Expertenkommission legt Empfehlungen zur Zukunft der Paulskirche in Frankfurt am Main vor: "Paulskirche zur Lernstätte der Demokratie weiterentwickeln"

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Die Expertenkommission Paulskirche hat heute in Berlin ihre Empfehlungen zur künftigen Entwicklung der Paulskirche und des Hauses der Demokratie vorgelegt. Der Kommissionvorsitzende, Volker Kauder, überreichte den Bericht in Schloss Bellevue an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie an Kulturstaatsministerin Claudia Roth, Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, und die kommissarische Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, Nargess Eskandari-Grünberg.

Volker Kauder, Vorsitzender der Expertenkommission: „Die Einheit von sanierter Paulskirche und neu zu schaffendem Haus der Demokratie bietet eine großartige Chance, das Bewusstsein für die Bedeutung der Paulskirche zu schärfen und den historischen Ort für die Fragen kommender Generationen zu öffnen. Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt die Expertenkommission vor, die durch den Wiederaufbau geschaffene und seit 1948 überlieferte Gestalt der Paulskirche zeitgemäß und unter Beachtung des Denkmalschutzes fortzuentwickeln, damit möglichst viele Besucherinnen und Besucher erreicht werden. Das Haus der Demokratie soll politische Diskussionen und gesellschaftliche Partizipation ermöglichen. So soll die Paulskirche zur Erinnerungsstätte für die Geschichte unserer Demokratie und zugleich zur Lernstätte weiterentwickelt werden.“

Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Die Empfehlungen der Expertenkommission ebnen den Weg für die Zukunft eines der herausragendsten Orte der deutschen Demokratiegeschichte. Im Schulterschluss zwischen der Stadt Frankfurt, dem Land Hessen und dem Bund werden wir sie zu einem Ankerpunkt der Verständigung über unser freiheitliches Selbstverständnis ausgestalten. Hier soll viel stärker als bisher greifbar werden, warum die Errungenschaft der Demokratie von uns allen jeden Tag aufs Neue gepflegt und verteidigt werden muss. Der Expertenkommission danke ich sehr für ihre richtungsweisende Arbeit.“

Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei: „Wir Hessen sind sehr stolz darauf, dass sich in unserem Land die Wiege der Demokratie in Deutschland befindet. Die Paulskirche steht zwar in Frankfurt, sie trägt jedoch nationalen Geist. Gemeinsam wollen wir diesen besonderen Ort der deutschen Demokratiegeschichte zu einem nationalen Lern- und Erinnerungsort entwickeln und mit Leben füllen. Mein Dank gilt insbesondere Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Kulturstaatsministerin Claudia Roth, dem Kommissionsvorsitzenden Volker Kauder und der Stadt Frankfurt für die ausgesprochen konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, Frankfurt am Main: „Ein erster großer Schritt zum Haus der Demokratie ist getan. Mitten in Frankfurt soll für alle Menschen ein Ort entstehen, an dem Demokratie als Lebenspraxis erfahrbar wird. Vom Haus der Demokratie sollen Impulse für eine gerechte, solidarische, friedliche und diverse Gesellschaft ausgehen, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Wirkung entfalten."

Die Paulskirche in Frankfurt am Main soll in den kommenden Jahren saniert und neugestaltet werden. Zudem wird in ihrer unmittelbaren Nähe ein Haus der Demokratie als Ort der Kommunikation und der historisch-politischen Bildung entstehen.

Die unabhängige Expertenkommission Paulskirche wurde 2021 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt gemeinsam berufen. Ihre Mitglieder sind deutschland- und europaweit vernetzte Fachleute, die das Projekt wissenschaftlich-museal beraten und die inhaltlich-konzeptionellen Grundlagen für den weiteren Prozess erarbeitet haben.

Die Empfehlungen der Expertenkommission Paulskirche stehen bereit unter https://frankfurt.de/paulskirche