Die rund 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner können sich über eine deutliche Rentenerhöhung freuen. Zum 1. Juli steigen die Renten in Westdeutschland um 2,18 Prozent und in Ostdeutschland um 2,26 Prozent. Der Bundesrat stimmte der entsprechenden Verordnung zu.
Renten steigen
Foto: Europäische Kommission
Der Bundesrat billigte die bereits zuvor vom Bundeskabinett beschlossene „Verordnung zur Bestimmung der Rentenwerte in der gesetzlichen Rentenversicherung und in der Alterssicherung der Landwirte zum 1. Juli 2012“.
Im gleichen Maße, wie sich die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung verändern, erhöhen sich auch die Renten für die rund 270.000 Versorgungsberechtigten - vor allem Kriegs- und Wehrdienstopfer, aber auch zum Beispiel Impfgeschädigte sowie Opfer von Gewalttaten - zum 1. Juli 2012 um 2,18 Prozent. Die Anpassung gilt sowohl in den neuen als auch in den alten Ländern. Der Bundesrat hat der "Verordnung zur Anpassung des Bemessungsbetrages und von Geldleistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz" zugestimmt.
Die Deutsche Rentenversicherung sendet den Rentnerinnen und Rentnern noch im Juni den jeweiligen Bescheid über die neue Höhe ihrer Rente ab 1. Juli 2012 zu.
„Dass die Rente dank des anhaltenden Aufschwungs im Sommer spürbar steigen kann, ist eine gute Nachricht für die heutigen Rentnerinnen und Rentner", erklärte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen.
| 1995 | 1.01. | 0,0 | 2,78 |
| 1995 | 1.07. | 0,5 | 2,48 |
| 1996 | 1.01. | 0,0 | 4,38 |
| 1996 | 1.07. | 0,09 | 1,21 |
| 1997 | 1.07. | 1,65 | 5,55 |
| 1998 | 1.07. | 0,44 | 0,89 |
| 1999 | 1.07. | 1,34 | 2,79 |
| 2000 | 1.07. | 0,6 | 0,6 |
| 2001 | 1.07. | 1,91 | 2,11 |
| 2002 | 1.07. | 2,16 | 2,89 |
| 2003 | 1.07. | 1,04 | 1,19 |
| 2004 - 2006 | - | 0,0 | 0,0 |
| 2007 | 1.07. | 0,54 | 0,54 |
| 2008 | 1.07. | 1,1 | 1,1 |
| 2009 | 1.07. | 2,41 | 3,38 |
| 2010 | - | 0,0 | 0,0 |
| 2011 | 1.07. | 0,99 | 0,99 |
| 2012 | 1.07 | 2,18 | 2,26 |
| Jahr | Zeitpunkt | West | Ost |
|---|
Die Ruheständler profitieren damit von in 2011 kräftig gestiegenen Löhnen und Gehältern. Die für die Rentenanpassung relevante Lohnentwicklung 2011 betrug 2,95 Prozent in den alten Ländern und 2,28 Prozent in den neuen Ländern.
Die Rentenerhöhung in Ostdeutschland ist stärker, weil es immer noch ein Lohngefälle zwischen Ost und West gibt. Um dies auszugleichen, werden momentan die Arbeitsverdienste in den neuen Ländern höher bewertet. Für Ost und West wird der gleiche Durchschnittsverdienst bei der Berechnung zugrunde gelegt.