Nordrhein-Westfalen

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NachhaltigkeitsstrategieDie erste Nachhaltigkeitsstrategie.NRW wurde am 16. Juni 2016 verabschiedet. Mit dem vorliegenden Entwurf liegt nach 2020 nun die zweite Fortschreibung der Strategie vor. Am 25. November 2025 hat das Landeskabinett den Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 „Leben in Nordrhein-Westfalen“ für die öffentliche Konsultation beschlossen. 
Die Strategie wurde gemeinsam von allen Ministerien der Landesregierung und in einem Dialog mit Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, u.a. bei den Nachhaltigkeitstagungen.NRW erarbeitet. Wesentliche Impulse setzte auch der Nachhaltigkeitsbeirat.NRW mit seiner Beratung und Impulspapieren. 
Inhaltlich greift die Landesregierung die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und die in ihr enthaltenen 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) auf und spitzt diese mit Blick auf spezifische Charakteristika, Stärken, Herausforderungen und Handlungsspielräume des Landes Nordrhein-Westfalen zu. 
Leitbild / SchwerpunkteMit dem Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 definiert das Land erstmals sechs Transformationsbereiche, in denen Fortschritte besonders relevant sind und die unmittelbar den Alltag der Menschen in NRW betreffen:
  • Lebensqualität, Gesundheit und gesellschaftliches Miteinander
  • Klimaschutz, Energie und Wärme
  • Mobilität und Transport
  • Industrie und Kreislaufwirtschaft
  • Klimaanpassung, Natur und Ressourcen
  • Bildung und Teilhabe
Erstmalig werden auch sieben Hebel definiert, um die nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen: 
  • Innovation und Forschung
  • Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI)
  • Finanzen
  • Fachkräfte
  • Flächen
  • Kommunikation
  • Governance
Federführendes RessortDie Umsetzung und Finanzierung der Festlegungen der Nachhaltigkeitsstrategie liegen in der Verantwortung der jeweils fachlich betroffenen Ministerinnen und Minister und ihrer Ressorts im Rahmen bereiter Mittel der Einzelpläne. 
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) koordiniert den Umsetzungsprozess.
Zentrales Informationsportal der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zur nachhaltigen Entwicklung in NRW www.nachhaltigkeit.nrw.de
Referat VIII-B3 Koordination Nachhaltigkeitsstrategie.NRW, Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltige Bioökonomie, Nachhaltige Finanzen
Kontakt: nachhaltigkeit@munv.nrw.de 
Ansprechperson: Dr. Dorothea Morgenweg
Institutionelle VerankerungRückgrat der Nachhaltigkeitsarchitektur in NRW bildet die IMAG Nachhaltigkeitsstrategie, in der alle Ministerien und die Staatskanzlei vertreten sind und die regelmäßig gemeinsam die nächsten Schritte für die nachhaltige Entwicklung in NRW erörtert. Gemeinsam erarbeitet die IMAG fachliche Vorschläge für die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung, die z. B. über die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW dann Eingang in das praktische Regierungshandeln und die Verwaltungsarbeit finden. Die Leitung und die Koordinierung der IMAG Nachhaltigkeitsstrategie in der Landesregierung obliegt dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr.
Das Kabinett hat im September 2020 einen Nachhaltigkeitsbeirat.NRW eingesetzt, der die Landesregierung bei der Umsetzung, Evaluierung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW berät. Der Beirat wurde im April 2022 ernannt und besteht aus hochrangigen Persönlichkeiten aus Nordrhein-Westfalen, die repräsentativ für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und wichtige Themenfelder der nachhaltigen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen stehen. Der Nachhaltigkeitsbeirat.NRW soll dazu beitragen, die Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. Im Oktober 2025 endete die erste Mandatsperiode und das Kabinett wird für die neue Mandatsperiode des Nachhaltigkeitsbeirats.NRW die neuen Mitglieder benennen. 
Um bei ihrer Arbeit die vielen fachlichen Fragen angemessen in die Beratungen einzubeziehen und gesellschaftlich ausgewogene Lösungen zu finden, bezieht die Landesregierung zudem immer wieder Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Gesellschaft in die Arbeit ein. Unterstützt wird die IMAG Nachhaltigkeitsstrategie daher regelmäßig durch eine Reihe von Partizipationsformaten, die nicht zuletzt von dem ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder gestärkt und mit Förderung des koordinierenden Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW getragen werden:
  • Jährliche Nachhaltigkeitstagungen.NRW
  • Jährliche Kommunale Nachhaltigkeitstagungen.NRW
  • Dialog Nachhaltige Kommunen (DINAKOM)
  • Jugendbeteiligung #Mitmischen.NRW
  • TEAM Nachhaltigkeit
  • Fachforum Nachhaltigkeit
Um die eigenen Prozesse immer wieder zu überprüfen und neue Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen, lässt sich die Landesregierung im Rahmen der Umsetzung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW durch das Wuppertal Institut kontinuierlich wissenschaftlich beraten. Für einen engen Bezug der Forschung zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen wird das Wuppertal Institut begleitet durch das TEAM Nachhaltigkeit, einen Stakeholder-Beirat bestehend aus zentralen nachhaltigkeitsrelevanten Akteursgruppen aus Wirtschaft, Kommunalverbänden, Zivilgesellschaft und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen. So wird gewährleistet, dass die gesellschaftspolitische Relevanz und Anwendungsorientierung der Forschungen stets im Mittelpunkt stehen.
Seit Ende 2016 gibt es eine Nachhaltigkeitsprüfung für Gesetze und Verordnungen, die sich an der (jeweils gültigen) Nachhaltigkeitsstrategie.NRW orientiert.
Vertikale IntegrationDas koordinierende Ressort beteiligt zusammen mit dem Kooperationspartner LAG 21 NRW e.V. die Kommunen, u.a. über den Dialog Nachhaltige Kommunen und die Kommunalen Nachhaltigkeitstagungen NRW
Zur Unterstützung der Kommunen bei einem systematischen Nachhaltigkeitsmanagement, fördert das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW das Projekt „Prozesskette Nachhaltigkeit NRW“ der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) mit einem Gesamtumfang von circa 1,6 Millionen Euro und einer Laufzeit von 2023 bis 2026.
Indikatoren / ZieleDie konzeptionelle Grundlage des Zielsystems umfasst eine Analyse, in welchem Maß die Ziele der ersten Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW aus dem Jahr 2020 gegenwärtig noch relevant sind. Auch die 169 Unterziele der Agenda 2030 wurden daraufhin geprüft, ob sie im Hinblick auf Nordrhein-Westfalen und seine spezifischen Gegebenheiten als bevölkerungsreiches Industrieland sinnvoll anzuwenden sind. Weniger relevante oder auch bereits erreichte Ziele wurden zurückgestellt oder ersetzt, relevantere Ziele beibehalten oder an neue Anforderungen angepasst. Auch ganz neue Ziele wurden dabei 
aufgenommen. So entstand für den Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 ein Set aus rund 100 Zielen und Indikatoren. Ökologie, Wirtschaft und das soziale Miteinander finden dabei gleichermaßen Berücksichtigung. 
Seit Beginn an wird die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW durch eine regelmäßige Nachhaltigkeitsberichterstattung ergänzt, die der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) in Abstimmung mit allen betroffenen Ressorts auf Grundlage der Nachhaltigkeitsstrategie durchführt und über das Online-Portal Nachhaltigkeitsindikatoren veröffentlicht. 
Dieses Portal wird ab Januar 2026 überarbeitet. Bis zur Neuveröffentlichung finden Sie den aktualisierten Nachhaltigkeitsindikatorenbericht 2025 und viele weitere Informationen unter NRW2030: NRW2030 - Gemeinsam. Nachhaltig. Handeln.
Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten
Weitere Informationen

Stand: 07. Januar 2026