Internetkriminalität auf hohem Niveau

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Bundeslagebild Cybercrime 2025 Internetkriminalität auf hohem Niveau

Die Bedrohung durch Cyberkriminalität in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Das zeigt das Bundeslagebild Cyberkriminalität 2025, das Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und die Vizepräsidentin des Bundeskriminalamtes, Martina Link, vorgestellt haben. Ein Überblick.

1 Min. Lesedauer

Bundesminister des Innern Alexander Dobrindt bei der Vorstellung des BKA-Bundeslagebildes Cybercrime 2025.

Das Bundeslagebild Cybercrime 2025 zeigt: Die Zahl der digitalen Angriffe mit Schadsoftware ist gestiegen, so Bundesinnenminister Dobrindt.

Foto: picture alliance / Metodi Popow

Besonders schwere Cyberdelikte sowie Angriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen nehmen zu, das zeigt das Bundeslagebild Cybercrime. 2025 wurden dabei rund 334.000 Cybercrimefälle registriert. Aufgrund eines erheblichen Dunkelfeldes dürfte die tatsächliche Bedrohung allerdings deutlich höher liegen. Die Ergebnisse im Überblick:

Künstliche Intelligenz verändert die Bedrohungslage 

Im Cybercrime-Bereich gewinnen KI-Tools an Bedeutung. Kriminelle nutzen KI, um Angriffe effizienter und professioneller durchzuführen. KI bietet aber auch Chancen für die IT-Sicherheit und hilft, Schwachstellen früh zu identifizieren.

Ransomware bleibt zentrale Bedrohung 

1.041 Ransomware-Angriffe wurden im Jahr 2025 angezeigt – das entspricht einem Anstieg um zehn Prozent gegenüber 2024. Betroffen sind vor allem Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Die durchschnittlichen Lösegeldzahlungen stiegen dabei an, die Gesamtsumme lag bei rund 15,5 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig zahlen immer weniger Betroffene Lösegeld. Das deutet auf eine höhere Resilienz vieler Unternehmen hin.

Ransomware sind Schadprogramme. Sie zielen auf die Blockade eines Computersystems oder die Verschlüsselung von Betriebs- und Nutzerdaten ab.

Überlastungsangriffe nehmen deutlich zu

Die Zahl der Überlastungsangriffe – sogenannte DDoS-Attacken – stieg im Jahr 2025 um 25 Prozent. 36.706 Fälle wurden registriert. Solche Angriffe sind auch das bevorzugte Vorgehen von hacktivistischen Akteuren. Betroffen waren vor allem Behörden, Verwaltungen, Verkehrs- und Logistikunternehmen. 

Phishing weiterhin auf hohem Niveau

Aufgrund seiner simplen, aber effektiven Funktionsweise ist Phishing weiterhin ein beliebter Eintrittsvektor. Die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen verzeichnete in Deutschland im Jahr 2025 382.470 Phishing-Mails. Dies stellt zwar einen Rückgang um rund 10 Prozent im Vergleich zu 2024 dar, dennoch blieb die Anzahl der verzeichneten Phishing-Mails auf einem hohen Niveau.

Das Bundeslagebild Cybercrime und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BKA.
Informationen zu Schutzmaßnahmen für Verbraucherinnen und Verbraucher, Unternehmen sowie Behörden finden Sie beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie .