500 jahre post - festakt in der beethovenhalle in bonn

die deutsche bundespost beging mit einem festakt in
der beethovenhalle in bonn am 19. januar 1990 das
500jaehrige bestehen der post.

ansprache des bundesministers
fuer post und telekommunikation

der bundesminister fuer post und telekommunikation,
dr. christian schwarz-schilling, hielt folgende
ansprache:

hoch verehrter herr bundespraesident,
sehr verehrte frau bundestagspraesidentin,
sehr geehrter herr bundeskanzler,
sehr geehrter herr bundesratspraesident, exzellenzen,
sehr geehrte gaeste, liebe postlerinnen und postler,
meine sehr verehrten damen und herren!

i.
in diesem jahr feiert die post 500 jahre ihres bestehens.
der auftrag des spaeteren kaisers maximilian des i. an franz
von taxis, schnelle postverbindungen herzustellen, hatte
von anfang an eine europaeische dimension. so feiern wir
auch heute ein echtes europaeisches geburtstagsfest.
heute vor einer woche uebergaben die drei postminister in
innsbruck, in memmingen und in mechelen die schoene
jubilaeumsmarke mit dem bildnis des "kleinen postreiters"
von albrecht duerer der oeffentlichkeit. seitdem wird in allen
postaemtern dieser drei laender die jubilaeumsmarke in
millionenauflage verkauft.
doch hier kam noch eine besondere freude fuer uns
deutsche hinzu: dass auch die ddr sozusagen in letzter minute
den entschluss gefasst hat, der ausgabe dieser
gemeinsamen briefmarke beizutreten. so stellten in memmingen
beide deutsche postverwaltungen die bildgleiche
jubilaeumsmarke vor, die nun auch in allen postaemtern der ddr
erhaeltlich ist.
diese laenderuebergreifende gemeinsamkeit von vier
postverwaltungen, aus anlass eines europaeischen
geschichtsdatums eine gemeinsame briefmarke herauszubringen,
geschieht erstmals in dieser form nach dem zweiten
weltkrieg. es macht symbolhaft deutlich, dass wir auch heute,
wir vor 500 jahren, vor der grossen aufgabe stehen, grenzen zu
ueberwinden.
besonders freut uns, dass dieses jubilaeumsjahr, welches wir
mit der ganzen bevoelkerung feiern wollen, bei unseren
mitarbeiterinnen und mitarbeitern eine welle von
engagement und phantasie ausgeloest hat.
110000 postlerinnen und postler haben anregungen zur
gestaltung des jubilaeums gegeben. so werden wir ueber das
ganze jahr 1990 unseren mitbuergerinnen und mitbuergern
verschiedene schwerpunkte der post vor augen stellen
koennen.
ausserdem werden durch kinder- und jugendwettbewerbe,
durch zahlreiche veranstaltungen der postsportvereine, der
postchoere und musikvereine, durch sommerliche fahrten in
postkutschen durch das ganze land, dienstleistungen der
vergangenheit, gegenwart und zukunftsvisionen lebendig
vor unsere augen treten.
ich darf schon jetzt allen dafuer danken, die durch ideen und
ihre tatkraft an der ausgestaltung dieses grossen
jubilaeumsjahres mitwirken. besonders in meinen dank
einschliessen darf ich auch alle, die zum gelingen des heutigen
festaktes, der gemeinsam mit den hoechsten repraesentanten
unseres staates stattfindet, beigetragen haben.
ii.
was ist besonderes an der post? warum nehmen
alle menschen so lebhaft anteil an den geschicken der
post?
nun, wenn wir der sache auf den grund gehen wollen, so
dient die post einem urbeduerfnis des menschen, naemlich
dem beduerfnis nach verbindung, nach austausch, nach
kommunikation zwischen den menschen.
vaclav havel, jetzt staatspraesident der tschechoslowakei,
hat fuer seine grosse rede zur verleihung des diesjaehrigen
friedenspreises des deutschen buchhandels formuliert:
wenn das wort gottes der quell all seiner schoepfung ist,
dann ist der teil dieser schoepfung, den das
menschengeschlecht darstellt, er selbst nur auf grund eines
anderen wunders gottes, naemlich des wunders des menschlichen
wortes. und wenn dieses wunder der schluessel zur
geschichte der menschen ist, dann ist es zugleich auch
der schluessel zur geschichte der gesellschaft, waere
naemlich das wort nicht eine art der kommunikation zwischen
zwei oder mehreren menschlichen "ich", dann waere es
(das wort) wohl ueberhaupt nicht.
soweit das zitat. so wird wohl der mensch erst durch das
"wort", das der eine zum anderen spricht, zu menschlichem
denken, tun und verhalten faehig, in der kommunikation
zwischen menschen liegt auch die bestimmung des
menschen. und was tut hier die post?
durch die ueberwindung raeumlicher trennung sorgt sie
dafuer, dass menschen ihre gedanken und bilder
austauschen, botschaften uebermitteln, also miteinander
kommunizieren koennen, auch wenn sie sich nicht gegenueberstehen,
wenn sie voneinander getrennt sind. und deswegen heisst
es: "post verbindet". das gilt fuer den austausch von
schriftstuecken im geschaeftsverkehr gleichermassen wie fuer
den liebenden, der sehnsuechtig eine botschaft seiner
geliebten erwartet.
und so ist die geschichte der post auch die geschichte der
immer schnelleren und vielfaeltigeren kommunikationsmittel,
welche raeume und zeiten ueberwinden. die erfindungen
dieser kommunikationsmittel sind gleichzeitig
kulturgeschichte der menschheit: beginnend mit den zeichen
und symbolen schon vor jahrtausenden, mit dem geistigen
aufbruch im ersten jahrtausend vor christus durch
phantasiereiche schriftsysteme der voelker der alten welt, mit
der einfuehrung des buchdrucks im 15. jahrhundert, die als
technische erfindung die kommunikation auch breiter
schichten der menschlichen gesellschaft ermoeglichte und
so die epoche der neuzeit einleitete.
die post war auf diesem wege schon immer dabei. und doch
unterscheidet sich das postwesen der letzten 500 jahre
hier in europa sehr grundlegend von allen vorgaengern.
zunaechst gab es den hoheitlichen akt des spaeteren kaisers
maximilian zur einrichtung des postkurses von innsbruck
nach mechelen, vornehmlich zur schnellen
nachrichtenuebermittlung zwischen den kaiserlichen
hoheitstraegern und ihrer verwaltung.
aber schon 1535 wurde die mitnahme privater briefe
toleriert und spaeter sogar institutionalisiert. und bereits
im 17. jahrhundert wurden erste woechentliche zeitungen
verlegt und von den postmeistern regelmaessig zugestellt.
bereits 1649 wird die brandenburgische post staatspost
und der allgemeinheit zugaenglich: damit rueckte die private
kommunikation zwischen den menschen mehr und mehr in
den vordergrund.
bei aller romantik der postkutschenzeit, von der viele
bekannte gedichte und lieder zeugen, ging es fuer die
beschaeftigten der post damals recht rauh zu. im jahre 1772
wurden den postillionen fuer jeden umgekippten wagen
50 stockpruegel angedroht. und noch im jahre 1844 wurde
eine vorschrift erlassen, die besagte, "dass binnen kuerzester
zeit jeder postillion mit einem vollkommen brauchbaren
posthorn versehen, auf demselben die dienstsignale rein
und deutlich blasen lerne und solche im dienst gehoerig
anwende". wer dies bis zum 1. mai 1845 nicht schaffte,
muesse als untauglich aus dem postdienste entlassen
werden. die "unterlassung, verwechslung und irrige
anwendung" eines signals wurde mit einer geldstrafe belegt.
und als entschuldigung konnte lediglich "das herabfahren von
steilen anhoehen dienen".
nun, solche verhaeltnisse gibt es heute gott sei dank nicht
mehr. gleichzeitig mit der entwicklung der neuen rolle der post,
in der sie als staatlich eingerichtete post dienstleistungen
in erster linie fuer alle buerger des landes zu erbringen
hat, ging eine soziale entwicklung einher, die klarstellte, dass
auch der postbedienstete ein buerger mit allen rechten ist.
an dieser entwicklung waren die gewerkschaften
massgeblich beteiligt. dafuer gebuehrt ihnen unser dank.
1874 wird in bern durch die unterzeichnung der gruendung
des allgemeinen postvereins "der weltpostverein" ins
leben gerufen. diese epochemachende entwicklung im
19. jahrhundert ist in deutschland mit dem grossen
schrittmacher und reformer generalpostmeister heinrich von
stephan aufs engste verknuepft. er war es auch, der die
bedeutung wichtiger erfindungen fuer die zukunft der
postdienste fruehzeitig erkannte.
am 26. oktober 1877, nach erfolgreichen tests mit zwei
ihm aus amerika zugesandten bell-telefonen erklaerte er:
"diesen tag muessen wir uns merkenue", und er entschied
sich fuer die einfuehrung des telefondienstes. als ende des
jahrhunderts das erste telefonbuch mit 94 teilnehmern
erschien, bezeichnete man diese im volksmund als
"narren".
heinrich von stephan hatte in den letzten jahren seines
lebens viel damit zu tun, dass man die weisheit seines
entschlusses anzweifelte und dieses fernsprechen ueber
einen draht als pure "narretei" abtat.
iii.
wie weitsichtig diese entscheidung heinrich von stephans
war, zeigte sich erst richtig im 20. jahrhundert. waehrend die
erste million teilnehmer erst nach 20 jahren erreicht war,
kam in den siebziger jahren fast jedes halbe jahr eine neue
million teilnehmer hinzu.
im 20. jahrhundert hat die technologische entwicklung
insbesondere durch die mikroelektronik und das
zusammenwachsen von fernmeldetechnik, datenverarbeitung,
buerokommunikation und unterhaltungselektronik weitere rasante
schritte gemacht. dieses zusammenwachsen fuehrte zu
einer fuelle neuer dienstleistungen und zu einer geradezu
phantastisch guenstigen kurve im preis/leistungsverhaeltnis.
um den damit verbundenen technischen fortschritt der
telekommunikation als neuen wachstumsmarkt zu
veranschaulichen, brachte ein schweizer informatiker folgenden
vergleich: "uebertruege man die elektronik auf den
automobilbau, dann duerfte ein mittelklassewagen heute nur
noch 10 dm kosten, er muesste eine stundengeschwindigkeit von
10000 km fahren, koennte 5000 personen auf einmal
befoerdern und das mit nur 0,5 l benzin pro 1000 kilometer."
diese technische revolution umfasst sowohl die
massenkommunikation als auch die individualkommunikation.
neben der raeumlichen ueberwindung ist eine weitere
dimension dieser revolution im kommunikationswesen die
geschwindigkeit. heute arbeiten wir weltweit mit "echtzeit-
informationen". rundfunk und fernsehen ermoeglichen uns
mehr denn je die unmittelbare teilnahme an den
ereignissen ueberall in der welt. massenmedien und
individualkommunikationsdienste sowie die grosse vielzahl
ihrer anwender koennen auf elektronischem weg daten und
informationen in sekundenschnelle austauschen, koennen sich
von satelliten abgegebene oder durch glasfaserkabel
verbreitete signale zunutze machen und damit in bruchteilen
von sekunden kontinente verbinden.
aber auch dieses zeitalter der elektronik hat der weiteren
entwicklung des brief- und paketdienstes keinen abbruch
getan. wurden im jahre 1900 im deutschen reich
insgesamt 180 millionen pakete und paeckchen befoerdert, so
waren es im jahre 1988 allein in der bundesrepublik
deutschland 540 millionen. wurden im jahre 1900 im
deutschen reich ca. 2,3 milliarden briefsendungen befoerdert,
so waren es im jahre 1988 in der bundesrepublik bei weiter
steigender tendenz 13,5 milliarden.
haette eine hypothetische kommission - im jahre 1900 mit
der aufgabe betraut, die folgen der einfuehrung des
telefons richtig abzuschaetzen - hier die richtigen prognosen
vorgenommen? meine phantasie haette dafuer, so fuerchte ich,
jedenfalls nicht ausgereicht.
in diesem jahrhundert kam noch eine weitere, dritte saeule
der post hinzu: die postbankdienste. am 1. januar 1909
wurde der postgirodienst aufgenommen. zuvor war bereits
am 1. januar 1865 die postanweisung eingefuehrt worden.
der postgirodienst entwickelte sich zu einem beachtlichen
faktor in der bankenlandschaft. mit rd. 4,6 millionen
girokonten verfuegt er heute ueber einen marktanteil von ca.
8 prozent aller girokonten des kreditgewerbes und leistet
2,3 milliarden buchungen. 1939 kam der postsparkassendienst
hinzu. heute koennen postsparer bei rd. 17300
postaemtern und poststellen in der bundesrepublik deutschland
bzw. bei ueber 40000 postaemtern und postbankstellen in
fast ganz europa ihr geld abheben. auf ueber 22 millionen
postsparkonten sind heute rd. 40 milliarden dm angelegt.
so war es eine ganz natuerliche entwicklung, dass diese drei
saeulen der deutschen bundespost durch das
poststrukturgesetz 1989 zu den drei selbstaendigen unternehmen
- postdienst, telekom und postbank - gefuehrt haben. die
schnelligkeit der entwicklung, die diversifikation der maerkte
und deren spezifische anforderungen machten ein jeweils
unabhaengiges, schnell reaktionsfaehiges management
zwingend notwendig.
es war deswegen eine klare zielsetzung der bundesregierung,
schnellstmoeglich die voraussetzungen dafuer zu
schaffen, dass die bundespost mit ihren 560000 beschaeftigten
den anforderungen der zukunft gewachsen bleibt. wir sind
guten mutes, dass dieses ziel durch die verabschiedung des
poststrukturgesetzes, der neuen aufteilung zwischen
monopol und wettbewerb, der trennung zwischen hoheit und
unternehmensbereich erreicht worden ist.
gerade die nie versickernde phantasie, die innovationskraft
und der mut zu reformen haben die 500 jahre post immer
wieder neu bestimmt. so ist es auch verstaendlich, wenn ein
journalist in der beschreibung dieser geburtstagsfeier sehr
treffend vermerkt: "schon 500 jahre alt und noch kein
bisschen muede: unsere post!"
iv.
die letzten monate, sozusagen noch rechtzeitig vor dem
500. geburtstag, haben uns eine voellig neue dimension der
europaeischen landkarte eroeffnet. menschen und voelker
haben diktaturen abgeschuettelt, mauern und zaeune
eingerissen und alte verbindungen wieder hergestellt. dieser
kontinent europa wird ploetzlich in seinen alten umrissen als
grosser kulturkontinent sichtbar, der in der vielzahl seiner
historischen staemme und voelker, seiner traditionen und
sprachen eine einzigartige dichte kultureller moeglichkeiten
aufzeigt.
in der europaeischen gemeinschaft hat die deutsche
bundespost durch ihre reformgesetzgebung und die
von ihr energisch vorangetriebene liberalisierung des
telekommunikationsmarktes ein unverwechselbares profil
gewonnen.
im blick auf mittel- und osteuropa koennen wir feststellen,
dass fortgeschrittene technik im zeitalter der massenmedien
und informationstechnik schneller und gruendlicher der
freiheit eine gasse geschlagen hat, als es jemals im
geschichtlichen rueckblick so fundamental geschehen ist.
auch dies sollte uns eine neue erkenntnis sein: technik ist
durchaus nicht nur gefahr, risiko oder gar das boese,
sondern sie kann zum mittel der freiheitsgewinnung groesserer
menschlicher moeglichkeiten werden. so erhaelt das
traditionelle motto der post: "post ohne grenzen - post
verbindet" neue kraft.
und uns europaeern und in besonderer weise auch uns
deutschen stellt sich eine aktuelle aufgabe: in freiheit
kommunikation zu schaffen und einzuueben, sie in
verantwortung zu nutzen und sie den menschen zum eigenen
gebrauch zu uebergeben.
so dient diese post nach 500 jahren in neuer form dem
urbeduerfnis des menschen, miteinander kommunizieren zu
koennen, mit groesster schnelligkeit, mit hoher qualitaet und
mit einer fuelle spezifischer dienstleistungen rund um den
erdball.
und so gehen wir frohen mutes und mit der erkenntnis, dass,
wo mehr freiheit ist, auch die post besser funktionieren
kann, in das naechste jahrzehnt. die grosse postfamilie wird
ihre aufgabe erfuellen. sie wird mit die weichen stellen, die
uns in frieden und freiheit in das naechste jahrhundert
fuehren.

ansprache des bundeskanzlers

bundeskanzler dr. helmut kohl hielt beim festakt
"500 jahre post" am 19. januar 1990 in der
beethovenhalle in bonn nachstehende ansprache:

allen mitarbeiterinnen und mitarbeitern der deutschen
bundespost gratuliere ich herzlich zum 500jaehrigen jubilaeum
der post.
es ist ihr geburtstagsfest, das wir heute gemeinsam hier
begehen. wenn wir auf die lange geschichte der post
zurueckblicken, denken wir deshalb zuallererst an die vielen
menschen, die im dienste der post ihre pflicht erfuellt haben
und es taeglich aufs neue tun.
ohne ihren unermuedlichen einsatz koennte das postwesen
nicht bestehen. ich danke den tausenden von postboten,
die tagaus, tagein, bei wind und wetter, sommer wie winter
dafuer sorgen, dass wir puenktlich und schnell unsere taegliche
post erhalten. ich danke auch den vielen ingenieuren und
technikern, die rund um die uhr und auch waehrend der
sonn- und feiertage im einsatz sind, damit wir mit unseren
freunden und verwandten in kontakt bleiben koennen.
fuer manche ist das eine selbstverstaendlichkeit. nur allzuoft
wird aber vergessen, dass das alles nur funktionieren kann,
weil viele menschen unermuedlich ihre pflicht tun. ihre
leistungen fuer die gemeinschaft stehen nicht im rampenlicht
der oeffentlichkeit, sie werden haeufig im stillen vollbracht.
ich freue mich deshalb, dass wir sie alle in dieser stunde
einmal feiern koennen. fuer mich ist der fuenfhundertste
geburtstag der post deshalb nicht der tag eines grossen
apparates, sondern der festtag der mitarbeiter.
im jahre 1490 begann mit der schaffung einer
regelmaessigen nachrichtenverbindung zwischen innsbruck und
mechelen die geschichte der post.
schon damals, am ende des 15. jahrhunderts, hat der so
gefoerderte austausch von gedanken und informationen die
europaeische welt revolutioniert. vom europa des
humanismus und der beginnenden reformation bis zum europa
unserer tage ist die post aus der geistigen, politischen und
wirtschaftlichen entwicklung unseres kontinents nicht
hinwegzudenken.
im wandel der zeiten und entsprechend den beduerfnissen
der menschen hat sie natuerlich ihr gesicht veraendert. die
pluralistische demokratie, aber auch internationaler handel
und weltwirtschaft sind heute ohne die dienste der post,
ohne mikroelektronik und weltumspannende
medientechniken nicht mehr denkbar.
in ihrer langen geschichte hat die post im dienste der
menschen vielfaeltige herausforderungen gemeistert. heute
muss sie einer revolution im informationswesen gerecht
werden. der bedarf an informationen steigt, die
geschwindigkeit ihrer uebermittlung nimmt staendig zu.
die mikroelektronik hat neue informations- und
kommunikationstechniken hervorgebracht und zum beispiel mit
raumfahrt und satellitenkommunikation ganze industriezweige
neu entstehen lassen.
einer der wichtigsten wachstumsbereiche ist die
telekommunikation. sie wird die kuenftige entwicklung der
weltwirtschaft wesentlich mitpraegen. bis zum ende dieses
jahrhunderts duerfte dieser sektor mit einem anteil von ca.
7 prozent am bruttosozialprodukt fuer unsere volkswirtschaft
eine aehnliche bedeutung erlangen wie der automobilbau.
im interesse der wirtschaft und der buerger unseres landes
muss die post einer der motoren der modernisierung sein.
dabei muss sie vor allem eine infrastruktur bieten, die den
immer vielfaeltiger werdenden beduerfnissen und wuenschen
der kunden gerecht wird.
gerade fuer die unternehmen unseres exportorientierten
landes, deren wettbewerbsstaerke in der technischen
intelligenz ihrer produkte liegt, ist eine dynamische,
unternehmerisch bewegliche post unverzichtbar.
wir koennen uns ja ueber mangelnde konkurrenz nicht
beklagen. in anderen mitgliedstaaten der europaeischen
gemeinschaft, in den usa, aber auch in japan und den
schwellenlaendern suedostasiens werden grosse anstrengungen
unternommen zur eroberung neuer, zukunftsweisender maerkte
im informations- und telekommunikationsbereich. wer hier
mithalten will, muss rechtzeitig die notwendigen reformen
durchfuehren und die voraussetzungen dafuer schaffen, dass
wir als modernes industrieland im wettbewerb bestehen
koennen.
mit bequemem ausruhen und der erhaltung ueberkommener
und auch - verstaendlicherweise - liebgewordener
strukturen ist die zukunft nicht zu gewinnen. und deswegen
habe ich mich nachdruecklich immer wieder fuer die postreform
eingesetzt.
nach der verabschiedung des poststrukturgesetzes durch
die parlamentarischen gremien praesentiert sich die post in
neuer verfassung. sie ist damit gut geruestet, um die
aufgaben der zukunft zu meistern. die bundesregierung hat
mit dieser neustrukturierung ein wichtiges reformvorhaben
verwirklicht.
es geht uns dabei um weitgehende liberalisierung, den
abbau von hemmnissen und mehr wettbewerb, um eine
intensivere foerderung von innovationen. die postreform ist
teil unserer bemuehungen, die rahmenbedingungen fuer
unsere wirtschaft zu verbessern.
es geht uns aber auch darum, die post vorzubereiten auf
den europaeischen binnenmarkt 1992, sie "fit" zu machen fuer
einen wirtschaftsraum mit 320 millionen menschen. wir
haben jetzt die grosse chance, die 90er jahre zum jahrzehnt
der europaeer zu machen. dazu wird auch die moderne
telekommunikation beitragen koennen.
auch und gerade in einer zeit weitreichender historischer
veraenderungen in ost und west, deren zeugen wir in
diesen tagen alle sind, bleibt die einigung europas eine der
grossen aufgaben unserer politik. in den zurueckliegenden
jahren konnten wir in der gemeinschaft grosse fortschritte
erzielen auf dem weg zur europaeischen integration. viele
wichtige schritte muessen folgen. ein weiterer markstein
auf diesem weg wird die wirtschafts- und waehrungsunion
sein.
wir alle wissen: mit nationaler kirchturmspolitik lassen sich
keine antworten auf die zentralen zukunftsfragen unserer
wirtschaft und gesellschaft finden. und wir wissen: je mehr
dieser prozess der europaeischen integration voranschreitet,
um so mehr muessen auch wir, die deutschen in der
bundesrepublik - und zu einem spaeteren zeitpunkt das
wiedervereinigte deutschland -, unseren beitrag dazu leisten.
die strukturreform der post ist fuer uns deshalb nicht nur ein
wichtiges beispiel fuer die verwirklichung unserer
ordnungspolitischen grundvorstellungen. sie ist auch ein
beispiel dafuer, dass wir unser bekenntnis zu europa ernst
nehmen. wir wollen einen offenen und freien markt auch im
bereich der telekommunikation.
nach zuverlaessigen schaetzungen werden auf diesem
sektor in der gemeinschaft bis zum jahre 2000 investitionen
von rund tausend milliarden dm getaetigt werden.
zusammen mit der informationstechnik hat die telekommunikation
dann auswirkungen auf die sicherheit von rund 60 millionen
arbeitsplaetzen in europa. in diesem markt muss wettbewerb
kuenftig die regel, staatliche monopole und beschraenkungen
sollen die ausnahme sein. das ist nach meiner festen
ueberzeugung auch die garantie fuer sichere arbeitsplaetze in
der zukunft.
wichtig ist fuer uns dabei auch: ein europa ohne
binnengrenzen kann auch fuer unsere partner ausserhalb der
europaeischen gemeinschaft nur von nutzen sein.
als protektionistisch abgeschottete "festung" wuerde
europa nur sich selbst schaden. der freie welthandel waere
bedroht. die gemeinschaft gehoerte letztlich mit zu den
hauptverlierern.
neben der telekommunikation kommt auch den neuen
medien eine immer wichtigere rolle im taetigkeitsbereich der
deutschen bundespost zu.
die stuermische entwicklung der neuen medien hat aber
auch zu erheblichen veraenderungen bei der elektronischen
massenkommunikation gefuehrt. mit satelliten und kabel als
neuen verbreitungsformen ist dem rundfunk eine neue,
europaeische dimension erwachsen. mehr und mehr werden
technische schranken und nationale grenzen ueberwunden.
die liberalisierung der europaeischen medienmaerkte ist in
vollem gange. kabel- und satellitenrundfunk haben die
herkoemmlichen radio- und fernsehsysteme veraendert. fast
ueberall ist die beherrschende stellung weniger anbieter durch
neue, private programmangebote ueberwunden worden.
mit der vermehrung auch privater rundfunk- und
fernsehprogramme hat sich fuer uns alle das unterhaltungs- und
informationsangebot erheblich verbreitert. ich habe die hoffnung,
dass es sich in der zukunft auch erheblich verbessern wird.
auch der bereich rundfunk und fernsehen gewinnt im
zuge der europaeischen einigungsbewegung eine neue
dimension. es geht dabei um die bewahrung der kulturellen
vielfalt und identitaet europas. in der welt der medien
kommen das intellektuelle gewicht europas, seine geschichte
und seine traditionen noch zu wenig zum ausdruck. hier
besteht ein erheblicher nachholbedarf, und ich appelliere
deshalb an alle, die dafuer politische verantwortung tragen,
gerade auch auf diesem gebiet ihre anstrengungen zu
verstaerken.
das alles ist auch wichtig fuer die entwicklung unserer
freiheitlichen ordnung. die demokratie lebt von
meinungsvielfalt und lebendigem wettbewerb. informations-
oder meinungsmonopole passen nicht zu einer freien
gesellschaft. vielfalt ist deshalb auch der beste schutz
gegen bevormundungen. sie sichert unser grundrecht auf
informationsfreiheit.
die bedeutung eines grenzueberschreitenden informationswesens
ist uns allen in den letzten wochen und monaten
deutlich geworden. die veraenderungen in der ddr und in
den anderen staaten mittel-, ost- und suedosteuropas waeren
kaum eingetreten ohne informationsfluss ueber die grenzen,
ueber mauer und stacheldraht hinweg. die macht der
informationen - nicht die gewalt der waffen - hat das tor zu
den reformen geoeffnet. abschotten und einigeln,
desinformation und propaganda hatten auf dauer keine chance,
weil die antennen auf die freiheit gerichtet waren.
auch jetzt haben unsere medien fuer die menschen im
anderen teil deutschlands eine wichtige funktion. ich
begruesse deshalb alle bemuehungen von rundfunk und fernsehen,
die berichterstattung ueber die ddr zu erweitern. unsere
medien leisten damit einen wichtigen beitrag zur
unterstuetzung des demokratischen wandels in der ddr.
die opposition dort kritisiert benachteiligungen bei der
berichterstattung in den medien. freie wahlen, die diese
bezeichnung auch wirklich verdienen, kann es in der ddr
aber nur geben, wenn auch die opposition gleichberechtigt
zu wort kommt.
lassen sie mich deshalb auch an dieser stelle sagen: fuer
die entwicklung in der ddr wird es entscheidend sein, dass
jetzt im vorfeld der wahlen alle politischen gruppierungen
und parteien einen fairen und chancengleichen zugang zu
den medien haben.
fuer uns geht es jetzt vor allem darum, den reformprozess in der
ddr zu unterstuetzen und das uns moegliche zu tun, damit die
von unseren landsleuten gewuenschten politischen und
wirtschaftlichen reformen schnell vorankommen.
wir alle sind gluecklich, dass nach der oeffnung der grenzen
die menschen in deutschland zueinander kommen koennen.
fuer mich ist jetzt besonders wichtig, dass die menschen in
deutschland auch in kontakt bleiben koennen.
der post kommt hier eine besonders wichtige aufgabe zu.
unsere gespraeche mit der regierung der ddr sind hier auf
gutem wege. beide seiten wollen die post- und
fernmeldebeziehungen grundlegend weiterentwickeln und die
telefonverbindungen in den naechsten jahren bedarfsdeckend
ausbauen. als sofortmassnahme wurde die schaltung weiterer
fernsprechleitungen zwischen beiden staaten in deutschland
vereinbart. ich wuensche uns, dass wir die engpaesse beim
telefonieren moeglichst rasch beseitigen koennen.
die bundesregierung hat mit der postreform neue
volkswirtschaftliche und technische eckdaten gesetzt. sie war
sich darueber im klaren, dass damit die anforderungen an
unternehmen und mitarbeiter gewachsen sind. die deutsche
bundespost benoetigt fuer den weiteren raschen wandel in
der informations- und kommunikationstechnologie und den
sich damit verschaerfenden wettbewerb ein wachsendes
unternehmerisches selbstverstaendnis ihrer mitarbeiterinnen
und mitarbeiter.
neben diesen zahlreichen neuen bereichen - die uns allen
in vielfaeltiger weise die arbeit erleichtern werden - bleibt
die post aber auch auf die pflichterfuellung vieler mitarbeiter
im post- und paketdienst und den einsatz der brieftraeger
angewiesen. auch in zukunft werden nacht- und
wochenenddienste oder ueberstunden - etwa zur bewaeltigung der
paketschwemme in der weihnachtszeit - im dienste der
menschen notwendig sein.
hier wird vieles geleistet, was grosse anerkennung verdient.
die post wird auch in zukunft fuer uns alle da sein, ob in
berlin, muenchen, frankfurt, ob auf den friesischen inseln,
im berchtesgadener land oder im westerwald. eine
benachteiligung von postkunden, die auf dem lande
wohnen, wird es nicht geben. auch die moderne post bleibt
dem gemeinwohl verpflichtet.
ich bin zuversichtlich, dass die post in ihrer neuen
verfassung ihrem fuer die buergerinnen und buerger und die
wirtschaft unseres landes so wichtigen auftrag mit grossem
engagement nachkommen wird. denn sie hat es im laufe
der jahrhunderte stets verstanden, sich veraenderungen
anzupassen und sie aktiv mitzugestalten.
die historikerin ricarda huch merkt in einem buch ueber die
geschichte deutschlands im 15. jahrhundert an: "jede
menschliche einrichtung erfordert - um sich bluehend und
fruchtbar zu erhalten - den immer neuen einsatz menschlicher
kraefte unter der fuehrung der idee, die sie entstehen liess."
auch nach 500 jahren erfordert die bewaeltigung der neuen
aufgaben der post die motivation und einsatzfreude aller
mitarbeiter in allen bereichen.
ich wuensche ihnen, herr bundesminister fuer post und
telekommunikation, der fuehrung der drei neuen unternehmen
und all denen, die hier verantwortung tragen, eine
glueckliche hand.
ich gratuliere dem "geburtstags-kind", wuensche ihm trotz
seines stattlichen alters jugendliche frische fuer die
kommenden herausforderungen, kraft und einfallsreichtum im
wettbewerb und eine glueckliche zukunft.

ansprache des bundespraesidenten

bundespraesident richard von weizsaecker hielt beim
festakt die folgende ansprache:

ich moechte zunaechst und vor allem allen mitarbeiterinnen und
mitarbeitern der post fuer ihren dienst danken. sie sind mehr
als eine halbe million, und sie sorgen dafuer, dass der kontakt
unter uns 60 millionen bundesbuergern und zwischen uns und der
welt zustande kommt und nie abreisst. es ist eine verbindung,
die die postler ganz persoenlich gewaehrleisten. unzaehlig viele
menschen erwarten ihren postboten regelmaessig zur gleichen
stunde, zumal viele aeltere mitbuerger - sie freuen sich, wenn
er fuer sie etwas hat, aber sie sind auch dankbar fuer den
austausch von ein paar freundlichen worten.
der dank gilt auch den vielen anderen, die in den aemtern und
zentralen ihren dienst verantwortungsvoll verrichten, ohne
dass wir als ihre kunden sie persoenlich kennen. sie alle tragen
dazu bei, dass der menschliche austausch unter uns klappt,
dass unsere zusammengehoerigkeit lebendig ist und bleibt.
post bedeutet fuer uns romantik und zukunft zugleich.
unzaehlig sind die kuenstler, die maler, die dichter und
komponisten, die sich durch postkutschen, postmeister und
poststationen haben inspirieren lassen. das wort post
kommt ja vom lateinischen post, posita, also der station,
die zur weiterbefoerderung der personen und botschaften
eingerichtet war. ueber die jahrhunderte hinweg ist die
postgeschichte ein praegender teil unserer kultur. sie hat
unsere kenntnisse der geographie vertieft, unsere interessen
an fernen laendern geweckt, durch die vielfalt und schoenheit
der marken die sammler aus aller welt zusammengefuehrt
und grenzueberschreitende brieffreundschaften gestiftet.
in einer zeit, in der die grenzen in deutschland fallen, die
uns deutsche gegen jedes menschliche gefuehl getrennt
haben, wollen wir auch nicht vergessen, wieviel wir der post
an aufrechterhaltung der zusammengehoerigkeit verdanken,
als mauer und tore noch zu waren.
viele von ihnen werden es erlebt haben, wie meine frau und
ich, dass wir in den jahren der teilung von irgendwoher
adressen in der ddr bekommen haben, von menschen, die
wir nicht kannten, dass man begann, sich zu schreiben und
etwas zu schicken, dass man sich zunaechst aus
tarnungsgruenden als onkel und tante und cousine anredete und
dass daraus allmaehlich nun wirklich ganz feste lebenslange
freundschaften und wahlverwandtschaften entstanden
sind. das alles haette es ohne post nicht gegeben.
danken moechte ich der post auch fuer die grossen leistungen
bei der erfuellung von hilfeleistungen zum gemeinwohl.
alljaehrlich freue ich mich, herr bundespostminister, wenn
sie mit den vertretern der grossen freigemeinnuetzigen
verbaende, den erfolgreichsten schalterbeamten und den
sammlern kommen, um die neuen wohlfahrtsbriefmarken
vorzustellen. alle miteinander tun hier ein gutes werk in der
post und mit der post zum nutzen der mitbuerger, die auf
unsere hilfe angewiesen sind.
und dann denke ich an die grossen und fuehrenden beitraege
der post, die ich zusammen mit vielen tausenden von
messebesuchern alle zwei jahre auf der funkausstellung in
berlin erlebe: die post als wegbereiter des technischen
fortschritts. die telekommunikation hat unsere welt
revolutioniert. sie befaehigt uns, mit den aufgaben so fertig
zu werden, wie sie sich uns stellen, naemlich weltweit.
neue techniken koennen arbeitsplaetze freisetzen, aber,
zumal im telekommunikationsbereich, auch neue
beschaeftigung schaffen. dieser bereich ist die voraussetzung
und bietet die infrastruktur der dienstleistungsgesellschaft
der zukunft. wir wollen ganz gewiss weder einen
ferngesteuerten noch einen "glaesernen" menschen wie in
einem orwell'schen spinnennetz. aber wir duerfen, um dies zu
vermeiden, den technologischen fortschritt nicht verteufeln,
sondern wir muessen ihn nutzen und beherrschen lernen.
die post ist zum symbol und zum traeger der information
und kommunikation geworden, ohne die unsere
gesellschaft wahrlich in ihrem nervensystem getroffen waere.
wer ueber eine postanschrift verfuegt, ist fuer die ganze
welt erreichbar. mit dem telefon haben wir das einzige
durchstandardisierte medium mit heute ueber 500 millionen
anschluessen.
ueber satelliten oder glasfaserkabel lassen sich kontinente
in bruchteilen von sekunden miteinander verbinden. die
innovationszyklen werden immer rascher. wir koennen nur
darueber staunen - auch wenn wir natuerlich ganz dankbar
dafuer sind, dass es nicht schon frueher so schnell ging. man
stelle sich nur einmal vor, es haette schon zu mozarts zeiten
telefon gegeben.
dann haetten wir heute seine schoenen sehnsuchtsvollen
briefe an seine konstanze nicht, die er damals der post
anvertraut und dank ihrer zuverlaessigkeit uns
nachgeborenen hinterlassen hat.
die post will, so habe ich gelesen, in diesem jubilaeumsjahr
ein grosses postforum abhalten. ich hoere, dass die
bundespost dazu ihre kunden aus industrie, gewerbe, handwerk
und internationalen verbaenden und verwaltungen einladen
will. das ist gut so. gewiss werden sie aber auch nicht
vergessen, die kleinen kunden an diesem bedeutenden
forum zu beteiligen, die ganz normalen buerger, die mit
ihren millionenfachen taeglichen briefen und paketen und
telefonen oder als rentenempfaenger und postsparer die
wahren freunde, traeger und anreger dieses einmaligen
unternehmens post sind.
500 jahre postgeschichte, das ist der beweis, dass
verbindungen dauerhafter und staerker sind als grenzen. die
post hat fuehrend dazu beigetragen, und sie wird ihr bestes
geben, damit es in zukunft auf diesem wege gut weitergeht.
dessen bin ich ganz gewiss, und ich gruesse sie in dieser
zuversicht voller dankbarkeit und mit den herzlichsten
wuenschen fuer eine gedeihliche zukunft.