Junge Leute für Zukunftsberufe begeistern  

Scholz besucht Ausbildungszentrum Junge Leute für Zukunftsberufe begeistern  

Bundeskanzler Scholz hat Jugendliche ermuntert, sich für eine duale Berufsausbildung zu entscheiden. „Sie ist und bleibt die wichtigste Ausbildung in Deutschland und die Grundlage für ein sicheres Einkommen“, betonte er bei einem Besuch in einem Berliner Ausbildungszentrum. Für Unternehmen sei eine Ausbildung die „wichtigste Zukunftsinvestition“.

Bundeskanzler Olaf Scholz beim Besuch eines Ausbildungszentrums in Berlin.

Bundeskanzler Scholz besuchte ein Berliner Ausbildungszentrum – dort geht es um Jobs mit Zukunft.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Wer heutzutage Ahlenschmied werden will, wird keine Ausbildungsstelle finden. Dieser Beruf aus dem 19. Jahrhundert, bei dem Ahle, ein nadelartiges Werkzeug, hergestellt wurden, ist ausgestorben. Wer sich aber für eine Ausbildung als Elektronikerin für Automatisierungstechnik oder als Zerspanungsmechaniker interessiert, sollte fündig werden. Diese Zukunftsberufe als persönliche Chance zu nutzen – mit dieser Botschaft verband Bundeskanzler Olaf Scholz seinen Besuch eines Ausbildungszentrums in Berlin-Pankow.

Mehr über Karrierechancen informieren

Kanzler Scholz warb für die Vorzüge einer dualen Ausbildung in Deutschland. Sie sei die Grundlage für ein sicheres Einkommen und dafür, „sich etwas aufbauen zu können, eine Familie zu gründen und vieles mehr“. Um mehr junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern, sei es entscheidend, viel stärker über die vielen Berufsmöglichkeiten und Karrierechancen zu informieren. Auch müsse man damit frühzeitig anfangen – „in der achten, neunten und zehnten Klasse der Schulen, vielleicht auch einmal über ein Praktikum in einem Betrieb“, so der Kanzler.

Um die Zukunft der dualen Ausbildung ging es zuletzt auch bei der Kabinettsklausur in Meseberg. Dort hatte Bundeskanzler Scholz die berufliche Bildung als ein Thema bezeichnet, das für die Zukunft des Landes von allergrößter Bedeutung sei. Die Bundesregierung wolle alles dafür tun, dass möglichst viele junge Menschen eine duale Ausbildung absolvieren. Umgekehrt sollen Unternehmen ermuntert und unterstützt werden, genügend Angebote für die berufliche Bildung zu machen.   

Neben einer frühen und intensivieren Berufsorientierung sollte es laut Scholz ein stärkeres Bewusstsein dafür geben, dass man sich auch später im Leben für eine zusätzliche oder andere Berufsausbildung entscheiden könne. Die Berufswege seien heute viel offener als früher. Davon profitieren beide Seiten: Auszubildende und Unternehmen gleichermaßen.

„Fachkräfte sind das A und O“

Ein wichtiges Anliegen des Kanzlers war der Hinweis auf den Fachkräftemangel. Für Unternehmen sei eine Ausbildung die wichtigste Zukunftsinvestition. Denn: „Fachkräfte sind das A und O für wirtschaftlichen Erfolg, erst recht in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland, das von Ideen und Innovationen abhängt“, so der Bundeskanzler.

In diesem Zusammenhang würdigte Scholz das Engagement des ABB-Ausbildungszentrums. Rund 800 Auszubildende aus 150 Partnerunternehmen erhalten hier ihr Rüstzeug für die Zukunft in 18 Ausbildungsberufen vor allem der Metall- und Elektrotechnik. Damit gehört der Standort in Berlin-Pankow zu den größten industriellen Ausbildungszentren in Deutschland – und zu den modernsten. Denn der Kanzler eröffnete bei seinem Besuch eine neue Fertigungsanlage für die Aus- und Fortbildung, die „Lernfabrik 4.0“. Hier geht es um digitale Berufsfelder wie Robotik, Fachinformatik für digitale Vernetzung oder Systemintegration – auf jeden Fall Zukunftsberufe.

Die Corona-Pandemie hat zu einem Einbruch bei der Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge geführt. Um wieder mehr Fachkräfte-Nachwuchs zu gewinnen, will die Bundesregierung das duale System unter anderem mit einer Exzellenzinitiative „Berufliche Bildung“ weiter stärken. Zudem ist geplant, die Berufsorientierung deutlich auszubauen. Darüber hinaus sind eine Ausbildungs-Garantie und eine umfassende Fachkräfte-Strategie vorgesehen.