G7 zeigen Handlungsfähigkeit und Einigkeit

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G7-Gipfel in Frankreich G7 zeigen Handlungsfähigkeit und Einigkeit

Ukraine, Iran, Weltwirtschaft und Künstliche Intelligenz – über diese und weitere Themen berieten die Staats- und Regierungschefs der G7 in Frankreich. Kanzler Merz hat insbesondere die gemeinsame Gipfelerklärung zu Iran und zur Ukraine als Erfolg bezeichnet.

3 Min. Lesedauer

Familienfoto mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des G7-Gipfels sowie Vertretern der eingeladenen Partnerländer und internationalen Organisationen.

Die G7 gemeinsam mit den Partnerländern sowie internationalen Organisationen beim Familienfoto in erweitertem Kreis.

Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

Der diesjährige G7-Gipfel hat ein starkes Signal der Handlungsfähigkeit und Einigkeit ausgesendet. Im Mittelpunkt standen aktuelle Krisen und Konflikte – insbesondere die Ukraine und die Lage im Nahen Osten. Dazu haben die Staats- und Regierungschefs der G7 ein deutliches Zeichen gesetzt. So verabschiedeten sie eine gemeinsame Erklärung.

Die Vertreterinnen und Vertreter der G7-Staaten und eingeladenen Partnerländer kamen vom 15. bis 17. Juni zu politischen Gesprächen im französischen Évian-les-Bains zusammen. Der Bundesregierung war es ein wichtiges Anliegen, das Vorgehen aktiv mitzugestalten und gemeinsam Lösungen für die globalen Herausforderungen im Kreis der Partner zu entwickeln.

Klare Botschaft zur Unterstützung der Ukraine

Die G7 stehen fest und geschlossen an der Seite der Ukraine und werden den Druck auf Russland weiter erhöhen. Zudem werden alle G7-Partner ihren militärischen und ihren finanziellen Beitrag für die Ukraine verstärken.

„Die Unterstützung der Ukraine ist aus diesem Kreis heraus so stark wie selten zuvor“, betonte der Bundeskanzler in seinem Abschlussstatement. Das setze einen neuen Ton, auch in der transatlantischen Einigkeit und Entschlossenheit. Dies könne „vielleicht erstmals eine Chance auf einen Frieden eröffnen“. „Diese wollen wir als G7-Partner jedenfalls gemeinsam nutzen“, so Merz.

Einigung mit Iran als großer Erfolg

Auch die Einigung der Vereinigten Staaten mit Iran sei ein „großer Erfolg“, sagte der Bundeskanzler. Nun müssten weitere Verhandlungen folgen. Bundeskanzler Merz betonte zudem, dass Deutschland auch hier helfen werde. Dies könne ein militärisches Engagement in der Straße von Hormus mit entsprechendem Bundestagsmandat beinhalten.

Beschlüsse zu weiteren Schwerpunkten des G7-Gipfels

Neben dem Beschluss zur Ukraine und zu Iran verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs noch acht weitere gemeinsame Erklärungen, darunter:

  • Globales Wachstum und Ungleichgewicht: Die G7 wollen die Wirtschaft wieder auf einen ausgewogenen und nachhaltigen Wachstumskurs bringen. Sie fordern deshalb freien und fairen Handel, stabile Energiemärkte und engere internationale Zusammenarbeit.
  • Kritische Rohstoffe: Die G7 wollen ihre Abhängigkeit von Rohstoffimporten deutlich verringern. Ziel ist, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten außerhalb der G7 und ihrer Partnerländer bei seltenen Erden und Permanentmagneten bis 2030 auf unter 60 Prozent zu senken.
  • Globale Partnerschaften: Die G7 hat eine weitere Zusammenarbeit mit globalen Partnern zugesagt. Entwicklungszusammenarbeit soll aber künftig modernisiert werden und stärker auf die Bedürfnisse der ärmsten Länder ausgerichtet werden.
  • Bekämpfung von Menschenschmuggel: Die G7 wollen entschlossen gegen Menschenschmuggel und Menschenhandel vorgehen und kriminelle Netzwerke zerschlagen. Sie planen unter anderem stärkere Sanktionen, mehr Zusammenarbeit mit Online‑Plattformen und engere Kooperation mit Herkunfts- und Transitländern.
  • Bekämpfung organisierter Drogenkriminalität: Die G7 wollen ihren Kampf gegen Drogenhandel deutlich verstärken. Sie planen gemeinsame Maßnahmen, um Drogenangebot und -nachfrage zu reduzieren, kriminelle Netzwerke zu zerschlagen und Geldwäsche stärker zu bekämpfen.
  • Schutz von Minderjährigen im digitalen Raum: Die G7 haben die großen Technologieunternehmen zu besseren Schutzmaßnahmen für Minderjährige im Internet aufgerufenAnbieter von Onlinediensten sollen etwa sichere digitale Plattformen entwickeln, die die Privatsphäre von Kindern und Jugendlichen achten.
  • Krebsbekämpfung: Die G7 hat zudem eine gemeinsame Erklärung zur globalen Krebsbekämpfung verabschiedet. Die Initiative zielt darauf ab, die Forschung zu intensivieren und den Datenaustausch bei Krebserkrankungen im Jugendalter zu verbessern.
  • Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs: Zudem soll die Koordination im Kampf gegen die Ebola-Krise verstärkt werden. Deutschland und die weiteren G7-Partner engagieren sich auch finanziell. Insbesondere soll die Koordination zwischen den nationalen Behörden verstärkt werden.

Sehen Sie hier den Besuch des Kanzlers in Bildern:

Als diesjähriger G7-Vorsitz organisierte Frankreich den Gipfel in Évian-les-Bains. Neben Frankreich und Deutschland sind Kanada, Italien, Großbritannien, Japan und die USA Teil der G7. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu im Überblick.