Gemeinsam für Verbesserungen in der Pflege

Konzertierte Aktion Pflege Gemeinsam für Verbesserungen in der Pflege

Arbeits- und Ausbildungsbedingungen für Pflegekräfte spürbar verbessern – das ist das Ziel der Konzertierten Aktion Pflege. Hier arbeitet die Bundesregierung mit allen Akteuren in der Pflege zusammen: mit Ländern und Kommunen, Berufs- und Ausbildungsverbänden, Pflegekräften und Arbeitgebern.

Foto zeigt eine Pflegerin im Einsatz.

Mit dem "Gesetz für bessere Löhne in der Pflege" wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass  flächendeckend nach Tarif bezahlt werden kann.

Foto: picture alliance / Fotostand

Ohne die engagierten Frauen und Männer, die in der Pflege arbeiten, könnte unser Gesundheitssystem nicht funktionieren. Gerade in der Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig der Pflegeberuf ist. Um mehr Menschen für die Arbeit in der Pflege zu gewinnen, muss der Beruf attraktiver werden. Dabei geht es nicht nur um eine bessere Bezahlung. Auch die Arbeitsbedingungen müssen stimmen. Daran arbeitet die Konzertierte Aktion Pflege.

Mehr Personal

Gute Pflege ist nur möglich, wenn die Einrichtungen genügend Pflegerinnen und Pfleger einsetzen. Dafür werden für Krankenhäuser und Pflegeheime Personalschlüssel entwickelt. Das heißt, es wird geregelt, wie viele Pflegekräfte gebraucht werden. Für Pflegekräfte sind gute Arbeitsbedingungen wichtig. Daher verpflichten sich die Arbeitgeber zu verlässlichen Dienstplänen, hohen Arbeitsschutzstandards, mehr betrieblicher Gesundheitsförderung sowie einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Digitale Lösungen sollen Routine- und logistische Tätigkeiten unterstützen. Auch soll es leichter werden, ausländische Fachkräfte zu gewinnen.

Mehr Geld

Bislang werden Pflegekräfte sehr unterschiedlich und teilweise zu niedrig entlohnt, vor allem in der Altenpflege. Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, muss auch die Bezahlung besser werden. Darin sind sich alle Beteiligten der Konzertierten Aktion einig. In einem ersten Schritt wurden bereits die Mindestlöhne in der Alten- und ambulanten Krankenpflege erhöht. Ab dem 1. September 2021 wird es keine regional unterschiedlichen Pflegemindestlöhne mehr geben. Auch der Urlaubsanspruch wurde erhöht.

Mit dem "Gesetz für bessere Löhne in der Pflege" wurden darüber hinaus die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass flächendeckend nach Tarif bezahlt werden kann.

Mehr Ausbildung

Zum 1. Januar 2020 sind die neuen Pflegeausbildungen gestartet. Jetzt ist die Ausbildung für alle Azubis kostenlos und sie bekommen eine angemessene Ausbildungsvergütung. Mit der "Ausbildungsoffensive Pflege" werben die Partner der Konzertierten Aktion gemeinsam für die neue Ausbildung. Bis zum Jahr 2023 soll die Zahl der Auszubildenden und der Ausbildungseinrichtungen um jeweils zehn Prozent steigen. Darüber hinaus sollen mindestens 5.000 Weiterbildungsplätze Pflegehelferinnen und -helfern ermöglichen, Pflegefachkräfte zu werden. Neben der beruflichen Pflegeausbildung gibt es auch die Möglichkeit eines Pflegestudiums. Das eröffnet neue Karrieremöglichkeiten sowie Aufstiegschancen und befähigt unmittelbar zur Pflege von Menschen aller Altersstufen auf wissenschaftlicher Grundlage.