Ausländische Abschlüsse schneller anerkennen

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Im Bundesrat beschlossen Ausländische Abschlüsse schneller anerkennen

Medizinische Fachkräfte mit ausländischer Berufsqualifikation müssen in Deutschland oft aufwendige Anerkennungsverfahren durchlaufen. Das wird sich für bestimmte Heilberufe ändern: Die Verfahren werden schneller, einfacher und digitaler. 

1 Min. Lesedauer

Zwei Ärzte schauen auf ein Smartphone

Die Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsabschlüsse ist ein wichtiger und notwendiger Schritt in Reaktion auf den wachsenden Fachkräftemangel.

Foto: mauritius images / Image Source

Die bisher oft aufwendigen Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen werden schneller, einfacher und digitaler: Der Bundesrat hat einem Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren zugestimmt. Die Neuregelung soll noch in diesem Jahr in Kraft treten und wird für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen gelten. 

Fachkräftemangel begegnen

Aufgrund des demografischen Wandels werden sich Fachkräfteengpässe auch in Heilberufen weiter verschärfen. Mit dem Abbau bürokratischer Hürden will die Bundesregierung dem Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich begegnen. Mit dem Gesetz werden medizinische Fachkräfte, die ihren Abschluss im Ausland erworben haben, in Deutschland zukünftig rascher in ihren Berufen arbeiten können. 

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte bei der Vorstellung des Gesetzesentwurfs im Oktober 2025 gesagt: „Um die gesundheitliche Versorgung auch in Zukunft zu sichern, brauchen wir neben attraktiven Ausbildungsbedingungen in Deutschland auch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Damit diese in Deutschland arbeiten können, sind einheitliche und zügige Anerkennungsverfahren notwendig.“

Keine Abstriche bei Patientensicherheit

Abstriche bei den hohen Standards an Patientensicherheit und Versorgungsqualität gibt es nicht. Es geht bei dem Gesetz lediglich darum, Anerkennungsverfahren zu beschleunigen. Die fachlichen Anforderungen werden nicht reduziert.