Mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen

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Ab sofort neue KfW-Förderanträge möglich Mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen

Die Bundesregierung investiert Milliarden in den Bau neuer, bezahlbarer und klimafreundlicher Wohnungen. Bundesbauministerin Geywitz zeigt sich mit Blick auf den Wohnungsmarkt zuversichtlich und die KfW nimmt ab sofort wieder Förderanträge an.

4 Min. Lesedauer

Wohnraumförderung 2024

Mehr bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum schaffen – an diesem Ziel hält die Bundesregierung auch 2024 fest.

Foto: Getty Images/StefaNikolic

Wohnungsknappheit betrifft viele: Mindestens 400.000 neue Wohnungen werden pro Jahr gebraucht, um den Bedarf an Wohnraum zu decken. Daher wird die Bundesregierung auch 2024 massiv in den Bau bezahlbarer und klimafreundlicher Wohnungen investieren. Dabei geht es um die Förderungen für klimafreundlichen Neubau, altersgerechten Umbau und genossenschaftliches Wohnen, für die die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ab sofort wieder Förderanträge annimmt. Außerdem wird die Bundesregierung im laufenden Jahr das „Wohneigentum für Familien“ (WEF), den „Klimafreundlichen Neubau im Niedrigpreissegment (KNN) sowie die Programme „Jung kauft Alt“ und „Gewerbe zu Wohnen“ mit erheblichen Mitteln fördern.

Bei der Vorstellung des Frühjahrsgutachtens Immobilienwirtschaft 2024 des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) skizzierte Bundesbauministerin Klara Geywitz eine positive Perspektive für den Wohnungsmarkt. Bei den Baugenehmigungen werde es jedoch erst 2025 wieder spürbar aufwärts gehen, „wenn wir die entsprechenden Rahmenbedingungen gut setzen“, so Geywitz.

Die Ministerin nannte fünf Gründe, die sie „aktuell hoffnungsvoll“ stimmen – zum einen die etwas gesunkenen Zinsen, die Normalisierung der Preise für Baumaterialien, die realen Einkommenszuwächse und die bessere Auftragslage am Bau. „Außerdem tragen öffentliche Bauinvestitionen zur Stabilisierung der Wirtschaft bei,“ so die Ministerin.  

Mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau: Bis zum Jahr 2027 soll der soziale Wohnungsbau mit der bisher höchsten Summe von gut 18 Milliarden gefördert werden. Allein 2024 steht dafür eine Rekordsumme von 3,15 Milliarden Euro zu Verfügung. Etwa sechs Milliarden Euro investiert der Bund in diesem Jahr in die Wohnungsbau- und Städtebauförderung. Mit dem Programm „Junges Wohnen“  sind 500 Millionen Euro wieder für neue Wohnheimplätze für Studierende und Auszubildende reserviert. Das Ziel ist die Schaffung von 100.000 neuen Sozialwohnungen pro Jahr. 

Neue Förderprogramme für bezahlbare Wohnungen

Mit rund 2,6 Milliarden Euro führt das Bundesbauministerium die bisherigen Programme fort. Drei neue Förderprogramme sollen außerdem den Bau preiswerter Wohnungen zusätzlich ankurbeln. Darunter ein neues Zinsverbilligungsprogramm, das mit einer Milliarde Euro gefördert wird. 

  • Das neue Programm „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ (KNN) soll kurzfristig den Bau preiswerter Wohnungen ankurbeln und die Baukonjunktur weiter stabilisieren. Daher wird es zeitlich auf 2024 und 2025 befristet. In diesem Jahr steht eine Milliarde Euro bereit. Die Konditionen sind derzeit in Absprache.
  • Jung kauft Alt“: Familien, die ein bestehendes Haus oder eine ältere Wohnung kaufen, sollen mit niedrigeren Zinsen unterstützt werden. Ältere Häuser, die leer stehen, sollen dann zugleich energetisch saniert werden. 350 Millionen Euro sind in diesem Jahr für „Jung kauft Alt“ geplant. Das Programm soll im Sommer starten. Das Förderkonzept wird bearbeitet.
  • Gewerbe zu Wohnen“: Der Kauf, Umbau und die Sanierung von leerstehenden Büros und Läden, soll ebenfalls mit billigeren Zinsen gefördert werden. Für das neue Programm „Gewerbe zu Wohnen“ stehen dieses Jahr 120 Millionen Euro zur Verfügung. Der Start ist im Herbst geplant. Auch hier wird das Förderkonzept aktuell erarbeitet.

„Insgesamt schaffen wir es so gemeinsam, voraussichtlich über 45 Milliarden Euro in den öffentlich geförderten Wohnungsbau bis ins Jahr 2027 zu investieren. Ein großer finanzieller Kraftakt, der zeigt, welche Bedeutung die Neuschaffung bezahlbaren Wohnraums in Deutschland für uns hat“, sagte Geywitz. Sie hat am 26. Januar die erforderliche Bund-Länder-Vereinbarung unterzeichnet.

Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses, Klara Geywitz (SPD), Bundesministerin für Bau und Wohnen und Lars P. Feld, Vorsitzender des Rates der Immobilienweisen.

Bei der Vorstellung des Frühjahrsgutachtens Immobilienwirtschaft skizzierte Bundesbauministerin Geywitz eine positive Perspektive für den Wohnungsmarkt.

Foto: ZIA / Benjamin Benirschke

Bisherige Neubauprogramme laufen weiter

Bund-Länder-Kooperation für mehr Tempo beim Wohnungsbau

Bund und Länder wollen mit dem Pakt für Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung  für schnellere Bauvorhaben sorgen. Damit Baulücken geschlossen, Dächer ausgebaut und aus Stadtbrachen Wohnungen werden.

Länder und Kommunen wollen beispielsweise bis spätestens Mitte 2024 flächendeckend den digitalen Bauantrag einführen. Dachgeschosse sollen auch ohne Genehmigung in Wohnungen umgebaut werden können. Das können nur die Länder in ihren Bauordnungen ermöglichen. Viele Bundesländer hätten ihre Bauordnungen geändert, um schnelleres Bauen möglich zu machen, sagte die Bundesbauministerin in der Haushaltsdebatte im Bundestag am 30. Januar.