Mehr Tempo beim Ausbau der Solarenergie

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Photovoltaik-Strategie Mehr Tempo beim Ausbau der Solarenergie

Die Ressourcen Wind und Sonne stehen praktisch unbegrenzt zur Verfügung. Wie der bereits erfolgreiche Ausbau der Solarenergie weiter beschleunigt werden kann, zeigt die Photovoltaik-Strategie, die Bundeswirtschaftsminister Habeck beim Photovoltaik-Gipfel vorgestellt hat.

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Solaranlagen neben einer Autobahn

Solaranlagen neben einer Autobahn: Bis 2030 soll der Bruttostromverbrauch zu mindestens 80 Prozent aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Foto: imago images/Action Pictures

„Photovoltaik ist einer der günstigsten Energieträger überhaupt und gehört zu den wichtigsten Stromerzeugungsquellen der Zukunft“, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zur Vorstellung der Photovoltaik-Strategie . Ziel der Strategie sei es, den Ausbau der Solarenergie erneut deutlich zu beschleunigen: „Wir wollen alle Bremsen lösen, die ein höheres Tempo beim Zubau bislang verhindert haben.“

Zu den beabsichtigen Schritten gehören zum Beispiel schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren bei Freiflächenanlagen, die Förderung von Dachanlagen im Gewerbe und bei Mehrfamilienhäusern und die Stärkung der Teilhabe von Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern. Auch der Anschluss von Balkon-Photovoltaikanlagen soll für alle vereinfacht und beschleunigt werden. Diese und weitere Maßnahmen hat das Wirtschaftsministerium mit den Ländern und Verbänden besprochen und in die Photovoltaik-Strategie aufgenommen. Die Maßnahmen sollen so schnell wie möglich in zwei „Solarpaketen“ gesetzlich verankert werden.

Deutschland-Tempo beim Erneuerbaren-Ausbau

Ziel ist es, in Deutschland bis 2030 den Bruttostromverbrauch zu mindestens 80 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu decken. 2022 waren es bereits 46,2 Prozent. Die Photovoltaik soll mit einer installierten Leistung von 215 Gigawatt bis 2030 hier einen wichtigen Beitrag leisten und ist auf einem ordentlichen Weg: Im vergangenen Jahr lag der Zubau bei mehr als sieben Gigawatt, für das laufende Jahr gilt ein Zwischenziel von neun Gigawatt und die Chancen, es zu erreichen stehen gut – bereits im ersten Quartal 2023 wurden knapp 2,7 Gigawatt neu installiert. Ab 2026 sollen es dann sogar 22 Gigawatt Zubau jährlich sein, der sich etwa zur Hälfte aus Freiflächen und zur anderen Hälfte aus Dachanlagen ergibt.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz mahnte jüngst beim Petersberger Klimadialog zu mehr Tempo: „Der Klimaschutz verlangt, dass wir bis 2030 jeden Tag fünf bis sechs Windkraftanlagen an Land errichten. Pro Tag müssen 43 Fußballfelder an Solaranlagen entstehen, ein bis zwei Elektrolyse-Anlagen pro Woche.“

Förderungen und Maßnahmen aus dem neuen EEG greifen

Minister Habeck betonte beim Photovoltaik-Gipfel, dass der Ausbau der Solarenergie in Deutschland bereits auch dank der bisherigen Regierungsmaßnahmen erfolgreich laufe. Das zeige der enorme Zubau im ersten Quartal 2023. Mit 2,7 Gigawatt zusätzlicher Photovoltaik-Anlagen war es das bisher erfolgreichste Quartal überhaupt.  

Einen schnelleren Ausbau ermöglicht unter anderem das neue EEG, das auch die Solarenergie als „überragend öffentliches Interesse“ einstuft. Damit erhält sie in Planungsprozessen Vorrang vor anderen Interessen. Genehmigungen sollen dadurch schneller erteilt werden.

Solarstrom vom Dach wird ebenfalls bereits höher vergütet und steuerlich gefördert. Für neue Photovoltaikanlagen gelten bereits seit dem 30. Juli 2022 höhere Vergütungssätze. Der Bund fördert zudem die Installation von Solaranlagen, etwa bei der energetischen Gebäudesanierung.

Das neue Erneuerbaren-Energie-Gesetz ist am 1. Januar 2023 in Kraft getreten. Damit wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien konsequent auf das Erreichen des 1,5-Grad-Pfades nach dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgerichtet. Es legt die neuen, höheren Ausbauziele für Wind- und Solarenergie fest und gibt Erneuerbarer Energie gesetzlichen Vorrang.