Literarische Stimmen eines starken Europas

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Kultur im Kanzleramt Literarische Stimmen eines starken Europas

Mit einer zweiten Veranstaltung wurde am Montagabend die Reihe ‚Kultur im Kanzleramt‘ fortgesetzt. Diesmal ging es um literarische Stimmen aus verschiedenen europäischen Ländern. Im Mittelpunkt stand die Frage nach der Bedeutung eines starken, geeinten Europas und der gemeinsamen Werte, die dieses Europa ausmachen: Demokratie, Kunst- und Meinungsfreiheit.

2 Min. Lesedauer

Auf Einladung von Bundeskanzler Olaf Scholz und Kulturstaatsministerin Claudia Roth haben am 28. März 2022 Autorinnen und Autoren aus fünf verschiedenen Ländern über ihre Erfahrungen als Europäerinnen und Europäer und die Idee eines starken geeinten Europas diskutiert. Zentrales Thema des Abends war dabei auch der Angriffskrieg des Putin-Regimes auf die Ukraine.

„Wir dürfen die Demokratie, die Freiheit und unsere europäischen Werte nicht für selbstverständlich nehmen. Wir müssen verstehen, dass wir sie immer wieder neu verteidigen müssen und dass sie niemals sicher sind“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Eröffnungsrede und hob dabei auch die Bedeutung von Kultur und Medien hervor. „Wir brauchen die Kunst, die Medien und die Kultur, die in dem, was sie tun, aus den Verschiedenheiten Gemeinsamkeit schaffen“, so Scholz.

Künstlerinnen und Künstler aus sechs Ländern

Auf dem Podium waren der französische Schriftsteller und Journalist Olivier Guez, Michal Hvorecký aus der Slowakei, Agata Tuszyńska aus Polen, der deutsche Schriftsteller Daniel Kehlmann, die österreichische Autorin Eva Menasse sowie die ukrainische Sängerin Mariana Sadovska. Sadovska rief in einem Statement zu Solidarität Europas mit der Ukraine auf und trug im Anschluss Gedichte des ukrainischen Schriftstellers Serhij Zhadan vor.

Informationen zu den Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmern finden Sie hier.

Immer wieder waren die Gedanken während des Abends bei den Menschen in der Ukraine. Zugleich unterstrichen die Diskussionsteilnehmer die Notwendigkeit, all diejenigen zu unterstützen, die sich für die Demokratie einsetzen. Auch Kulturstaatsministerin Claudia Roth betonte dies in ihrem Schlusswort. „Wir sind es, die angegriffen werden, es ist unsere Kultur, unsere Art zu leben, unsere Art zu denken, zu lieben, unser demokratisches Zusammenleben“, sagte die Staatsministerin. An der Veranstaltung nahmen neben ukrainischen auch russische Künstlerinnen und Künstler teil.

Grand Tour“ der europäischen Literatur

Ausgangspunkt für die Lesungen und Gespräche war eine „Grand Tour“ mit Texten von Autorinnen und Autoren aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten, die Olivier Guez in einem Buch versammelt hat.

In diesen ganz persönlichen Erzählungen wird ein facettenreiches Bild Europas gezeichnet: Es geht unter anderem um europäische Erinnerungsorte und die damit verbundenen Wunden, aber auch um die Erfolgsgeschichte der EU, kulturelle Bindungen und Hoffnungen, die mit einem geeinten Europa verknüpft sind. Entstanden ist der Sammelband aus Anlass der französischen EU-Ratspräsidentschaft.

Gelesen wurden die ins Deutsche übersetzten Texte der anwesenden Autorinnen und Autoren von Schauspieler Ulrich Matthes und seiner Kollegin Jasmin Tabatabai. Moderiert wurde der Abend von der deutsch-französischen Journalistin und Autorin Géraldine Schwarz.

In der Reihe ‚Kultur im Kanzleramt‘

Der Abend mit „Literarischen Stimmen eines starken Europas“ war der zweite Teil der Reihe ‚Kultur im Kanzleramt‘. Mit der Veranstaltung unterstrich die Bundesregierung erneut die Bedeutung von Kunst- und Meinungsfreiheit als Lebenselixier einer Kultur der Demokratie. Zugleich erklärte sie damit ihre Solidarität mit denjenigen, die weltweit wegen dieser Werte verfolgt und bedroht sind.

Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung, die kurz vor Weihnachten 2021 stattfand, standen die Themen Flucht und Vertreibung, Heimat und Weltoffenheit.

Zum Nachlesen:
Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz
Rede von Kulturstaatsministerin Claudia Roth