Wachsam bleiben - auch im Urlaub

Reisen in Coronazeiten Wachsam bleiben - auch im Urlaub

Die wachsende Mobilität in der Urlaubszeit macht es dem Coronavirus leichter, sich wieder auszubreiten. Deshalb sind auch im Urlaub die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und überall dort, wo es vorgesehen ist, Alltagsmasken zu tragen.

Auch im Urlaub gilt: Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten, Alltagsmaske tragen, wo empfohlen, Corona-Warn-App nutzen.

So helfen Sie mit, das Virus auch in der Reisezeit einzudämmen.

Foto: Bundesregierung

"Wir sollten uns nicht in falscher Sicherheit wiegen", mahnte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Wir sind noch mitten in der Pandemie."

AHA-Formel einhalten

Die Bilder aus Mallorca vom Wochenende seien besorgniserregend, erklärte der Minister. Lockerungen und Sorglosigkeit könnten in Regionen, die vermeintlich sicher schienen, schnell zu lokalen Ausbrüchen des Virus führen. "Wir müssen sehr aufpassen, dass der Ballermann nicht ein zweites Ischgl wird." 

Spahn appellierte deshalb an die Menschen, sich weiterhin an die AHA-Richtlinie zu halten: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmasken überall dort tragen, wo es vorgesehen ist. Darüber hinaus sei die Corona-Warn-App ein wichtiger Baustein, um die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen.

Infektionszahlen weltweit auf Höchststand

Derzeit liegen die Infektionszahlen in Deutschland auf niedrigem Niveau. Dazu hätten auch die Menschen mit ihrem verantwortungsvollen Handeln beigetragen. Doch das Reisen, die wachsende Mobilität, machen es dem Virus leichter, sich wieder auszubreiten. So sind die Infektionszahlen weltweit, auch die täglichen Steigerungen, so hoch wie noch nie zuvor. Das gilt auch für Regionen, in denen die Krise bewältigt schien.

Um das Erreichte zu sichern, sollten die Menschen wachsam bleiben. "Das gilt auch und gerade im Urlaub", betonte Spahn.

Krise als Chance

Auch die deutsche EU-Ratspräsidentschaft ist geprägt von der Corona-Pandemie. In dieser Woche tauscht sich Spahn mit seinen Ministerkolleginnen und -kollegen zu gesundheitspolitischen Themen aus. Er verfolgt vor allem folgende Ziele:

  • Europa unabhängiger machen von der Produktion von Arzneimitteln und Medizinprodukten im Ausland,
  • das "europäische Robert Koch-Institut", das ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control), stärken und ausbauen,
  • die Rolle Europas innerhalb der Weltgesundheitsorganisation stärken.

Die Krise könne so auch eine Chance für Europa sein, so der Minister. "Die sollten wir ergreifen, um den Auftritt der Europäischen Union in der Welt und für die Welt zu stärken."