Filmförderung des Bundes 2021 gefragt wie nie / Kulturstaatsministerin Roth: "Hilfsprogramme haben richtig gut gewirkt"

Insgesamt 115 nationale und internationale Kinoproduktionen und HighEnd-Serien sind 2021 durch den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und den German Motion Picture Fund (GMPF) gefördert worden. Die Filmförderinstrumente des Bundes lösten insgesamt mehr als 740 Millionen Euro an Folgeinvestitionen am Filmstandort Deutschland aus – so viele wie noch nie in einem Jahr.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Es ist eine gute Nachricht, dass die Filmproduktionsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Dienstleister in Deutschland im vergangenen Jahr trotz der pandemiebedingten Einschränkungen so erfolgreich waren. Die Hilfsprogramme von NEUSTART KULTUR für die Filmwirtschaft haben richtig gut gewirkt, besonders auch der Ausfallfonds I, der pandemiebedingte Risiken bei der Film- und Serienproduktion erheblich abfedert. Damit sind nicht nur viele neue Filme und Serien entstanden, sondern wir haben Arbeitsplätze erhalten und wichtige volkswirtschaftliche Effekte erzielt.
In Zukunft wollen wir die Filmförderung ökologischer, diverser und geschlechtergerechter aufstellen. Auch die kulturelle Filmförderung des BKM ist und bleibt ein wichtiger Teil der Förderlandschaft.“

Durch den DFFF wurden 2021 insgesamt 96 Kinofilm-Projekte mit über 97 Millionen Euro gefördert. Dazu gehörten deutsche Produktionen wie etwa „Tausend Zeilen“ von Regisseur Michael Bully Herbig über gefälschte SPIEGEL-Reportagen, die Bestsellerverfilmung "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" von Sonja Heiss und Fatih Akins aktueller Kinofilm "Rheingold". Auch zahlreiche internationale Filmprojekte wurden unterstützt, darunter der deutsch-englische Thriller „The Dive" von Regisseur Maximilian Erlenwein oder das Historien-Drama „Sisi und ich“ von Frauke Finsterwalder.

Die Nachfrage von Produktionsdienstleistern zur Förderung internationaler Großprojekte durch den DFFF II hat sich 2021 gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Gefördert wurden unter anderem „John Wick: Chapter 4“ mit Keanu Reeves, „The Last Voyage Of The Demeter“ mit „Game of Thrones“-Star Liam Cunningham und der Actionfilm „Retribution“ mit Liam Neeson. Die Bearbeitung der animations- und effektstarken Fantasy-Produktionen „The Batman“, „Eternals“ und „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ durch deutsche VFX-Studios wurde ebenfalls unterstützt.
Die vom DFFF ausgereichten Fördergelder führten zu Folgeinvestitionen von mehr als 465 Millionen Euro am Filmstandort Deutschland. Damit haben nationale und internationale Produktionsunternehmen hierzulande ein Fünffaches der staatlichen DFFF-Zuschüsse investiert.

Begehrter denn je war der GMPF. Über das Förderinstrument werden insbesondere hochwertige, international vermarktbare HighEnd-Serien gefördert. Wegen der großen Nachfrage wurde er im Laufe des vergangenen Jahres von 30 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro aufgestockt. 19 neue Serienprojekte wurden unterstützt. Unter den geförderten Projekten waren die aufwendig inszenierte Netflix-Serie „1899“ mit neuester virtueller Studiotechnik, die vierte Staffel der Sky/ARD-Serie „Babylon Berlin“ sowie die sechsteilige Fantasy-Serie „Der Greif“. Die ZDF-Serie „Tschernobyl“ ist eine von zwei geförderten Doku-Serien im Jahr 2021. Die GMPF-Förderungen zogen rund 276 Millionen Euro an Folgeinvestitionen nach sich und damit nahezu das Sechsfache der ausgereichten Mittel.

Eine vollständige Liste aller im Jahr 2021 geförderten Projekte ist abrufbar unter: www.dfff-ffa.de und www.ffa.de/german-motion-picture-fund-2.html.

Weitere Informationen zum DFFF und GMPF stehen bereit unter: www.kulturstaatsministerin.de