Die Kinderpressekonferenz beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung
Rund 90 Kinder und Jugendliche nutzten die Gelegenheit, Regierungssprecher Stefan Kornelius ihre Fragen bei der Kinder- und Jugendpressekonferenz im Bundespresseamt zu stellen. Dabei erhielten die Gäste nicht nur politische Antworten, sondern auch persönliche Einblicke.
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Die jungen Besucherinnen und Besucher haben viele Fragen für den Regierungsprecher mitgebracht.
Foto: Bundesregierung/Xander Heinl
Was tut die Bundesregierung für die Bildung? Warum muss die Bundeswehr wachsen? Und sollte Deutschland wieder auf Atomkraft setzen? Dieser und vielen weiteren Fragen stellte sich Regierungssprecher Stefan Kornelius in der Kinder- und Jugendpressekonferenz beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung.
Große Runde trotz Sommerwetter
Gut 90 Kinder und Jugendliche aus Berlin und aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an den Sprecher der Bundesregierung zu richten. Dabei zeigte sich schnell: Die jungen Gäste hatten sich gut vorbereitet und brachten ein breites Spektrum an Themen mit. Von Bildungspolitik über Sicherheit und Verteidigung bis hin zu Energiefragen war alles vertreten.
Auch die sommerlich warmen Temperaturen konnten die Neugier der Kinder und Jugendlichen nicht bremsen. Mit großem Interesse verfolgten sie die Antworten und beteiligten sich engagiert an der Diskussion. Kaum war eine Frage beantwortet, gingen bereits die nächsten Hände nach oben.
Von Kirschjoghurt bis Atomenergie
Manche Fragen ließen sich kurz und prägnant beantworten, andere erforderten ausführlichere Erläuterungen. Besonders schnell ging es bei der Frage nach dem Lieblingsessen des Bundeskanzlers. Die Antwort lautete: Kirschjoghurt.
Bei anderen Themen wurde es komplexer: So erläuterte Kornelius zur Atomenergie, dass bei der Diskussion über eine mögliche Rückkehr zur Kernenergie auch die Frage der dauerhaften Lagerung hochradioaktiver Abfälle mitgedacht werden müsse.
Neben politischen Themen interessierten sich die Kinder und Jugendlichen auch für den Alltag des Regierungssprechers. Kornelius berichtete, dass er Fahrten durch Berlin häufig nutzt, um E-Mails zu beantworten, zu telefonieren oder Nachrichten zu schreiben. Sein Terminkalender sei meist eng getaktet.
Verteidigungsfähigkeit und Zusammenhalt
Breiten Raum nahm die Diskussion um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands ein. Warum investiert Deutschland so viel in die Bundeswehr? Brauchen wir überhaupt eine starke Armee? Regierungssprecher Kornelius nahm sich die Zeit, um die sicherheitspolitischen Herausforderungen zu erklären. Deutschland müsse in der Lage sein, sich zu verteidigen. „Das nennt man Abschreckung“, so der Regierungssprecher. Zur Veranschaulichung griff er auf ein Beispiel aus dem möglichen Alltag vieler Kinder zurück: Wer auf dem Schulhof stark wirke, werde oft seltener bedrängt.
Regierungssprecher Kornelius warb dafür, einzelne Gruppen der Gesellschaft nicht gegeneinander auszuspielen. Dazu verglich er die Gesellschaft mit einem großen Körper, bei dem alle Teile gut zusammenarbeiten müssen. Die Aufgabe des Staates sei es, unterschiedliche Interessen auszugleichen – etwa bei Fragen der Rente, der Pflege oder des Gesundheitssystems. Entscheidend sei, dass die Menschen das Gefühl haben können: „Es geht fair zu.“
Erinnerungsfoto zum Abschluss
Zum Abschluss versammelten sich die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit dem Regierungssprecher zu einem Erinnerungsfoto im Bundespresseamt.
Dreimal in der Woche – montags, mittwochs und freitags – findet die Regierungspressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz statt. Dort stehen die Sprecherinnen und Sprecher der Bundesregierung und der Bundesministerien den Fragen der Hauptstadtjournalistinnen und -journalisten zur Verfügung. Auch die Bundespressekonferenz öffnet am 20. und 21. Juni 2026 ihre Türen für das Publikum. Das Programm finden Sie in dieser Übersicht.