Tag der offenen Tür der Bundesregierung
Politik vor Ort erleben, Fragen stellen und Blicke hinter die Kulissen werfen: Am 20. und 21. Juni hatte die Bundesregierung wieder zum Tag der offenen Tür ins Berliner Regierungsviertel eingeladen. Auch das Bundespresseamt hielt ein spannendes Programm bereit.
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Das Bundespresseamt lädt zum Tag der offenen Tür ein.
Foto: Bundesregierung/Xander Heinl
Traditionell im Sommer laden das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und das Bundeskanzleramt dazu ein, die Arbeit der Bundesregierung kennenzulernen. Am 20. und 21. Juni 2026 waren die Türen wieder geöffnet. Auf die Gäste wartete ein abwechslungsreiches Programm mit Spitzengesprächen, Workshops und Mitmachaktionen für die ganze Familie.
Gelungener Auftakt
Im Bundespresseamt drehte sich unter dem Motto „Das kann Deutschland“ alles um den direkten Austausch mit der Bundesregierung. Ein Publikumsmagnet am Samstag war die Kinder- und Jugendpressekonferenz mit Regierungssprecher Stefan Kornelius. Hier übernahmen die jüngsten Besucherinnen und Besucher die Rolle der Presse und fragten nach, was sie schon immer über Politik und Regierung wissen wollten.
Ein weiteres Highlight des ersten Veranstaltungstages war der Talk von Forschungsministerin Dorothee Bär mit den ESA-Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer sowie Polarforscherin Stefanie Arndt. Hier wurde vor allem zu Technik „Made in Germany“ debattiert.
Stürmisches Finale
Am Sonntag waren weitere sieben Bundesministerinnen und Bundesminister im Bundespresseamt zu Gast, um mit dem Moderationsteam und den Talkgästen über aktuelle Themen zu diskutieren. Auch das wechselhafte Wetter tat dem Interesse der Besucherinnen und Besucher keinen Abbruch.
Bundesaußenminister Johann Wadephul betonte in seinem Gespräch, als europäischer Teamplayer Sicherheitspolitik machen zu wollen. Darüber hinaus waren die Situation im Nahen Osten, das Verhältnis zu Frankreich, Deutschlands Einfluss im „globalen Süden“ und die Unterstützung der Ukraine Themen, die die zahlreichen Gäste im Bundespresseamt besonders interessierten.
Tag der offenen Tür der Bundesregierung – Der Sonntag in Bildern
Mehr Bauen, weniger Bürokratie
Bundesbauministerin Verena Hubertz forderte bei ihrem Auftritt im BPA, in Zukunft digitaler, klimaneutraler und pragmatischer zu bauen. Sie betonte: Wer baut, solle besser an Fördermittel kommen und weniger Bürokratie bewältigen müssen. Gesprächspartnerin Chiara Monteton, Dachdeckerin und Influencerin, gab dabei Einblicke in Dachsanierungen, durch die neuer Wohnraum entsteht.
Ein weiteres Thema der Talks: Deutschland soll schneller werden. Auch auf Baustellen. Mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz hat die Bundesregierung dafür die Weichen gestellt. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, Michael Güntner, beantworteten Fragen von Brückensanierung über Ladstationen bis Tempolimit.
Gewaltschutz und Digitalisierung im Fokus
Zwei Ministerinnen ein Anliegen: Den Schutz vor Gewalt – sowohl in Familien und Partnerschaften als auch im Internet – wollen Bundesfamilienministerin Prien und Bundesjustizministerin Hubig weiter verbessern. Dabei betonten die Ministerinnen, dass neben gesetzlichen Maßnahmen vor allem die Prävention in bereits jungen Jahren wichtig sei.
Bundesdigitalminister Wildberger kündigte im Bühnengespräch an, Deutschland digitaler und besser funktionierend machen zu wollen. Ein zentraler Ansatz sei der Abbau von Bürokratie – sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für die Verwaltung. Gleichzeitig soll Deutschland digital unabhängiger werden, etwa durch den Aufbau eigener Rechenzentren. Aus dem Publikum gab es besonders viele Fragen und Anregungen zu digitalen Anwendungen wie der EUDI-Wallet. Zum Abschluss war Bundesfinanzminister Klingbeil zu Gast. Er warb um Zuversicht und zeigte sich überzeugt: „Wir sind ein starkes Land“. Die bestehenden Probleme könnten durch Reformen selbst gelöst werden.
Tag der offenen Tür der Bundesregierung – Der Samstag in Bildern
Mitmachaktionen und Bühnengespräch mit dem Bundeskanzler
Ein besonderer Höhepunkt erwartete die Besucherinnen und Besucher am Sonntagnachmittag im Bundeskanzleramt: Bundeskanzler Merz stand den Gästen beim Kanzlertalk Rede und Antwort. Die wichtigsten Themen waren die Notwendigkeit von Reformen, die internationale Krisen und die wirtschaftliche Lage in Deutschlands.
Wer wissen wollte wie es ist, Entscheidungen als Ministerin oder Minister zu treffen, hatte im Bundeskanzleramt in einem Planspiel die Möglichkeit in die Rolle von Ministerinnen oder Ministern zu schlüpfen. Ziel des Planspiels war es, gemeinsame Beschlüsse zu erarbeiten. Auch das Bundespresseamt widmete sich in diesem Jahr erstmals interaktiven Mitmachangeboten. Im Confrontation Game konnten Besucherinnen und Besucher Position zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen beziehen.