Pressekonferenz nach EU-Arktis-Gipfel
Zum Ende der zweitägigen Beratungen des EU-Arktis-Gipfels in Finnland hat Bundeskanzler Merz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Gipfelteilnehmenden erneut die Bedeutung der Arktis für die Sicherheit des europäischen Kontinents unterstrichen.
Die EU wolle künftig ein stärkeres Augenmerk auf die Arktis legen, bekräftigte der Bundeskanzler.
Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel
Bei der Pressekonferenz zum Abschluss des zweitägigen EU-Arktis-Gipfels im finnischen Rovaniemi bekräftigte Bundeskanzler Merz die Relevanz des hohen Nordens für die Sicherheit des gesamten europäischen Kontinents. Angesichts russischer Aggressionen in Europa müssten die Partner mit Einheit und Stärke reagieren. Die Arktis biete aber auch wichtige wirtschaftliche Chancen, so Kanzler Merz.
Russische Aggressionen nehmen täglich zu
Vor dem Hintergrund wachsender russischer Präsenz im hohen Norden, aber auch täglicher hybrider Angriffe wie zuletzt in Leipzig, sei es im Interesse der Partner, hier in Finnland gemeinsam über die russische Aggression zu sprechen, betonte Kanzler Merz. Diese sei auch in der Arktis, einem geopolitischen Hotspot mit hoher Relevanz für die europäische Sicherheit und Verteidigung, zu spüren.
Arktis künftig stärker im Fokus der europäischen Partner
Mit seinen europäischen Partnern stimmte Kanzler Merz überein, dass die Europäische Union künftig ein stärkeres Augenmerk auf die Arktis legen solle. Auch die NATO demonstriere Einigkeit und habe ihre Aktivitäten in der Region gestärkt. Die europäischen Partner demonstrierten Einheit und Stärke, so zuletzt auch nach dem hybriden Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle.
Wirtschaftliche Chancen im hohen Norden
Nicht nur der sicherheitspolitische Wandel, sondern auch die wirtschaftlichen Chancen der Region waren Thema der Beratungen. Als zukunftsträchtig bezeichnete Bundeskanzler Merz die kritischen Rohstoffe in der Region, die vorhandenen Energiereserven, mögliche Transport- und Seewege sowie die Weltraumkapazitäten. Als besonderen Erfolg bezeichnete der Kanzler den ersten europäischen Raketenstart am 5. September 2026 vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya aus mit Beteiligung eines deutschen Unternehmens.
Fortsetzung der Beratungen mit weiteren Partnern
Kanzler Merz bekräftigte, dass die jüngsten Beratungen in Brüssel fortgeführt und weitere Partner wie Island, Norwegen, Kanada und das Vereinigte Königreich hinzugezogen werden sollten. Dies sei wichtig angesichts dieser Region, die so bedeutend sei für den europäischen Kontinent und dessen Bevölkerung.