„Wir werden Sie nicht vergessen“

Kanzlerin in Rheinland-Pfalz „Wir werden Sie nicht vergessen“

Die Bundeskanzlerin hat erneut besonders von der Unwetterkatastrophe betroffene Gebiete in Rheinland-Pfalz besucht und weitere Unterstützung zugesichert. Merkel sprach von unfassbaren Schäden, gleichzeitig war sie beeindruckt vom bisher geleisteten Wiederaufbau und lobte das große Engagement der Menschen vor Ort.

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gespräch mit einem Senioren.

Die Kanzlerin unterhält sich mit einem 97-jährigen ehemaligen Bewohner des Seniorenheims Maternus-Stift.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Am Freitag reiste Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut in die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Dreyer besuchte sie die Gemeinde Altenahr, die im Juli vollständig von den Wassermassen überflutet wurde. Merkel betonte: „Die Botschaft, die ich als erstes sagen möchte, ist, dass wir diese Flut nicht vergessen.“

Pflicht zur Hilfe

Auch Wochen nach der Katastrophe sind die Schäden immens. Die umfassende Zerstörung der Häuser mache sehr deutlich, mit welcher Wucht die Ahr in der Flutnacht gewirkt habe, schilderte die Bundeskanzlerin ihre Eindrücke. Merkel ermutigte die Menschen, ihre schrecklichen Erlebnisse auszusprechen und appellierte: „Da muss man zuhören.“ Die Betroffenen haben in der Flutnacht zum Teil auf oder unter den Dächern gesessen. Man könne nur erahnen „welche Todesangst viele ausgestanden haben. Deshalb haben wir die Pflicht so zu helfen, wie wir nur überhaupt helfen können.“

Dank für Unterstützung

Die Wassermassen vom Juli waren kaum verschwunden, begann eine umfassende und vielfältige Solidarität und Unterstützung für die Menschen in den betroffenen Regionen. Diese Hilfe dauert bis heute an. „Ich möchte allen die Verantwortung tragen, allen die helfen ob freiwillig oder innerhalb der Organisationen wie Feuerwehr oder THW ganz herzlich danken.“ Beeindruckt zeigte sich Merkel vom Engagement und der Zuversicht, dem Willen anzupacken und voranzukommen, trotz der erlebten Schmerzen.

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Video Bundeskanzlerin im Ahrtal

„Leisten, was wir können“

 Die Gespräche mit den Betroffenen haben deutlich gemacht, wie vielfältig die Probleme sind, vor denen die Menschen stehen. „Der Herbst kommt der Winter kommt, die Frage des Wohnens stellt sich ganz massiv, die Frage wie kommen die Kinder in die Schule, die Frage kann mein Haus wieder aufgebaut werden oder nicht, wann kommt das Geld, wie wird das alles werden.“ Die Bundeskanzlerin bekräftige erneut, dass Bund, Länder und Kommunen zusammenarbeiten und das leisten, was sie können. Auch unter einer neuen Bundesregierung würden die Flutgebiete nicht vergessen.

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