gering wie möglich zu halten, haben wir mit einem beispiellosen Schutzschirm von über einer Billion Euro gegengehalten", so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bei Vorstellung der Frühjahrsprojektion der Bundesregierung. Die Wirtschaft sei infolge des Coronavirus-Pandemie gleichzeitig einem Auslands- und Inlandsschock ausgesetzt. Dies betreffe sowohl die Nachfrage als auch das Angebot.

Staatliche Investitionen wirken stützend

Es wird mit einem Rückgang der Exporte im Jahr 2020 um 11,6 Prozent gerechnet. 2021 sollen sie wieder um 7,6 Prozent zulegen. Auch die Importe dürften laut Prognose um 8,2 Prozent sinken. Sie sollen im Jahr 2021 wieder um 6,5 Prozent zulegen. Auch die weiteren Faktoren – wie Rückgang im verarbeitenden Gewerbe, geringere Binnennachfrage, sinkende Erwerbstätigkeit und steigende Arbeitslosigkeit – machen sich bemerkbar. Nachfragestützend wirken aber weiterhin die staatlichen Konsumausgaben und die Ausgaben für staatliche Investitionen.

Der stärkste Einbruch wird im Verlauf des zweiten Quartals erwartet. Danach setzt eine Belebung ein, sodass Wirtschaftsminister Altmaier "eine Perspektive der Hoffnung für einen wirtschaftlichen Neustart" sieht, wenn die  Erfolge bei der Eindämmung der Pandemie anhalten.

Wie entwickelt sich die Weltwirtschaft insgesamt? Wie der deutsche Konsum und der Arbeitsmarkt? Mehr zur Frühjahrsprojektion lesen Sie hier.