Sieben Gründe für eine Pflegeausbildung

Tag der Pflege Sieben Gründe für eine Pflegeausbildung

Das Interesse an einer Ausbildung in der Pflege ist im vergangenen Jahr gestiegen. Das geht aus den Zahlen des Berufsbildungsberichts 2021 hervor. Mit der neuen Pflegeausbildung will die Bundesregierung die Zahlen noch weiter erhöhen. Die Reform der Pflegeausbildung hat die Ausbildungsbedingungen noch einmal deutlich verbessert – ein Überblick.

Foto zeigt eine Pflegerin

Ob Pflegeheim, Kinderstation oder der ambulante Pflegedienste - die neue Pflegeausbildung bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Pflegefachpersonen. 

Foto: Thies Raetzke

Auf den Bereich des Gesundheitswesens, zu dem auch die Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Altenpflege gehören, entfielen im Schuljahr 2019/2020 rund 99.000 Schülerinnen und Schüler im ersten Ausbildungsjahr – 73,2 Prozent davon waren Frauen. Dies stellt einen Anstieg von 8,8 Prozent dar.

  • Zukunftssicher: Die Bedeutung der Versorgung Pflegebedürftiger nimmt Jahr für Jahr zu und der medizinische Behandlungsbedarf in Pflegeheimen steigt. Zunehmend ältere und demenzkranke Menschen werden in Krankenhäusern versorgt. Bis zum Jahr 2050 wird mit 88 Prozent mehr Pflegebedürftigen in Deutschland gerechnet. Gut ausgebildete Pflegfachkräfte werden deshalb langfristig bundesweit benötigt.
  • Verantwortungsvoll: Ausgebildetes Pflegefachpersonal übernimmt anspruchsvolle pflegerische Aufgaben, für die eine besondere Ausbildung nötig sind. Hierzu zählen etwa die Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs der zu pflegenden Menschen, die Organisation des Pflegeprozesses sowie die Qualitätssicherung der Pflege. Die Tätigkeit in der Pflege zeichnet sich zudem durch die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Beschäftigten weiterer Fach- und Funktionsabteilungen, Pflegehelferinnen und Pflegehelfern und nicht zuletzt ehrenamtlich Engagierten aus.
  • Systemrelevant: Die Corona-Pandemie zeigt, dass bestimmte Berufsgruppen, wie etwa die Pflege, für die Grundversorgung der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind. Pflegefachkräfte leisten nicht nur hochqualifizierte Arbeit, sondern sichern auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Millionen Angehörige in Deutschland.
  • Abwechslungsreich: Ob Pflegeheim, Kinderstation oder ambulanter Pflegedienst - die neue Pflegeausbildung bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Pflegefachpersonen. Sie arbeiten in den unterschiedlichsten Versorgungssettings. Hierzu zählen zum Beispiel die stationäre oder ambulante Akut- und Langzeitpflege. Bei entsprechenden Fort- und Fachweiterbildungen oder einem Studium erweitert sich das Tätigkeitsfeld auf nicht unerhebliche Weise. Möglichkeiten der Beschäftigung als Pflegewissenschaftlerin und Pflegewissenschaftler, Pflegepädagoginnen und Pflegepädagogen, Pflegedienstleitung, Einrichtungsleitung, Praxisanleitung, Case Managerin und Case Manager, Wundmanagerin und Wundmanager werden so möglich.
  • Angemessen vergütet: Das Schulgeld wurde abgeschafft, eine angemessene Ausbildungsvergütung gesichert und vielfältige, wohnortnahe Ausbildungsmöglichkeiten sind hinzugekommen. Insgesamt ist damit die Attraktivität der Pflegeausbildung gestiegen.
  • Flexibel: Es wird nicht mehr zwischen Alten-, Kinderkranken- oder Krankenpflege unterschieden: Alle Pflegeauszubildenden erlernen in den ersten beiden Jahren ihrer Ausbildung identische Inhalte in Theorie und Praxis. Erst nach zwei Jahren müssen sich Auszubildende entscheiden, ob sie sich auf die Kinderkrankenpflege oder Altenpflege spezialisieren oder ob sie ihre generalistische Pflegeausbildung fortsetzen wollen.
  • Erweiterte Aufstiegs- und Karrierechancen: Neben der beruflichen Pflegeausbildung eröffnet die Möglichkeit eines Pflegestudiums neue Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen. Akademische Pflegekräfte werden so in die Lage versetzt, die Pflege von Menschen aller Altersstufen auf wissenschaftlicher Grundlage und Methodik zu verantworten.
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