Halbjahresbilanz Rechenzentrumsstrategie
Technologische Innovationen wie KI-Anwendungen benötigen eine enorme Rechenleistung. Die Bundesregierung will deshalb die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 mindestens verdoppeln. Alles Wichtige zur Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung.
Eine hochleistungsfähige Recheninfrastruktur stärkt die Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
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Der Ausbau der Kapazität von Rechenzentren in Deutschland ist eine notwendige Grundlage dafür, KI-gestützte Lösungen und Anwendungen zu entwickeln. Rechenzentren spielen also eine Schlüsselrolle, um die digitale Leistungsfähigkeit Deutschlands und Europas auf ein neues Niveau zu heben. Mit ihrer Rechenleistung ermöglichen sie technologische Innovationen in vielen Wirtschafts- und Lebensbereichen und tragen zu mehr Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit bei.
Halbjahresbilanz: zügige Umsetzung des Fahrplans gelungen
Mit der Halbjahresbilanz stellten Bundesdigitalminister Wildberger, Bundeswirtschaftsministerin Reiche, Bundesfinanzminister Klingbeil und Bundesforschungsministerin Bär gemeinsam den aktuellen Umsetzungsstand vor. Sechs Monate nach dem Beschluss sind bereits 25 der 28 Maßnahmen gestartet, vier bereits abgeschlossen, fünf befinden sich im parlamentarischen Verfahren.
Zu den bereits erfolgreich abgeschlossenen Maßnahmen gehört die Bereitstellung einer souveränen KI-Cloud und die Fortführung von Staatszuschüssen zur Senkung der EEG-Kosten. Hier finden Sie das vollständige Zwischenmonitoring mit einer kurzen Statusbeschreibung zu allen 28 Maßnahmen.
„Wir haben geliefert, was unser Land braucht: einen klaren Fahrplan für den Rechenzentrumsstandort Deutschland. Nach sechs Monaten zeigt sich, dass wir diesen gemeinsam zügig umsetzen“, so Bundesdigitalminister Karsten Wildberger.
Anschlussleistung in Deutschland vervielfachen
Die im Kabinett beschlossene Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung bündelt Ziele und Maßnahmen, um Deutschland zu einem attraktiven und führenden Standort für Rechenzentren weiter zu entwickeln. Der Anspruch: Die IT-Anschlussleistung von Rechenzentren in Deutschland soll sich bis 2030 gegenüber 2025 verdoppeln, die Anschlussleistung für High Performance Computing und KI mindestens vervierfachen.
„Deutschland braucht mehr Rechenpower. Wir wollen führend bei Künstlicher Intelligenz in Europa werden und diese Technologie überall in Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen“, sagte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger.
Die Strategie der Bundesregierung konzentriert sich auf drei Handlungsfelder: Energie und Nachhaltigkeit, Standort und Fläche sowie Technologie und Souveränität. Ziele sind wettbewerbsfähige Strompreise und eine nachhaltige Stromversorgung für Rechenzentren. Ein leistungsfähiges und flexibles Energiesystem ist die Voraussetzung für einen zukunftsfähigen Rechenzentrumstandort. Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Abwärmenutzung und wassersparende Kühlsysteme sind zentrale Hebel für Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit.
Flächenverbrauch eindämmen
Die Bundesregierung will geeignete Flächen für neue Rechenzentren verfügbar machen sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Um den Flächenverbrauch nicht weiter zu steigern, sollen vorhandene Flächen vorrangig nach-, um- und doppelgenutzt werden. Durch wirtschaftliche Anreize soll die Ansiedlung von Rechenzentren auch attraktiv für betroffene Kommunen, die Bevölkerung und die Wirtschaft vor Ort werden.
Eine hochleistungsfähige Recheninfrastruktur für KI und Cloud-Anwendungen macht Deutschland und Europa souveräner und wettbewerbsfähiger.
Die Rechenzentrumsstrategie ist ein Projekt der Modernisierungsagenda des Bundes mit Hebelcharakter.