Deutschland im UN-Sicherheitsrat

Mehr Verantwortung in der Welt

Deutschland ist erneut für zwei Jahre in den UN-Sicherheitsrat gewählt worden - als nichtständiges Mitglied. Die Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten hat dafür gestimmt. Verantwortung übernehmen, um Krisen in der Welt friedlich zu lösen, ist das deutsche Ansinnen.

Mitglieder des UN-Sicherheitsrates

Der UN-Sicherheitsrat: fünf ständige und zehn nichtständige Mitglieder.

Foto: Bundesregierung

Deutschland ist ab 2019 bis 2020 wieder im UN-Sicherheitsrat vertreten. 184 der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten stimmten für einen Sitz Deutschlands im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen in New York.

Für Frieden und Sicherheit

Der UN-Sicherheitsrat ist das einzige Gremium der Vereinten Nationen, das völkerrechtlich verbindliche Entscheidungen treffen kann.

Deutschland setzt auf einen umfassenden Ansatz, um in Krisenländern und unsichere Regionen Frieden zu schaffen und zu erhalten. In der Sprache der UNO heißt das "Peacekeeping" und "Peacebuilding". Menschenrechtsverletzungen in den Krisenländern der Welt sollen dabei aufmerksamer in den Blick genommen werden. Frauen und Kindern besonders geschützt werden

Globale Gesundheitsrisiken sollen künftig effizienter eingedämmt, auf Pandemien wie die Ebola-Krise besser reagiert werden. Auch Aktivitäten zur weltweiten Abrüstung und Nichtverbreitung von Waffen will die Bundesregierung stärker unterstützen.

Deutschland ist seit Jahren in den Vereinten Nationen engagiert: als weltweit zweitgrößter Geber humanitärer Hilfe, einer der größten Geber offizieller Entwicklungshilfe oder auch als viertgrößter Beitragszahler für den UN-Haushalt. Daneben stellt Deutschland innerhalb Europas die meisten Blauhelm-Soldaten.

UN-Reformen unterstützen

Deutschland engagiert sich für eine Reform der Vereinten Nationen. Die Krisen in der Welt zeigen, dass der Sicherheitsrat handlungsfähig bleiben muss. Außerdem möchte die Bundesregierung, dass die europäischen Interessen im Sicherheitsrat mehr berücksichtigt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel schlug im Bundestag vor, "dass wir unsere nicht-ständigen Sitze in Zukunft als europäische Sitze behandeln". Damit könnte Europa gemeinsam agieren. Zudem könnte dies für kleinere europäische Länder sehr hilfreich sein.

Gemeinsam mit Deutschland kandidierte auch Belgien für einen der beiden Sitze, die für die westeuropäischen und andere westliche Staaten vorgesehen sind. Daneben bewarben sich Südafrika für die Gruppe afrikanischer Staaten und die Dominikanische Republik als Vertreterin der lateinamerikanischen und karibischen Staaten. Für den asiatisch-pazifischen Raum kandidierten in diesem Jahr Indonesien und Malediven.

Neben den ständigen Mitgliedern USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien gehören dem UN-Sicherheitsrat insgesamt zehn nichtständige Mitglieder an. Jährlich werden fünf neue Mitglieder für zwei Jahre in das Gremium gewählt. Die Sitze gehen jeweils an fünf Kandidaten aus dem afrikanischen und asiatischen Raum, einen osteuropäischen Staat, zwei Länder aus der lateinamerikanischen und karibischen Region sowie an zwei Kandidaten aus westeuropäischen oder anderen westlichen Ländern.

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