Pressestatement von Bundeskanzler Merz anlässlich des EU-Arktis-Gipfels in Rovaniemi
Kanzler Merz hat beim EU-Arktis-Gipfel die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Region verdeutlicht. „Hier im hohen Norden Europas kann man sehen, wie gefährdet der Frieden in Europa ist“, betonte er. Daher seien die Beratungen hier besonders wichtig.
- Mitschrift Pressekonferenz
- Montag, 14. September 2026
Der Kanzler appellierte zu tun, was notwendig sei, um unsere Freiheit zu verteidigen und den Frieden zu bewahren.
Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel
In seinem Eingangsstatement am zweiten Tag des EU-Arktis-Gipfels hat Bundeskanzler Merz den geopolitischen Wandel der Region unterstrichen. Der Gipfel böte die Gelegenheit zu Beratungen, „dort, wo wirklich die Bedrohung sichtbar ist“. Eindringlich appellierte der Kanzler an die versammelten Partner, die Gefährdung ernst zu nehmen und in Europa wie in der NATO zusammenzuhalten. Insbesondere den europäischen Teil der NATO forderte er auf, „alle Anstrengungen zu unternehmen, um unsere Freiheit zu verteidigen und den Frieden zu bewahren“.
Seine Teilnahme an diesem Gipfel unterstreiche, dass auch in Deutschland der geopolitische und sicherheitspolitische Wandel der Region ernst genommen werde. „Wir sind Teil des Nordens. Wir sind Anrainer am Atlantik, wir sind Anrainer der Ostsee, und damit sind wir Teil dieses strategisch gefährdeten Teils Europas“, betonte der Bundeskanzler abschließend vor Beginn der Beratungen mit den europäischen Partnern und Vertreterinnen und Vertretern der EU-Institutionen.
Lesen Sie hier die Mitschrift des Statements:
Bundeskanzler Friedrich Merz:
Schönen guten Tag, meine Damen und Herren! Herzlich willkommen im hohen Norden. Hier im hohen Norden Europas kann man sehen, wie gefährdet der Frieden in Europa ist. Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Gastgebern aus Finnland, beim finnischen Staatspräsidenten Alexander Stubb, aber auch beim Ministerpräsidenten Petteri Orpo. Wir arbeiten ja im Europäischen Rat sehr eng zusammen.
Ich bin dankbar, dass wir heute einmal die Gelegenheit haben, dort, wo wirklich die Bedrohung sichtbar ist, gemeinsam mit einigen Kolleginnen und Kollegen aus der Europäischen Union zusammenzutreffen. Ich kann nur an uns alle appellieren, diese Gefährdung ernst zu nehmen, in Europa zusammenzuhalten und in der NATO, im europäischen Teil der NATO allemal, das zu tun, was notwendig ist, nämlich alle Anstrengungen zu unternehmen, um unsere Freiheit zu verteidigen und den Frieden zu bewahren. Hier ist es sehr offensichtlich, wie notwendig das ist. Deswegen noch einmal sehr herzlichen Dank an die Gastgeber.
Ich bin heute hierhergekommen, um genau dieses Zeichen auch zu setzen, dass wir das aus Deutschland heraus ernst nehmen. Wir sind Teil des Nordens. Wir sind Anrainer am Atlantik, wir sind Anrainer der Ostsee, und damit sind wir Teil dieses strategisch gefährdeten Teils Europas. Insofern bedanke ich mich noch einmal. Ich freue mich auf die Beratungen. Aber ich nehme es ausgesprochen ernst, was wir hier zurzeit erleben.
Herzlichen Dank!