Im Kabinett beschlossen
Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zum Abkommen über die deutsch-französischen Gymnasien und das binationale Abitur beschlossen. Es soll die bilingualen Schulen zukunftssicher aufstellen und an moderne Bildungsstandards anpassen.
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Bundeskanzler Merz hat den französischen Außenminister Barrot im Bundeskanzleramt begrüßt.
Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat an der Sitzung des Bundeskabinetts teilgenommen. Wechselseitige Kabinettsteilnahmen wurden im Vertrag von Aachen (2019) vereinbart. Sie sind Ausdruck der besonderen Qualität der deutsch-französischen Zusammenarbeit und ein Zeichen der Freundschaft beider Länder.
Strukturreform und neue Bildungsstandards
Das Schulabkommen stellt die Arbeit der mittlerweile fünf deutsch-französischen Gymnasien in Paris, Straßburg, Freiburg, Hamburg und Saarbrücken auf eine neue, zeitgemäße Grundlage. Es passt die Curricula an moderne Bildungsstandards an und vereinfacht die Prüfungsstruktur. Anlass der Reform sind die Gründung neuer Gymnasien in Hamburg und Straßburg sowie tiefgreifende Änderungen des französischen Baccalauréat, das dem deutschen Abitur entspricht.
Wesentliche Neuerungen sind die Einführung einer Primarstufe, verpflichtender Englischunterricht ab der 6. Klasse sowie eine neue einheitliche Notenskala für eine bessere Vergleichbarkeit. Der Kern bleibt unberührt: Die Gymnasien bieten weiterhin einen binationalen, bilingualen Bildungsgang an, der mit dem deutsch-französischen Abitur abgeschlossen wird.