Fürs Klima: weniger Lebensmittel wegwerfen

Klimaschutz Fürs Klima: weniger Lebensmittel wegwerfen

In Deutschland ist die Ernährung für ein Fünftel aller klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Es werden Energie, Wasser und Boden verbraucht. Zugleich wandern jährlich zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Dagegen kann jeder etwas tun: weniger wegwerfen!

Diagramm mit der Darstellung des Wasserverbrauchs und der Treibhausemission, die bei der Produktion von einem Kilogramm Äpfel, Kaffee, Käse und Rindflsich anfallen.

Große Unterschiede: Ein Kilogramm Äpfel benötigt rund 820 Liter Wasser von der Produktion bis zum Verkauf. Im Vergleich zu Kaffee oder Rindfleisch ist dies noch wenig. 

Foto: Bundesregierung

Kleine Äpfel, große Wirkung

Wirft man ein Kilogramm Äpfel weg, werden 820 Liter Wasser vergeudet – fünf Badewannen voll. Bei der Produktion, dem Transport und der Kühlung entstehen pro Kilogramm Äpfel rund 550 Gramm klimawirksames Kohlendioxid – das entspricht etwa einer Autofahrt von fast vier Kilometern. Bei Brot oder Rindfleisch sind die Werte noch deutlich höher.

Ein Blick auf unseren Käse

Ein Kilogramm Käse braucht mehr als 5000 Liter Wasser und verursacht über 8,5 Kilogramm Treibhausgase. Die Grafik gibt Hinweise, durch welche Prozesse diese Bilanz zustande kommt: Schon für die Tierhaltung wird viel Wasser benötigt - ob als Trinkwasser für die Kühe oder indirekt für die Produktion des Futters. Auch bei der eigentlichen Käseherstellung geht ohne Wasser nichts.   

Treibhausgase werden ebenfalls bei der Futtermittelherstellung emittiert - aber auch später etwa beim Transport des Käses zum Händler.

Ein Laib Käse, ergänzt mit Darstellungen von zwei Kühgen, einem Thermometer und einem Transporter

Von der Kuh bis zum Transport - die Ursachen für den Wasserverbrauch und die Treibhausgasemission für ein Kilo Käse sind vielfältig. 

Foto: WRK Design

50 Prozent weniger bis 2030

Die Bundesregierung will die Lebensmittelabfälle bis 2030 halbieren. Das erfordert viel Engagement. Weniger Abfälle bedeuten weniger Verschwendung von Ressourcen, weniger Treibhausgasemissionen.

  • Ideen gegen das Wegwerfen

Die Initiative "Zu gut für die Tonne" zeigt, wie Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Organisationen mit pfiffigen Ideen dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel verschwendet werden. Es entstehen neue, innovative Arbeitsplätze. 
www.lebensmittelwertschaetzen.de

  • "Too good to go"

Die App verbindet Gastronomen, die überschüssiges Essen bereitstellen, mit Verbrauchern, die es zu einem günstigen Preis abholen. Schon mehr als eine Million Menschen und 2500 Betriebe machen mit.
www.toogoodtogo.de

  • "Dingsdums Dumplings"

Das Start-up produziert und verkauft handgefertigte Teigtaschen, gefüllt mit geretteten Lebensmitteln. Vielfalt in Form, Farbe und Geschmack ist garantiert!
www.dingsdums.de

  • "Ackern schafft Wissen"

In der "Ackerdemia e. V." säen, pflegen, ernten und verwerten Kinder selber Gemüse. Das schafft Wertschätzung. Weniger wird weggeworfen.
www.ackerdemia.de

Ein animiertes, aufgeschlagenes Buch, in das eine Person mit einem Spaten Gartenarbeit verrichtet.

"Ackern schafft Wissen" - unter diesem Motto legen beim Verein  "Ackerdemia" Kinder selbst Hand an.

Foto: WRK Design

Dieser Beitrag stammt aus der aktuellen Ausgabe von SCHWARZROTGOLD - dem Magazin der Bundesregierung. Das E-Paper der Ausgabe 4/2019 finden Sie hier.


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