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Klimafreundlich Bauen und Sanieren

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Mehr Klimaschutz im Gebäudesektor Klimafreundlich Bauen und Sanieren

Mit ihrer Neubauförderung und einer neuen Wohneigentumsförderung für Familien unterstützt die Bundesregierung klimafreundliches Bauen. Mit neuen Förderboni und leichteren Förderbedingungen will sie zudem möglichst viele Menschen bei der energetischen Sanierung ihrer Häuser unterstützen. 

4 Min. Lesedauer

Haus mit Photovoltaik auf dem Dach und eine Luft-Luft-Wärmepumpe im Garten.

Der Bund fördert den Einbau von Solaranlagen und Wärmepumpen auch bei der energetischen Gebäudesanierung.

Foto: picture alliance/dpa/Maurer

Das Bundesbauministerium hat in diesem Jahr eine Neubauförderung gestartet, mit der sowohl das klimafreundliche Bauen als auch die Bildung von Wohneigentum gefördert wird. Das Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ wurde so gut angenommen, dass es nun um 888 Millionen Euro aufgestockt wurde. Für beide Neubauprogramme stehen damit in diesem Jahr rund zwei Milliarden Euro bereit.

„Unsere Neubauförderung ist ein Erfolg. Sie wird sehr gut nachgefragt, deshalb habe ich mich für eine Aufstockung eingesetzt. Diese haben wir jetzt bekommen, so dass das Programm bis Ende des Jahres gesichert ist“, so Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude
Insgesamt richtet die Bundesregierung ihre Neubau- und Sanierungsförderung bestmöglich auf den Klimaschutz aus. Denn bis 2045 soll Klimaneutralität im Gebäudesektor erreicht werden. Für alle Teilprogramme der BEG-Förderung gelten seit dem 1. Januar 2023 neue Förderregeln: für die energetische Sanierung von Wohngebäuden, Nichtwohngebäuden, für Einzelmaßnahmen sowie für die Neubauförderung. Förderwegweiser Energieeffizienz

Sanieren und langfristig Energiekosten sparen

Die Bundesregierung will mehr Menschen bei der energetischen Sanierung ihrer Gebäude unterstützen. Denn bei der Sanierung des Gebäudebestands sind Klimaschutzeffekt und Fördereffizienz am höchsten. Die Sanierungsförderung hilft den Bürgerinnen und Bürgern zudem dabei, langfristig Geld für teure Energie zu sparen. Denn alte Fenster, alte Außentüren oder alte Heizungsanlagen sind Energiefresser – und damit Kostenfaktoren.

Wer eine Komplettsanierung umsetzen und dafür Förderung beantragen möchte, wendet sich an die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) . Wer einzelne Sanierungsmaßnahmen wie Fenster- oder Heizkesselaustausch oder eine Wärmedämmung plant, wendet sich an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) . Nur noch das BAFA ist für die sogenannten Einzelmaßnahmen zuständig.

Neue Förderboni und leichterer Zugang

So wurden Anfang 2023 die Antragstellung vereinfacht und neue Förderboni eingeführt, um die Anreize für Sanierungen zu erhöhen. Die Fördereffizienz des Programms wurde gesteigert, um möglichst viele Antragstellerinnen und Antragssteller unterstützen zu können. Dafür mussten die Fördersätze für die einzelnen Bauprojekte leicht reduziert werden. Insgesamt stellt der Bund mehr Sanierungsmittel als in den Vorjahren bereit. 

Mit einem neuen Programm und einem extra Förderbonus in Höhe von 15 Prozentpunkten sollen neue Verfahren und Komponenten zur seriellen Sanierung produziert, entwickelt, erprobt und etabliert werden. Mit innovativen seriell vorgefertigten Dach- und Fassadenelementen inklusive Installationstechnik lassen sich Sanierungsaufwand und Kosten deutlich verkürzen.

Der Bund fördert die Energieberatung durch Expertinnen und Experten, und zwar 80 Prozent des Beratungshonorars für die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans. Erstberatung gibt es bei der Verbraucherzentrale. Weitere Informationen sowie Online-Vorträge zu Themen rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energien auf energiewechsel.de

Heizungstausch-Bonus für alte Gasheizungen

Beim Heizungsaustausch werden seit 2023 keine Gasheizungen mehr gefördert. Stattdessen gibt es einen Heizungs-Tausch-Bonus für alte Gasheizungen. Gefördert werden etwa effizientere Wärmepumpen oder Biomasseheizungen mit besonders geringem Feinstaubausstoß.

Die Bundesregierung hat am 19. April den Entwurf der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes („Heizungsgesetz“) und neues Förderkonzept für die künftige Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beschlossen. Die Beratungen von Bundestag und Bundesrat sind noch nicht abgeschlossen.

Förderung für klimafreundlichen Neubau

Die Bundesregierung fördert seit dem 1. März 2023 den Bau besonders klimafreundlicher Gebäude mit günstigeren Krediten . Die Neuregelung hilft dabei, den CO2-Ausstoß im Gebäudebereich zu verringern und die deutschen Klimaziele zu erreichen. 

Standard für die Förderung ist das Effizienzhaus 40. Eine nochmal höhere Förderung hibt es für Gebäude mit dem Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) . Damit wird bei der Förderung wird erstmals der ganze Lebenszyklus von Gebäuden in den Blick genommen. Ziel ist es, vom Bau über den Betrieb bis zum potenziellen Rückbau Treibhausgasemissionen zu verringern.

Neue Wohneigentumsförderung für Familien

Am 1. Juni startete die neue Wohneigentumsförderung für Familien , die ein neues klimafreundliches Eigenheim bauen oder erwerben wollen. Voraussetzung: Ein zu versteuerndes Einkommen von bis zu 60.000 Euro im Jahr und mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt.

Mit einem Fördervolumen von rund zwei Milliarden Euro unterstützt die Bundesregierung nun den klimafreundlichen Neubau und die neue Wohnungseigentumsförderung für Familien. Mit der Aufstockung stehen in diesem Jahr für beide Programme 888 Millionen Euro mehr zur Verfügung als zunächst geplant – insgesamt zwei Milliarden Euro.

Ein Effizienzhaus ist ein energetischer Standard für Wohngebäude. Zwei Kriterien sind für die entsprechende Zuordnung wichtig: der Gesamtenergiebedarf und die Wärmedämmung der Immobilie. Für energiesparende Gebäude ist die Effizienzhaus-Stufe ein Orientierungsmaßstab: Die Kennzahl einer Effizienzhaus-Stufe gibt an, wie energieeffizient ein Gebäude im Vergleich zu einem Referenzgebäude ist. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der KfW.

Gesetzlicher Neubaustandard nach dem Gebäudeenergiegesetz ist seit dem 1. Januar 2023 der  EH-55-Standard. Damit hat die Bundesregierung die Anforderungen an den zulässigen Primärenergiebedarf von Neubauten erhöht. Bis zum 1. Januar 2025 plant die Regierungskoalition die gesetzlichen Neubauanforderungen an den EH40-Standard anzugleichen.