Pressemitteilung
Förderentscheidung für die olympischen Wintersportverbände und das Leistungssportpersonal beschlossen
Agnes Reisch beim World Cup auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf
Foto: picture alliance / Peter Rinderer EXPA
Berlin - Das Bundeskanzleramt hat die Förderentscheidung für die sieben Spitzenverbände des olympischen Wintersports für das Jahr 2027 getroffen. Grundlage ist die gemeinsame Empfehlung einer Förderkommission, die aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundeskanzleramtes und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) besteht.
Insgesamt werden den Spitzensportverbänden und ihrem Leistungssportpersonal, dem IAT, FES und den OSP für das Jahr 2027 rund 30,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon entfallen rund 9,4 Millionen Euro auf die Maßnahmen der Spitzenverbände und rund 14 Millionen Euro auf die Förderung des Leistungssportpersonals, im Wissenschaftlichen Verbundsystem Leistungssport (WVL) 1,9 Millionen Euro für das IAT, 3,1 Millionen Euro für das FES und 2,2 Millionen Euro für die OSP. Mit der Förderung unterstützt der Bund die Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen und stärkt gezielt die Sportarten und Disziplinen mit den größten Erfolgsperspektiven.
Die Förderung der Maßnahmen der Spitzenverbände umfasst insbesondere Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen sowie die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen, die für die Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele von zentraler Bedeutung sind.
Dazu erklärt Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt:
„Ich weiß aus eigener Erfahrung: Medaillen werden erst im Wettkampf gewonnen, aber schon in den Jahren zuvor hart erarbeitet. Die Olympischen Winterspiele 2030 beginnen deshalb schon heute. Mit unserer Förderung schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass sich Athletinnen, Athleten und Trainerteams auf höchstem Niveau vorbereiten können. Wir wollen im Medaillenspiegel bei Winterspielen wieder unter die TOP 3 im Nationenranking kommen. Dafür haben wir heute eine gute Grundlage geschaffen.“
Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport des DOSB:
„Deutschland ist eine Wintersportnation. Damit das so bleibt und die Verbände, ihre Trainerinnen und Trainer sowie die Athletinnen und Athleten gute Arbeit leisten und bestmögliche Trainingsbedingungen schaffen können, ist die Förderung des Bundes wichtig. Die Fördermittel tragen dazu bei, dass die Verbände ihre Maßnahmen zielgerichtet planen können. Der Blick ist fest gerichtet auf die Olympischen Winterspiele 2030, dort wollen wir wieder zu den besten Nationen der Welt gehören.“
Die Förderempfehlung basiert insbesondere auf den Auswertungen der Potenzialanalysekommission (PotAS) sowie den Struktur- und WVL-Gesprächen des DOSB mit den Wintersportverbänden.
Der PotAS-Bericht liefert eine unabhängige sportwissenschaftliche und sportfachliche Bewertung der einzelnen Sportarten und Disziplinen. Berücksichtigt werden dabei unter anderem die vergangenen sportlichen Erfolge und die künftigen Entwicklungspotenziale der Verbände.
Ergänzend fanden im Sommer 2026 umfassende Strukturgespräche zwischen dem DOSB und den olympischen Wintersportverbänden statt. Dabei wurden die strategischen Zielsetzungen, die strukturellen Voraussetzungen und die jeweiligen Förderbedarfe für den olympischen Zyklus bis 2030 erörtert.
Neben der Förderung der Maßnahmen der Spitzenverbände umfasst die Entscheidung auch die Förderung des Leistungssportpersonals für den olympischen Wintersportzyklus bis 2030. Mit der Entscheidung schafft der Bund frühzeitig Planungssicherheit für die Spitzenverbände.
Gleichzeitig werden die Mittel im Rahmen der Traineroffensive um rund 1,8Millionen Euro jährlich auf insgesamt 14 Millionen Euro erhöht. Die zusätzlichen Mittel dienen der Anhebung der Gehälter von Trainerinnen und Trainern sowie von weiterem Leistungssportpersonal.
So verbessert der Bund die Rahmenbedingungen für diejenigen, die täglich die Grundlage für internationale Spitzenerfolge schaffen. Ziel ist es, qualifiziertes Personal dauerhaft im deutschen Sportsystem zu halten, neue Fachkräfte zu gewinnen und die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Spitzensports auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2030 damit insgesamt zu stärken.
Der Berechnungsschlüssel für die Verteilung der Fördermittel sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Förderung werden zeitnah auf der Internetseite des Bundeskanzleramtes veröffentlicht.