EU verfügt über genügend Impfstoff

Corona-Impfstoffversorgung in Europa EU verfügt über genügend Impfstoff

Ein wirksamer Impfstoff ist das beste Mittel gegen das Coronavirus und rettet in Europa viele Tausende von Leben. Angesichts der neuen Infektionswelle müssen die Impfungen weiter verstärkt werden. Die gute Nachricht, so EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen: Die EU verfügt über genügend Impfstoff.

EU-Fahne, davor Silhouette einer Coronaspritze und einer Hand mit einem Gummihandschuh

76,3 Prozent der Erwachsenen in der EU sind vollständig geimpft (Stand 19. November). Die Impfungen müssen dringend verstärkt werden.

Foto: imago images/Fleig Eibner

In ganz Europa steigen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus derzeit rasant an. Wichtig ist nun, dass die bislang Geimpften immun bleiben. Deshalb empfehlen die EU-Agenturen eine Auffrischungsimpfung für alle Erwachsenen. Sie erhöht den Impfschutz deutlich und verhindert viele Krankenhausaufenthalte und Todesfälle.

Die Europäische Union verfügt laut der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, über genügend Impfdosen. Das sei eine gute Nachricht, sagte sie. „Bis Ende dieser Woche werden wir eine Milliarde Impfdosen an die Mitgliedstaaten der Europäischen Union geliefert haben.“ Gleichzeitig mahnte sie, dass noch mehr Menschen davon überzeugt werden müssten, sich impfen zu lassen. Ein Viertel der Erwachsenen in der EU sei immer noch nicht vollständig geimpft. 

Insgesamt hat die EU-Kommission bislang bis zu 4,6 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff gesichert. Verhandlungen über zusätzliche Dosen laufen derzeit. Die Kommission steht außerdem mit der Industrie in Kontakt, um die Kapazitäten zur Herstellung von Impfstoffen auszubauen.

Anpassung des digitalen Covid-Zertifikats geplant

Die EU-Kommission hat mit Blick auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens eine Aktualisierung der digitalen Covid-Zertifikate vorgeschlagen: Die Mitgliedstaaten sollen sich auf eine Standard-Gültigkeitsdauer von neun Monaten für Impfzertifikate einigen, die nach der ersten Impfserie ausgestellt werden. „Eine Einigung über diesen Vorschlag wird für den Schutz der Freizügigkeit der Bürger von entscheidender Bedeutung sein", sagte EU-Justizkommissar Reynders. Ziel ist, die Immunität der Menschen in der EU durch Booster-Impfungen zu stärken. 

Das digitale Covid-Zertifikat ist ein großer Erfolg. Es ist derzeit das einzige weltweit funktionierende System dieser Art. Das Dokument erleichtert Bürgerinnen und Bürgern sicheres Reisen. Außerdem leistet es einen wichtigen Beitrag für die stark betroffene Tourismusbranche in Europa. Das Zertifikat ist darüber hinaus auch weltweit ein Erfolg. 51 Länder auf fünf Kontinenten beteiligen sich daran, zuletzt haben sich Singapur und Togo angeschlossen.

Mehr Informationen zum digitalen Covid-Zertifikat der EU lesen Sie bei der  Europäischen Kommission.

EU ist größter Exporteur von Impfstoffen

Die Europäische Union hat in den vergangenen Monaten mehr als eine Milliarde Impfstoffdosen exportiert. Damit lieferte sie so viel Impfstoff in die Welt, wie sie für die Menschen in der EU bereitgestellt hat. Weltweit ist sie der größte Exporteur von Impfstoff.

Zuletzt spendete die EU fast 100 Millionen Dosen des Johnson & Johnson-Impfstoffs an bedürftige Länder. Die Dosen sollen über die globale Impfstoffbeschaffungseinrichtung Covax bis Ende des Jahres ausgeliefert werden. Die Spende ist Teil der Verpflichtung der Europäischen Union, bis Mitte 2022 mindestens 500 Millionen Impfdosen mit Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu teilen. Parallel unterstützt die EU den Ausbau der weltweiten Kapazitäten zur Herstellung von Impfstoffen, insbesondere in Afrika.

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